Heute

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von Jean Genet
19:00 Marstall

Heute

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von Michael Frayn
19:30 Residenztheater

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 12

Der Abschied von den Spielen der Kinderzeit ist kein leichter. Düster beschreibt dies Ingeborg Bachmann, Diva der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, in ihrem Gedicht "Das Spiel ist aus".

"Wir müssen schlafen gehn, Liebster, das Spiel ist aus. Auf Zehenspitzen. Die weißen Hemden bauschen. Vater und Mutter sagen, es geistert im Haus, wenn wir den Atem tauschen."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 12
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ELEKTRA INHALTSANGABE

Bei ihrem ersten uns bekannten Auftritt auf der Bühne des klassischen griechischen Theaters, in den Choephoren des Aischylos, steht Elektra auf der Schwelle zwischen Matriarchat und Patriarchat. Ihr Vater Agamemnon hatte ihre Schwester Iphigenie für guten Wind auf dem Weg in den trojanischen Krieg geopfert. Nach dem Sieg der Griechen war er mit der trojanischen Prinzessin Kassandra nachhause zurückgekehrt. Seine Frau Klytämnestra ermordete mit ihrem Liebhaber Ägisth den Heimkehrer im Bad.

ELEKTRA INHALTSANGABE
Elektra 
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„Für uns ist die Ausei-nander-setzung mit dem Mythos eine große avan-tage“, Hugo von Hof-manns-thal über "Elek-tra"

WAS HEIßT SPIELEN?

Ein ludisches Serienformat

Die Spielzeit #resi1819 widmet sich dem Spiel – als emanzipatorischem Akt und ludischem Trieb. An dieser Stelle finden sich daher keine glaubwürdigen, authentischen oder selbstgewissen Texte, die mit sich im Reinen sind. Aber dafür sind sie reich an Möglichkeiten: Sie rechnen mit nichts, außer mit Ihnen als Leser, und genießen gemeinsam die Fähigkeit, nicht ganz bei sich sein zu müssen, eine Differenz zu spüren, also Freiheit. Zum Ende machen wir nochmal ernst: Es geht ums Spielen. Nur was bedeutet das eigentlich? Und für wen?

WAS HEIßT SPIELEN?

Nicht nur erste Male sind aufregend, auch abschließende Gelegenheiten haben ihren Reiz ... und diese häufen sich in der letzten Spielzeit von Martin Kušej. Nutzen Sie also die letzten Chancen, folgende #Resi-Inszenierungen DAS LETZTE MAL vor Ihrer Abspielung zu sehen:
 

 

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Bleistift und Spitze

"Ich mag es nicht, Kostüme zu machen, ich möchte Charaktere erschaffen", sagt Kristīne Jurjāne, Kostümbildnerin der Neuinszenierung von Anton Tschechows "Die Möwe" im Cuvilliéstheater. Mit Regisseur Alvis Hermanis verbindet sie bereits eine langjährige Zusammenarbeit. MEHR ...
Bleistift und Spitze

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 11

Phil "The Power" Taylor, über seine Anfänge als Profidarter – er wurde 16 Mal Weltmeister im Steeldarts.

"Ich habe bei jedem Turnier bis zu 800 Euro für Anreise, Hotel und Startgebühr bezahlt. Die Siegprämie betrug aber nur 1000 Euro. Ich musste also jedes Mal das Turnier gewinnen, um meine Kosten zu decken."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 11

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 10

Der Maler und Schriftsteller Wolfgang Herrndorf veröffentlichte im Internetforum "Wir höflichen Paparazzi" Beiträge unter dem Pdeudonym "Stimmen". Unter diesem Titel wurde nun posthum eine Auswahl an texten publiziert.

"Ich war oft allein, litt aber keine Langeweile. Nur meine Mutter muss um meine Entwicklung besorgt gewesen sein; sie unternahm allerlei Versuche, mir Spielkameraden zu besorgen. Ich hatte sie nicht darum gebeten, und es war grauenvoll. schon als ich noch ganz klein war, sagte sie auf dem Spielplatz oder am Strand oder sonst wo, kaum dass wir angekommen waren, immer in dringlichem Tonfall. "Guck mal, da sind ganz viele Kinder.

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 10

STILLE NACHBARN INHALTSANGABE

Azar Mortazavi beschreibt einen Mikrokosmos von vier Menschen, die wie einsame Planeten zu ihrem je eigenen Weg verdammt scheinen, während sie unvermeidlich die Bahnen der anderen beeinflussen, diese kreuzen und dabei manchmal kollidieren. Charlotte Grau, demenzkrank, verliert schon seit längerem das Gefühl für Ereignisse und Zeit.

