Spielplan

Filter zurücksetzen
Heute

01 Okt

Samstag

Sa 01 Okt

Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr

Medea

nach Euripides
Abo 62
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»

Sa 01 Okt

Marstall, 20.00–22.00 Uhr

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Preise U

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»

02 Okt

Sonntag

So 02 Okt

Residenztheater, 17.00–22.30 Uhr

Engel in Amerika

von Tony Kushner
Münchner Premiere
Premium 01 B
Preise H

«Teil I: Die Jahrhundertwende naht»

«Teil II: Perestroika»

Tony Kushners fantasieüberbordendes Theaterepos ist die Analyse einer an sich selbst erkrankten Gesellschaft und stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus der Reagan-Ära.

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert New York City. Louis verlässt panisch seinen erkrankten Freund Prior und verliebt sich in den konservativen Anwalt Joe. Dessen beruflicher Mentor ist Roy Cohn, ein republikanischer Anwalt, der sich ebenfalls mit HIV infiziert hat und der bis zu seinem letzten Atemzug seine Diagnose leugnet. Dann bricht ein Engel durch Priors Schlafzimmerdecke. Ist Rettung in Sicht?

Zum Stück «Engel in Amerika»
Entfällt wegen Erkrankung im Ensemble. Stattdessen: MEDEA. Bereits erworbene Karten und das Abo Premium 01 B behalten ihre Gültigkeit.

So 02 Okt

Residenztheater, 17.00–19.15 Uhr

Medea

nach Euripides
Premium 01 B
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»

So 02 Okt

Marstall, 19.00–20.30 Uhr

Die Spiele müssen weitergehen – München 1972

Dokumentartheater von dura & kroesinger
Uraufführung
Preise V

«Natürlichkeit, Spontaneität, Heiterkeit, Modernität»: Mit den Olympischen Spielen macht München 1972 einen riesigen Schritt in die Zukunft. Die Trümmerberge auf dem Oberwiesenfeld werden zur grünen Idylle, die Stadt erhält die erste U-Bahn, es entsteht ein Stadion ohne Wände mit einem  Sicherheitskonzept ohne Uniformen und Waffen. Warum trotzdem die Gewalt im olympischen Dorf Einzug hielt und welche Zusammenhänge zu extremistischen Haltungen bestehen, die aus der Vergangenheit und bis in unsere Gegenwart reichen, untersucht das für ihr dokumentarischen Ansatz bekannte Regieteam Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger.

Zum Stück «Die Spiele müssen weitergehen – München 1972»

03 Okt

Montag

Mo 03 Okt

Residenztheater, 18.30–21.25 Uhr | 18.00 Uhr Einführung

Spiel des Lebens

Die Kareno-Trilogie («An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte») von Knut Hamsun
Abo 12
Preise G

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Zum Stück «Spiel des Lebens»

04 Okt

Dienstag

Di 04 Okt

Residenztheater, 19.30–21.15 Uhr

Gier unter Ulmen

von Eugene O'Neill
Abo 24
Preise F

Auf einer Farm in Neuengland lebt der alte Patriach Ephraim Cabot mit seinen drei Söhnen, die er mit puritanischer Strenge zur Arbeit anhält. Als er ihnen die wesentlich jüngere Abbie als seine neue Frau und somit als nächsten Erben seines Guts vorstellt entfacht eine Familientragödie von antiker Wucht. Während die älteren Brüder dem Ruf des Goldes nach Kalifornien folgen, entsteht zwischen dem jüngsten Sohn Eben, seinem Vater und seiner Stiefmutter eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation.

Zum Stück «Gier unter Ulmen»

Di 04 Okt

Marstall, 20.00–21.30 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt
Preise U

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind.

Zum Stück «(Nicht)Mütter!»

05 Okt

Mittwoch

Mi 05 Okt

19.00–20.30 Uhr

Die Nacht kurz vor den Wäldern

von Bernard-Marie Koltès
Preise 20€

Der erste Theatertext von Bernard-Marie Koltès ist ein abgründiger Monolog, der den französischen Dramatiker 1977 mit einem Schlag berühmt machte: Er zeigt einen getriebenen Menschen auf der Suche nach menschlicher Nähe. In der Inszenierung folgt das Publikum dem Schauspieler Michael Wächter auf seinem Weg in die Nacht durch den Stadtraum und per Kopfhörer seinem inneren Monolog.

