TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS

Das Resi ist zu, es wird nicht mehr geprobt oder gespielt. In den nächsten Tagen und Wochen nimmt Sie das Resi-Ensemble mit in den neuen Alltag.






QUIZ EINES GESCHLOSSENEN THEATERS

Jedes Theater braucht seine Bühne – oder mehrere! Wie unsere Bühnen des Alltags gerade aussehen und zu wem sie gehören, können Sie in den kommenden Wochen in unserem Instagram-Quiz erraten!

Sehr geehrtes Publikum,

seit dem 11. März können wir aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr für Sie spielen. Wir treffen Sie nicht im Foyer, nicht im Zuschauerraum unserer drei Bühnen, unser Ensemble kann für Sie nicht auftreten – auf diesen Brettern, die für uns die Welt bedeuten. Denn die Welt hat sich verändert – in erschreckendem Ausmaß. Das Geringste, das wir tun können, ist Abstand zu wahren und dadurch die Gefahr gegenseitiger Ansteckung zu minimieren. Diese notwendige Maßnahme trifft unseren Lebensnerv, denn das Theater ist eine Kunstform der Versammlung, und bisher galt: Künstler*innen versammeln sich allabendlich, um für Sie, das versammelte Publikum, Geschichten zu erzählen, leibhaftig zu verkörpern, mittels Sprache und durch die Kraft der geteilten Augenblicke Fragen zu stellen, Antworten zu suchen, Menschliches zu verhandeln.

 

Seitdem wir unsere Türen schließen mussten, versuchen wir, kommende Arbeiten vorzubereiten und unser Angebot für Sie an die aktuellen Bedingungen anzupassen. Wir mussten unseren Betrieb geordnet «herunterfahren» und Produktionen wie beispielsweise «Der Drang» oder «Spiel des Lebens», die kurz vor der Premiere standen, so gut wie möglich für einen späteren Zeitpunkt «konservieren». Und wir denken nach, diskutieren und überprüfen, wie wir weiterhin und alternativ unserer Aufgabe und Bestimmung für Sie nachgehen können.

 

Unser Ensemble hat mit seinem «Tagebuch eines geschlossenen Theaters» längst begonnen, in kurzen Videobotschaften der leeren Bühne kleine Phantasieräume entgegenzuhalten. Darüber hinaus werden wir unser Angebot an Sie in den nächsten Tagen durch unterschiedliche Programme verbreitern. Mehr dazu finden Sie unten und in unseren sozialen Medien.

 

Wir wollen als kulturelle Nahversorgerin versuchen, Ihnen auf unterschiedlichen Kanälen Stücke, Erzählungen, Inszenierungen anzubieten. All das sind Kompromisse, wir versuchen aus der Not eine Tugend zu machen, denn als Ort der Versammlung vermissen wir gerade das – uns mit Ihnen um unsere Kunst zu versammeln. Bis wir dies wieder leibhaftig, ohne technische Vermittlung, direkt und körperlich anwesend tun können, sind wir gezwungen andere Wege zu suchen. Wir freuen uns, wenn Sie diese Wege mit uns gehen, bis wir unsere Türen wieder öffnen können und auf unseren Bühnen und darüber hinaus überall wieder Leben einzieht.

 

Achten Sie auf sich und andere, kommen Sie behütet durch diese schwierige Zeit und seien Sie herzlich gegrüßt,

 

Ihr Andreas Beck

DEMNÄCHST: RESI RUFT AN

Die Schauspieler*innen des Residenztheaters spielen, lesen und erzählen kurze Szenen aus den aktuellen Stücken, Ausschnitte aus Lyrik und Literatur – für Sie ganz persönlich und live am Telefon. In Kürze können Sie hier unter Angabe Ihrer Telefonnummer Ihren Terminwunsch auswählen.

 

DEMNÄCHST: RESI LIEST VOR

«Gullivers Reisen» von Jonathan Swift


Stechen Sie in See und entdecken Sie mit Jonathan Swifts Gulliver und dem Ensemble des Residenztheaters ferne Länder! In einer Marathonlesung mit täglichen Podcast-Folgen widmet sich das Residenztheater diesem Klassiker der Weltliteratur.

TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS

TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS ist ein Beitrag des Residenztheater-Ensembles zur gegenwärtigen Situation: Das Resi ist zu, es wird nicht mehr geprobt oder gespielt. In den nächsten Tagen und Wochen nimmt Sie das Resi-Ensemble mit in den neuen Alltag. *Video: Jonas Alsleben in Zusammenarbeit mit Pia Händler und Max Rothbart*

Unterstützen Sie freischaffende Künstler*innen!

Spenden Sie Ihr Ticket!

Sie möchten das Bayerische Staatsschauspiel oder von der Schließung besonders betroffene Künstler*innen unterstützen? Den Wert Ihrer Tickets können Sie anstelle einer Rückzahlung auch spenden: Bitte schreiben Sie in diesem Fall eine E-Mail an tickets@residenztheater.de.

 

Sollten wir Ihnen den Kartenwert bereits zurücküberwiesen haben, ist es auch möglich, im Nachhinein zu spenden. 


Bei Spenden bis zu 200 Euro an das Bayerische Staatsschauspiel genügt der Zahlungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt. Bei höheren Spendenbeträgen erhalten Sie selbstverständlich einen Spendenbeleg.

 

Bitte überweisen Sie den Spendenbetrag an folgendes Konto:

 

Kontoinhaber: Staatsoberkasse Bayern in Landshut
IBAN: DE75 7005 0000 0001 1903 15
BIC: BYLADEMMXXX
Bayerische Landesbank München
Verwendungszweck: BKZ 5304.5402.7356, Kap. 1582, Spende statt Ticketerstattung

Coronavirus

Laut Kabinettsbeschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 10. März 2020 dürfen vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 an den Bayerischen Staatstheatern vom 11. März 2020 bis 19. April 2020 keine Vorstellungen mehr stattfinden. Auch Führungen und unser Begleitprogramm sowie Veranstaltungen an anderen Spielorten und Schulen sind davon betroffen.

Über die Verlegung der drei für 12. März 2020 («Der Drang»), 20. März 2020 («Spiel des Lebens») und 27. März 2020 («Engel in Amerika») geplanten Premieren und ggf. erforderliche Spielplanänderungen ab 20. April 2020 informieren wir Sie zeitnah.

 

Vorverkauf Mai

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist die Veröffentlichung des Spielplans für den Monat Mai und der Vorverkaufsstart für alle Mai-Vorstellungen bis auf Weiteres verschoben. Über den Fortlauf unseres Spielplans und einen neuen Vorverkaufstermin werden wir Sie informieren. 

 

INFORMATIONEN ZUR KARTENRÜCKGABE

Alle Informationen zum aktuellen Vorstellungsbetrieb und zur Kartenrückgabe finden Sie hier

Lichtinstallation «Silver Cloud» von Ingo Maurer

Eine Installation des Lichtkünstlers Ingo Maurer setzt das Zeichen des Neuanfangs am Residenztheater auch nach außen: Die «Silver Cloud» hängt in exponierter Lage im Foyer «Zur Schönen Aussicht» – eine Setzung, die Innen und Außen verbindet.

 

«Ingo Maurer ist einer der bekanntesten Lichtkünstler und der Grandseigneur unter den Lichtgestaltern unserer Zeit. Seine Lichtkompositionen für öffentliche Räume und Plätze sind hier in München, seinem Zuhause, wie in der ganzen Welt bekannt. Ingo Maurer ist fasziniert von der Immaterialität des Lichts und spielt gekonnt mit Luft und Leichtigkeit, mit Farbe und Spiegelungen. Für das Residenztheater hat er nun einen roten LED-Schriftzug für die Glasfassade konzipiert und mit der ‹Silver Cloud› ein sich stetig veränderndes, in Bewegung befindliches Objekt geschaffen, welches eindrücklich mit der Transitorik des Theaters kokettiert wie die spielerische Realität unserer Kunst einfängt.» Andreas Beck

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