(Récits de certains faits) von Yasmina Reza
Inhalt
Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen – und fängt wie nebenbei ein Panorama der menschlichen Existenz ein. Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein.
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Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen. Sie stellt emotionale Ausbrüche neben nüchterne Sachberichte, monströse Gewalttaten neben Betrugsdelikte und unterlassene Hilfeleistung. Wie nebenbei fängt sie dabei ein Panorama der menschlichen Existenz ein – vom Prekariat bis in die obersten Regierungskreise.
Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein und lässt Ensemble und Publikum die Prozesse gemeinsam Revue passieren. Wie weit lässt sich ein Fall vor Gericht überhaupt rekonstruieren? Welche Fakten sind ausschlaggebend für unsere Parteinahme, für unsere Empathie? Oder ist, wie im Theater, letztendlich die Performance im Zeugenstand ausschlaggebend?
«Die Rückseite des Lebens» ist ein Plädoyer für die Fragilität eines jeden Lebens und unserer Annahmen von Gerechtigkeit.