Zum Stück «Die Nacht kurz vor den Wäldern»

Mi 05 Okt

Residenztheater, 20.00–21.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

Finsternis

von Davide Enia
Deutschsprachige Erstaufführung
Abo 34
Preise D

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Zum Stück «Finsternis»

Mi 05 Okt

Marstall, 20.00–21.30 Uhr | anschließend Publikumsgespräch | GUCK-RESI - lieber gemeinsam ins Theater | Karten 15 Euro (Kontingent) | nur mit Anmeldung unter resi.alle@residenztheater.de

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt
Preise U

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind.

Zum Stück «(Nicht)Mütter!»

06 Okt

Donnerstag

Do 06 Okt

Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr

Werther

Ein theatralischer Leichtsinn von Johann Wolfgang Goethe mit Texten von Karoline von Günderrode
Abo 41
Preise E

«Die Leiden des jungen Werther» geriet 1774 zur literarischen Sensation. Elsa-Sophie Jach adaptiert den erstaunlich modernen, flirrenden Briefroman Goethes über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderode.

Zum Stück «Werther»

Do 06 Okt

21.30–22.20 Uhr

Mars

von Fritz Zorn
Preise 20€

Erst die physische Qual seiner Krebserkrankung durchbricht für Fritz Zorn den Schutzschild einer anerzogenen «Unempfindlichkeit der Seele», erst der drohende Tod weckt seinen Widerstand gegen das Nichtlebendürfen: «Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.» Mit diesen Worten beginnt der Schweizer Autor Fritz Zorn seine Abrechnung mit Herkunft, Familie und Erziehung. Aber: Die Besinnung auf den Tod ist auch eine Besinnung auf Freiheit. Die Kunst zu sterben, befreit den einzelnen von jeder Unterwürfigkeit und allem Zwang und bietet durch die Akzeptanz der eigenen Finalität die Möglichkeit, sich als Teil eines übergeordneten Transformationsprozesses wahrzunehmen.


Für Ensemblemitglied Max Mayer und Bühnenbildner Jonas Vogt bildet die Besonderheit des Areals hinter dem Marstall die Grundlage für ihre installative Auseinandersetzung mit Existenz, Verlust, Trauer und Transformation.
 

Treffpunkt: Marstall Foyer 
Die Vorstellung findet im Freien statt. Bitte achten Sie ggf. auf festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Freie Platzwahl, ohne Bestuhlung (Klapphocker ggf. vorhanden)


Bitte informieren Sie sich am Tag der Vorstellung ab 17 Uhr, ob die Vorstellung wetterbedingt stattfinden kann.

Zum Stück «Mars»

07 Okt

Freitag

Fr 07 Okt

Residenztheater, 20.00–21.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

Finsternis

von Davide Enia
Deutschsprachige Erstaufführung
Abo 54
Preise D

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Zum Stück «Finsternis»

08 Okt

Samstag

Sa 08 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Premiere

Warten auf Platonow

von Thom Luz nach Motiven von Anton Tschechow
Preise F

Hausregisseur Thom Luz übersetzt das Dasein des typisch tschechowschen Personals aus ergebenem Bediensteten, verarmten Gutbesitzerinnen, vergeblich Liebenden und verhinderten Revolutionären in klingende Bilder, Gesänge von Gestern und Heute und poetische Choreografien. Er zeichnet eine Gesellschaft, die sich in ihrem Hamsterrad bequem eingerichtet hat und genauso hoffnungsvoll wie tatenlos auf bessere Zeiten wartet.

Zum Stück «Warten auf Platonow»

Sa 08 Okt

Residenztheater, 20.00–21.45 Uhr

Gier unter Ulmen

von Eugene O'Neill
Abo 61
Preise F

Auf einer Farm in Neuengland lebt der alte Patriach Ephraim Cabot mit seinen drei Söhnen, die er mit puritanischer Strenge zur Arbeit anhält. Als er ihnen die wesentlich jüngere Abbie als seine neue Frau und somit als nächsten Erben seines Guts vorstellt entfacht eine Familientragödie von antiker Wucht. Während die älteren Brüder dem Ruf des Goldes nach Kalifornien folgen, entsteht zwischen dem jüngsten Sohn Eben, seinem Vater und seiner Stiefmutter eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation.

