Die Bakchen – lasst uns tanzen

von Peter Verhelst nach Euripides

Uraufführung!!

Sein Name eignet sich für einen Unglücklichen: Pentheus, junger Herrscher Thebens. Ein gekränkter Gott, Dionysos, fordert ihn heraus und sinnt auf Rache am Grab seiner Mutter Semele. Die Bakchen oder Mänaden tanzen bereits ihm zu Ehren in den Bergen und auch den alten Thebanern juckt das Bein: den blinden Seher Teiresias und Pentheus' Großvater Kadmos, Gründervater der Stadt. Bitt're Schmach für Griechenland, denn nicht zuletzt kämpft Pentheus gegen die Irrationalität des Rausches und für eine neue, bessere Welt. Soweit die Theorie. Egal in welcher der zahlreichen Spielarten Dionysos auftaucht, von Blütenbringer und im Überfluss Lebender über Lärmender und roh Verzehrender bis hin zum Menschenzermalmer, er war immer der Gott, der alle Grenzen negiert. In der Praxis faszinieren Pentheus die Orgien außerhalb der Stadtmauern. Als dort auch seine Mutter Agaue deliriert, verführt ihn Dionysos, sich zu verkleiden und heimlich begeben sie sich ins Gebirge der Ekstase.

Seit mehr als dreißig Jahren choreographiert und inszeniert Wim Vandekeybus auf der ganzen Welt Aufführungen, die sich zwischen Schauspiel, Tanz, Konzert und Film bewegen. Für "Die Bakchen" bündeln seine Kompagnie "Ultima Vez" und das Residenztheater gemeinsam ihre Kräfte. Der flämische Schriftsteller Peter Verhelst adaptiert den euripideischen Text für die Bühne des Cuvilliés-Theaters. Mit Live-Musik und -Malerei.


Koproduktion des Residenztheater München (DE) mit Ultima Vez (BE). With the support from Tax Shelter measure of the Belgian Federal Government, Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius. Ultima Vez is supported by the Flemish Authorities & the Flemish Community Commission of the Brussels Capital Region.


Unterstützt vom Verein der Freunde des Residenztheaters

Cuvilliéstheater
  • Do 23. Mai 19, 20:00 Uhr
  • Sa 25. Mai 19, 20:00 Uhr
  • So 26. Mai 19, 19:00 Uhr
  • premiere 15 Mär 19
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 30
  • Keine Pause
  • Regie + Choreographie Wim Vandekeybus
  • Bühne Vincent Glowinski + Wim Vandekeybus
  • Kostüme Isabelle Lhoas
  • Musik + Komposition Dijf Sanders
  • Licht Georgij Belaga + Francis Gahide
  • Live-Musik Dijf Sanders
  • Live-Malerei Vincent Glowinski
  • Dramaturgie Götz Leineweber
mit
  • Borna Babić Bakche / Dionysos
  • René Dumont Teiresias
  • Till Firit Pentheus
  • Vincent Glowinski Dionysos / Live-Malerei
  • Zoe Gyssler Bakche / Dionysos
  • Sylvana Krappatsch Agaue
  • Horacio Macuacua Bakche / Dionysos
  • Aymará Parola Bakche / Dionysos
  • Wolfram Rupperti Kadmos
  • Dijf Sanders Semele / Live-Musik
  • Niklas Wetzel Dionysos

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 13

Mark Hollis, 1955–2019, britischer Musiker, Komponist, Sänger und Songschreiber

"Funny how I blind myself. I never knew if I was sometimes played upon. Afraid to lose, I'd tell myself what good you do. Convince myself."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 13

DIE BAKCHEN – LASST UNS TANZEN INHALTSANGABE

Die Feste des Frühlings

Sein Name eignet sich für einen Unglücklichen: Pentheus, junger Herrscher Thebens. Ein gekränkter Gott, Dionysos, fordert ihn heraus und sinnt auf Rache am Grab seiner Mutter Semele. Die Bakchen oder Mänaden tanzen bereits ihm zu Ehren in den Bergen und auch den alten Thebanern juckt das Bein: den blinden Seher Teiresias und Pentheus‘ Großvater Kadmos, Gründervater der Stadt. Bitt’re Schmach für Theben, denn nicht zuletzt kämpft Pentheus gegen die Irrationalität des Rausches und für eine neue, bessere Welt. Soweit die Theorie.

DIE BAKCHEN – LASST UNS TANZEN INHALTSANGABE

Programmheft "Die Bakchen – lasst uns tanzen"

Bild

DIE BAKCHEN – LASST UNS TANZEN (FOTOGALERIE)

"In welcher Welt lebst du?", Verhelst, "Die Bakchen"

Nicht man selbst sein müssen

Zum Ende machen wir noch einmal ernst: Es geht ums Spielen. Eine Tätigkeit, eine Haltung – und eine Grundsatzfrage. Dem Spieler und der Spielerin sind Authentizität und Glaubwürdigkeit, Selbstgewissheit und jene Identität fremd, die mit sich selbst im Reinen, aber arm an Möglichkeiten ist. Sie bestaunen die Zuverlässigkeit, den festen Glauben an eine planbare Zukunft, die Humorlosigkeit, die Geschlossenheit der Weltbilder, die Vergesslichkeit.

Nicht man selbst sein müssen

DAS SPIEL ALS POLITISCHER AKT: Die Spielzeit 2018/19 am Residenztheater

Am 17. Mai stellte Intendant Martin Kušej im Rahmen einer Pressekonferenz sein Programm für die kommende – seine letzte – Spielzeit am Residenztheater vor. Die Spielzeit 2018/19 wird keinesfalls eine Abschiedsspielzeit, sie ist bestimmt von großen anspruchsvollen Produktionen sowie reich an neuen, vielfältigen Spiel- und Erzählformen, mit denen Martin Kušej zusammen mit seinem Ensemble seit 2011 das Residenztheater prägt.

DAS SPIEL ALS POLITISCHER AKT: Die Spielzeit 2018/19 am Residenztheater

Spielzeit 2018/2019

Hier finden Sie eine Übersicht über die Premieren und geplanten Projekte der Spielzeit 2018/19 am Residenztheater! Weitere Infos zu den einzelnen Inszenierungen finden Sie auch in unserem neuen Spielzeitheft, das ab sofort in unseren Spielstätten für Sie bereit liegt und das Sie hier herunterladen (PDF) oder hier direkt online durchblättern können.

Spielzeit 2018/2019

Theater braucht Freunde

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