Marat/Sade

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
von Peter Weiss
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 24 Apr
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Marstall, 20.00 Uhr
Do 7 Mai
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 8 Mai
19.30 Uhr Einführung
Marstall, 20.00 Uhr
Do 28 Mai
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MARAT/SADE
Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
von Peter Weiss
Premiere 21. März 2026
Marstall
2 Stunden
Keine Pause

In dieser Inszenierung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz und es gibt ein lautes Knallgeräusch.

Inhalt

In Peter Weiss’ bahnbrechendem Stück treffen zwei von der Französischen Revolution Desillusionierte und Verfechter des Exzesses aufeinander: Marat vs. Sade. Ein Streitgespräch zwischen Marat, dem Befürworter des Terrors, und dem Marquis de Sade, dem Meister der Eskapaden, über die alles entscheidende Frage, ob eine Veränderung der Verhältnisse überhaupt möglich ist. Und falls ja, um welchen Preis? Und mit welchen Mitteln? «Marat/Sade» ist ein Spektakel des Übergangs, der Zeitenwende und des Zweifelns.

«Wir sind die Erfinder der Revolution»  

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Der ausführliche Titel von Peter Weiss’ bahnbrechendem Theaterstück bringt die Versuchsanordnung schon ziemlich genau auf den Punkt: In der Heilanstalt von Charenton südöstlich von Paris spielt man Theater. Vor eigens angereistem Publikum und unter der Aufsicht des Pflegepersonals und Anstaltsleiters zeigen die Patient*innen ein bizarres True-Crime-Schauspiel über den Mord an Jean Paul Marat, dem in seiner eigenen Badewanne erdolchten Revolutionär.

Regisseur und Autor dieser Aufführung ist der berüchtigte Meister der Ausschweifungen und Grenzüberschreitung Marquis de Sade – selbst Patient der Anstalt. Und so treffen in diesem Spiel im Spiel zwei von der Französischen Revolution Desillusionierte und Verfechter des Exzesses aufeinander: Der Marquis der Eskapaden im Streitgespräch mit Marat, dem Befürworter des Terrors, über die alles entscheidende Frage, ob eine Veränderung der Verhältnisse überhaupt möglich ist. Und falls ja, um welchen Preis? Und mit welchen Mitteln? Der revolutionäre Geist ist da schon längst verpufft, im Blutrausch versunken und von der Restauration erstickt worden. Und es sind die Kranken, psychisch Versehrten und von der Gesellschaft Ausgeschlossenen, welche die Anstalt zur Bühne machen und zurückkehren zu den Kernfragen einer verpufften Utopie. Ein rituelles Spiel unter dem Deckmantel vorgeblicher Heilung, auf der Suche nach Entgrenzung oder Erkenntnis – oder nach beidem oder etwas ganz anderem.

Peter Weiss’ 1964 uraufgeführtes Stück ist ein Spektakel des Übergangs, der Zeitenwende und des Zweifelns und passt vielleicht gerade darum so frappierend ins Heute – inszeniert von Claudia Bossard, die mit «Marat/Sade» zum ersten Mal am Residenztheater arbeitet.

Zum Inhalt

Die Inszenierung enthält Beschreibungen von körperlicher Gewalt. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen unter besucherservice@residenztheater.de.

Theaterpädagogisches Begleitprogramm

Sie planen einen Theaterbesuch mit Schüler*innen, Studierenden oder einer anderen Gruppe und wünschen sich ein theaterpädagogisches Begleitprogramm? Schreiben Sie an resi.alle@residenztheater.de.

Vorspiel

VORSPIEL - DIE RESI-AUDIOKURZEINFÜHRUNG

Marat/Sade

Perfekt für den Weg ins Theater: Mit dem VORSPIEL des Residenztheaters in wenigen Minuten bestens auf die Inszenierung vorbereitet. In unseren Audiokurzeinführungen erfährt man alles Wichtige, kurz und knapp – einfach reinhören und entspannt in den Theaterabend starten!

Mehr zu Stück und Autor

Ein Gespräch mit Regisseurin Claudia Bossard über «Marat/Sade» sowie Informationen zu Leben und Werk von Peter Weiss.

Digitaler Büchertisch

IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER

Literaturempfehlungen aus der Dramaturgie
«Der Schatten des Körpers des Kutschers»
von Peter Weiss


«Die Ästhetik des Widerstands»
von Peter Weiss


«Die Idee des Sozialismus»
von Axel Honneth


«Die Französische Revolution»
von Hans-Ulrich Thamer


«Tugend und Terror»
von Johannes Willms

Künstlerische Leitung

Inszenierung Claudia Bossard
Kostüme Andy Besuch
Licht Verena Mayr
Dramaturgie Ewald Palmetshofer

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