Zum Stück «Gier unter Ulmen»

Sa 08 Okt

Marstall, 20.00–21.30 Uhr

Die Spiele müssen weitergehen – München 1972

Dokumentartheater von dura & kroesinger
Uraufführung
Preise V

«Natürlichkeit, Spontaneität, Heiterkeit, Modernität»: Mit den Olympischen Spielen macht München 1972 einen riesigen Schritt in die Zukunft. Die Trümmerberge auf dem Oberwiesenfeld werden zur grünen Idylle, die Stadt erhält die erste U-Bahn, es entsteht ein Stadion ohne Wände mit einem  Sicherheitskonzept ohne Uniformen und Waffen. Warum trotzdem die Gewalt im olympischen Dorf Einzug hielt und welche Zusammenhänge zu extremistischen Haltungen bestehen, die aus der Vergangenheit und bis in unsere Gegenwart reichen, untersucht das für ihr dokumentarischen Ansatz bekannte Regieteam Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger.

Zum Stück «Die Spiele müssen weitergehen – München 1972»

09 Okt

Sonntag

So 09 Okt

Residenztheater, 16.00–17.20 Uhr | mit Kinderbetreuung | Anmeldung unter tickets@residenztheater.de

Der Kreis um die Sonne

von Roland Schimmelpfennig
Uraufführung/Auftragswerk
Abo 82
Preise F

Roland Schimmelpfennig, einer der renommiertesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker*innen, entwirft in raffinierten Zeitsprüngen, markanten Brüchen bzw. klug konstruierten Übergängen das kaleidoskopartige Bild einer Gesellschaft zu Beginn einer Pandemie. Er zeigt seine Figuren bei losen Begegnungen und beiläufigen Gesten und erstellt so in präzisen, poetisch verdichteten Konversationssplittern, Miniaturen und Momentaufnahmen eine Kartografie der Krise.

Zum Stück «Der Kreis um die Sonne»

So 09 Okt

Marstall, 19.00–20.20 Uhr

Erinnerung eines Mädchens

von Annie Ernaux
Uraufführung
Preise V

In ihrer 2016 erschienenen autobiografischen Erzählung «Erinnerung eines Mädchens» unternimmt die französische Autorin Annie Ernaux den Versuch, einem zutiefst prägenden Ereignis in ihrem Leben auf die Spur zu kommen. Was ist ihr, der damals achtzehnjährigen jungen Frau, im Sommer 1958 widerfahren? Zwischen Erinnerungsbruchstücken, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und jahrzehntealten Fotografien unternimmt die Autorin eine nahezu forensische Analyse des Geschehenen, seiner Auswirkungen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sexuellen Doppelmoral, die Männern und Frauen gänzlich unterschiedliche Formen der «Freiheit» zuzusprechen respektive zu verwehren pflegt. «Erinnerung eines Mädchens» zeigt die schmerzhafte Auseinandersetzung der fast Achtzigjährigen mit sexueller Scham, Ohnmacht und Selbstermächtigung und ist – kurz vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung erschienen – ein berührendes und zutiefst politisches Dokument vom Ende des Schweigens.

Zum Stück «Erinnerung eines Mädchens»

10 Okt

Montag

Mo 10 Okt

Residenztheater, 20.00–22.40 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen

von PeterLicht nach Molière
Münchner Premiere
Abo 13
Preise F

PeterLicht operiert mit dem Personal des Molière'schen Originals, seine literarischen Nachfahren sind allerdings einem Übermaß an Freiheit(en) ausgesetzt: In säkularen Zeiten herrscht der Horror Vacui und so erhofft und fürchtet die «sozial miteinander connectete Skulptur» das Erscheinen Tartuffes, der als Wunschmaschine und Projektionsfläche dient.

Zum Stück «Tartuffe oder Das Schwein der Weisen»

Mo 10 Okt

Marstall Café, 20.00 Uhr

Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht

Solo von Valentino Dalle Mura über sein Lieblingscomic
Preise 20€

Ensemblemitglied Valentino Dalle Mura ist seit frühester Kindheit Batman-Fan. Nachdem er zwei Jahrzehnte lang hunderte Comics und alle Verfilmungen verschlungen hat, teilt er nun sein großes Spezialwissen mit dem Publikum, fragt sich aber auch, was für ein Männer- und Heldenbild er dabei eigentlich verehrt hat.

Zum Stück «Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht»

11 Okt

Dienstag

Di 11 Okt

Residenztheater, 18.30–21.25 Uhr

Spiel des Lebens

Die Kareno-Trilogie («An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte») von Knut Hamsun
Abo 23
Preise G

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Zum Stück «Spiel des Lebens»

Di 11 Okt

Cuvilliéstheater, 20.00–21.30 Uhr

Lola M.

Konzertante Version von und mit Georg Ringsgwandl
Preise G

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Zum Stück «Lola M.»