STILLE NACHBARN INHALTSANGABE
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STILLE NACHBARN (FOTOGALERIE)

"Vor Jahr-hundert-en hat man dafür das Wort 'Zufall' erfunden." (Josep Maria Benet i Jornet, "Begeh-ren")

"Wer sind wir, wenn wir unsere Welten verlieren? / Wohin lösen wir uns auf?" (Morta-zavi, Stille Nach-barn)

 

DIE MÖWE INHALTSANGABE

In Russland am Ende des 19. Jahrhunderts: Konstantin schreibt ein Stück für seine Geliebte Nina. Er fühlt sich zurückgesetzt von seiner berühmten Mutter, der Schauspielerin Arkadina, und ihrem Freund, dem Schriftsteller Trigorin. Die Aufführung misslingt. Nina fühlt sich zu Trigorin hingezogen, folgt ihm nach Moskau, bekommt ein Kind, will Schauspielerin werden. Trigorin verlässt sie, das Kind stirbt, die Karriere scheitert. Sie sucht Konstantin einige Jahre später wieder auf. 

DIE MÖWE INHALTSANGABE

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 9

Jürgen Holtz ist der "wahrscheinlich dienstälteste Schauspieler des Landes" (SZ) und spielte Mitte der 80er Jahre am Residenztheater.

"Der Beruf heißt Schauspieler, und nicht Schau-Prediger oder Schau-Selbstdarsteller. Und dieses Spiel hat mit Freiheit zu tun und mit Weltvergessenheit. Man stellt sich auf die Bühne und ist nackt, egal ob man was anhat oder nicht. Man steht im Licht, und die anderen sitzen im Dunkeln und können einen mit Kirschkernen bespucken. ich habe das erlebt, Kirschkerne vom ersten Ranges."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 9

RESI UNTER STROM – NUR NOCH BIS 19. MAI! Aufgrund der zwingend notwendigen Sanierung der Stromversorgung muss die Spielzeit #resi1819 an der Spielstätte Residenztheater leider verkürzt werden. Im Cuvilliéstheater sowie dem Marstall läuft der Spielbetrieb aber normal bis zur regulären Sommerpause Ende Juli 2019 weiter!

 

 

 

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"Nimm mich, bring mich weg von hier, aber bitte, lass mich nicht allein…" Tsche-chow, "Die Möwe"

 

DIE MARQUIS POSAS MÜSSEN GELÜFTET WERDEN. KOMMENTAR ZUR FOLGE 10

Die 10. und letzte Folge der „Demokratielesungen“ widmete sich nach Stationen in den Revolutionsjahren 1848, 1918 und 1968 der aktuellen Gegenwart. Zum Abschluss der Reihe blickte Markus Ostermair in seinem Romanmanuskript "Der Sandler" auf Orte, an denen schamvolles Schweigen herrscht, wo es keine Erfolgs- und Fortschrittsgeschichten gibt. MEHR ...
DIE MARQUIS POSAS MÜSSEN GELÜFTET WERDEN. KOMMENTAR ZUR FOLGE 10
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DER SPIELER INHALTSANGABE

Mit dem „Spieler“ setzte Dostojewskij alles auf eine Karte. Im Austausch von 3000 Rubel versprach er dem Verleger Stellowski einen neuen Roman binnen einen Jahres. Bei Versäumnis der Frist sollte der junge Schriftsteller ihm die Rechte an allen zukünftigen Werken abtreten. Knapp vor Ablauf der Frist diktierte Dostojewskij den fiebrigen Roman in nur 26 Tagen einer Stenografin: „Der Spieler“ ist ein biographischer Wendepunkt, Dostojewskij schreibt sich damit in die Weltliteratur ein.

DER SPIELER INHALTSANGABE

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 8

Immanuel Kant, "Kritik der reinen Vernunft"

"Warum ist das Spiel (vornehmlich um Geld) so anziehend und, wenn es nicht gar zu eigennützig ist, die beste zerstreuung und Erholung nach einer langen Anstrengung der Gedanken; denn durch Nichtstun erholt man sich nur langsam? Weil es der zustand eines unablässig wechselnden Fürchtens und Hofens ist."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 8

"Zu den höchs-ten west-lichen Werten zählt was? – Ka-pi-tal-an-häu-fung. Ach, was rede ich, sie ist der höchste Wert!" (Dosto-jewskij, "Der Spieler")

DER SPIELER (FOTOGALERIE)

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Kurz + Knackig: Regisseure vor der Premiere

In der Spielzeit #resi1819 starten wir mit einer neuen Reihe auf unserer Website und den Social Media Kanälen: Hinter den Kulissen und während der Probenarbeiten entstehen kleine Portraits zu unseren Premieren-Regisseuren: kurz und knackig! MEHR ...
Kurz + Knackig: Regisseure vor der Premiere