Heute: Residenztheater, 20.00 Uhr

München redet

Diskussionsreihe in Kooperation mit der «Süddeutschen Zeitung»
Heute: Marstall, 20.00 Uhr

Urteile (revisited) – Nach dem Prozess

Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi
#resiurteile

Unsere Zeit

Simon Stones neuestes Theaterstück, «Unsere Zeit», entstand frei nach Motiven Ödön von Horváths. Was darf man sich darunter vorstellen?

Horváths Dramen und dessen Prosawerk im Blick habend, griff der international gefeierte australische Autor und Regisseur einzelne Erzählstränge und Figurenperspektiven aus Horváths Gesamtwerk auf und katapultierte diese im Zuge seines Schreibprozesses in unsere Gegenwart.

«Ich glaube, meine Figuren sind Menschen, mit denen Horváth sich heute beschäftigen würde. Ich versuche – obwohl das natürlich unmöglich ist – sozusagen Horváths Brille aufzusetzen und die Welt durch sie zu sehen und darüber nachzudenken, welche Phänomene ihn interessieren würden, weil er ein soziologischer oder anthropologischer Autor war. Es gibt viele Parallelen, die Figuren sind verwandt.» (Simon Stone)

«Wir arbeiten mit dem, was da ist.»

So beschreibt der Souffleur Thomas Rathmann die Grundprämisse seiner Arbeit mit den Schauspieler*innen.

In Antonio Latellas Bearbeitung von «Cyrano de Bergerac» fehlt fast alles: Bühnenbild, Figuren und der gereimte Originaltext.

Ist es Zufall, dass die Theatermacher*innen sich gerade jetzt, wo wir Sie, das Publikum so lange vermisst haben, mit dem Wesen des Mangels beschäftigen?

Erinnerung und Vermächtnis

Die Uraufführung von Alfred Neumanns Roman «Es waren ihrer sechs» führt die programmatische Linie weiter, die mit Judith Herzbergs Stücktrilogie «Die Träume der Abwesenden» zu Beginn der Spielzeit gesetzt wurde: Es geht um Erinnerung und Vermächtnis; darum was Erinnerungskultur bis heute leistet und wie sie künftig aussehen kann. Der bewusste Wille zum Vergessen, der Wunsch nach einem Schlussstrich wird zusehends lauter formuliert und die nur noch wenigen lebenden Zeitzeugen immer weniger gehört.

Für Ihren Theaterbesuch gelten die 3G+-Regeln!

Alle Spielstätten des Residenztheaters Residenztheater, Marstall und Cuvilliéstheater sind wieder in voller Kapazität geöffnet.

 

  • Der Vorstellungsbesuch ist nur für Personen mit einem negativen PCR-Test (max. 48 Stunden alt), für vollständig geimpfte oder nachweislich genesene Personen möglich.
  • Im Theater entfällt damit die Maskenpflicht.
  • Kinder unter sechs Jahren, noch nicht eingeschulte Kinder und Kinder, die sich in der regelmäßigen Schultestung befinden, sind von der 3G-Plus-Regelung ausgenommen. Schüler*innen müssen ausschließlich einen Schulausweis oder ein vergleichbares Dokument, das den Schulstatus nachweist, vorlegen.

Selbstverständlich werden wir weiterhin sämtliche Hygieneregeln umsetzen. Zudem beobachten wir die Entwicklungen täglich und halten Sie über etwaige Änderungen bezüglich Ihres Vorstellungsbesuchs auf dem Laufenden.



Ergänzungen zu den Benutzungsbedingungen der Bayerischen Staatstheater aufgrund der aktuellen Situation (SARS-CoV-2)

Plakatkampagne 2021/2022

Andreas Beck, Staatsintendant Residenztheater, und Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Sammlungsleiter Gegenwartskunst Bayerische Staatsgemäldesammlungen/Pinakothek der Moderne, sind an in München lebende und/oder arbeitende Künstler*innen herangetreten, die Stückplakate und Programmhefttitel der neuen Inszenierungen der Spielzeit 2021/2022 für das Münchner Residenztheater zu visualisieren.

 

Andreas Beck: «Kunst ist mitunter auch ein Re-Agieren auf das Können der Anderen. Theaterplakate sind immer Versprechungen. Theater und Bildende Kunst gehen seit jeher Hand in Hand. In dieser Spielzeit, nach der langen Schließung, sind viele unserer Produktionen schon weiter gediehen als sonst üblich. Auf diesem Umstand basiert unsere Zusammenarbeit. Bildende Künstler*innen unserer Stadt wählten Motive für Plakate zu unseren Theaterarbeiten aus; eine Reaktion auf die Arbeit der darstellenden Kolleg*innen. Die bildende Kunst spiegelt unsere Theaterarbeiten, ganz direkt und gleich vor Ort. So entstehen neue Allianzen.»

Die Motive der ersten sieben Stückplakate stammen von Boban Andjelkovic, Gabi Blum, Eva Leitolf, Mehmet & Kazim, Beate Passow, Gülbin Ünlü und Johannes Tassilo Walter. Motive von Miro Craemer, Nana Dix, Philipp Gufler, Caro Jost u.a. werden folgen.

 

Eine Kooperation von Residenztheater und Pinakothek der Moderne