12 Okt

Mittwoch

Mi 12 Okt

Residenztheater, 20.00–22.15 Uhr

Medea

nach Euripides
Abo 33
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»

13 Okt

Donnerstag

Do 13 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30–21.00 Uhr

Lola M.

Konzertante Version von und mit Georg Ringsgwandl
Preise G

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Zum Stück «Lola M.»

Do 13 Okt

Residenztheater, 20.00–21.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

Finsternis

von Davide Enia
Deutschsprachige Erstaufführung
Abo 43
Preise D

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Zum Stück «Finsternis»

14 Okt

Freitag

Fr 14 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung

Warten auf Platonow

von Thom Luz nach Motiven von Anton Tschechow
Preise F

Hausregisseur Thom Luz übersetzt das Dasein des typisch tschechowschen Personals aus ergebenem Bediensteten, verarmten Gutbesitzerinnen, vergeblich Liebenden und verhinderten Revolutionären in klingende Bilder, Gesänge von Gestern und Heute und poetische Choreografien. Er zeichnet eine Gesellschaft, die sich in ihrem Hamsterrad bequem eingerichtet hat und genauso hoffnungsvoll wie tatenlos auf bessere Zeiten wartet.

Zum Stück «Warten auf Platonow»

Fr 14 Okt

Residenztheater, 20.00–21.30 Uhr

Werther

Ein theatralischer Leichtsinn von Johann Wolfgang Goethe mit Texten von Karoline von Günderrode
Abo 51
Preise E

«Die Leiden des jungen Werther» geriet 1774 zur literarischen Sensation. Elsa-Sophie Jach adaptiert den erstaunlich modernen, flirrenden Briefroman Goethes über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderode.

Zum Stück «Werther»

Fr 14 Okt

Marstall, 20.00 Uhr
Premiere

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

15 Okt

Samstag

Sa 15 Okt

Residenztheater, 19.00–21.15 Uhr

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

von PeterLicht nach Molière
Uraufführung/Auftragswerk
Abo 64
Preise F

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Zum Stück «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft»

Sa 15 Okt

Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

16 Okt

Sonntag

So 16 Okt

Residenztheater, 16.00–21.30 Uhr

Engel in Amerika

von Tony Kushner
Münchner Premiere
Abo 71
Preise H

«Teil I: Die Jahrhundertwende naht»

«Teil II: Perestroika»

Tony Kushners fantasieüberbordendes Theaterepos ist die Analyse einer an sich selbst erkrankten Gesellschaft und stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus der Reagan-Ära.

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert New York City. Louis verlässt panisch seinen erkrankten Freund Prior und verliebt sich in den konservativen Anwalt Joe. Dessen beruflicher Mentor ist Roy Cohn, ein republikanischer Anwalt, der sich ebenfalls mit HIV infiziert hat und der bis zu seinem letzten Atemzug seine Diagnose leugnet. Dann bricht ein Engel durch Priors Schlafzimmerdecke. Ist Rettung in Sicht?

Zum Stück «Engel in Amerika»

So 16 Okt

Marstall, 19.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

17 Okt

Montag

Mo 17 Okt

Residenztheater, 19.30–21.15 Uhr

Gott

von Ferdinand von Schirach
Abo 11
Preise G

Elisabeth Gärtner hat nur noch den Wunsch zu sterben. Sie verlangt nach einem Medikament, das sie tötet. Vor dem Ethikrat soll nun grundsätzlich ihr Fall und damit das kontroverse Thema Sterbehilfe diskutiert werden. Die Expert*innen streiten leidenschaftlich über die Fragen: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Wem gehört unser Leben?

Zum Stück «Gott»

Mo 17 Okt

21.30–22.20 Uhr

Mars

von Fritz Zorn
Preise 20€

Erst die physische Qual seiner Krebserkrankung durchbricht für Fritz Zorn den Schutzschild einer anerzogenen «Unempfindlichkeit der Seele», erst der drohende Tod weckt seinen Widerstand gegen das Nichtlebendürfen: «Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.» Mit diesen Worten beginnt der Schweizer Autor Fritz Zorn seine Abrechnung mit Herkunft, Familie und Erziehung. Aber: Die Besinnung auf den Tod ist auch eine Besinnung auf Freiheit. Die Kunst zu sterben, befreit den einzelnen von jeder Unterwürfigkeit und allem Zwang und bietet durch die Akzeptanz der eigenen Finalität die Möglichkeit, sich als Teil eines übergeordneten Transformationsprozesses wahrzunehmen.


Für Ensemblemitglied Max Mayer und Bühnenbildner Jonas Vogt bildet die Besonderheit des Areals hinter dem Marstall die Grundlage für ihre installative Auseinandersetzung mit Existenz, Verlust, Trauer und Transformation.
 

Treffpunkt: Marstall Foyer 
Die Vorstellung findet im Freien statt. Bitte achten Sie ggf. auf festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Freie Platzwahl, ohne Bestuhlung (Klapphocker ggf. vorhanden)


Bitte informieren Sie sich am Tag der Vorstellung ab 17 Uhr, ob die Vorstellung wetterbedingt stattfinden kann.

Zum Stück «Mars»

18 Okt

Dienstag

Di 18 Okt

10.00–10.50 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»

Di 18 Okt

12.00–12.50 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»

Di 18 Okt

Residenztheater, 20.00–21.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

Finsternis

von Davide Enia
Deutschsprachige Erstaufführung
Abo 22
Preise D

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Zum Stück «Finsternis»

Di 18 Okt

Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

19 Okt

Mittwoch

Mi 19 Okt

Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

20 Okt

Donnerstag

Do 20 Okt

10.00–10.50 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»

Do 20 Okt

12.00–12.50 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»

Do 20 Okt

Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร

Dokufiktion von Jürgen Berger
Uraufführung
Preise U

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

Zum Stück «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร»

Do 20 Okt

Cuvilliéstheater, 20.00–21.30 Uhr

Lola M.

Konzertante Version von und mit Georg Ringsgwandl
Preise G

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Zum Stück «Lola M.»

21 Okt

Freitag

Fr 21 Okt

Residenztheater, 19.30 Uhr
Premiere

Der Turm

von Hugo von Hofmannsthal
Premium 01 A
Preise G

Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Erschütterungen des Ersten Weltkriegs und des Untergangs der Monarchien stellt der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal in «Der Turm», einem seiner zentralen Werke, das konventionelle Dramenkriterien sprengt und für die Bühne neu zu entdecken ist, die prinzipielle Legitimität von Machtausübung infrage und zeigt «den Einbruch chaotischer Kräfte in eine vom Geist nicht mehr getragene Ordnung».

Zum Stück «Der Turm»

22 Okt

Samstag

Sa 22 Okt

Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr

Medea

nach Euripides
Abo 63
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»

Sa 22 Okt

Marstall, 20.00–21.20 Uhr

Erinnerung eines Mädchens

von Annie Ernaux
Uraufführung
Preise V

In ihrer 2016 erschienenen autobiografischen Erzählung «Erinnerung eines Mädchens» unternimmt die französische Autorin Annie Ernaux den Versuch, einem zutiefst prägenden Ereignis in ihrem Leben auf die Spur zu kommen. Was ist ihr, der damals achtzehnjährigen jungen Frau, im Sommer 1958 widerfahren? Zwischen Erinnerungsbruchstücken, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und jahrzehntealten Fotografien unternimmt die Autorin eine nahezu forensische Analyse des Geschehenen, seiner Auswirkungen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sexuellen Doppelmoral, die Männern und Frauen gänzlich unterschiedliche Formen der «Freiheit» zuzusprechen respektive zu verwehren pflegt. «Erinnerung eines Mädchens» zeigt die schmerzhafte Auseinandersetzung der fast Achtzigjährigen mit sexueller Scham, Ohnmacht und Selbstermächtigung und ist – kurz vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung erschienen – ein berührendes und zutiefst politisches Dokument vom Ende des Schweigens.

Zum Stück «Erinnerung eines Mädchens»

23 Okt

Sonntag

So 23 Okt

Residenztheater, 17.00–22.30 Uhr

Engel in Amerika

von Tony Kushner
Münchner Premiere
Abo 72
Preise H

«Teil I: Die Jahrhundertwende naht»

«Teil II: Perestroika»

Tony Kushners fantasieüberbordendes Theaterepos ist die Analyse einer an sich selbst erkrankten Gesellschaft und stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus der Reagan-Ära.

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert New York City. Louis verlässt panisch seinen erkrankten Freund Prior und verliebt sich in den konservativen Anwalt Joe. Dessen beruflicher Mentor ist Roy Cohn, ein republikanischer Anwalt, der sich ebenfalls mit HIV infiziert hat und der bis zu seinem letzten Atemzug seine Diagnose leugnet. Dann bricht ein Engel durch Priors Schlafzimmerdecke. Ist Rettung in Sicht?

Zum Stück «Engel in Amerika»

So 23 Okt

Marstall, 19.00–20.30 Uhr

Die Spiele müssen weitergehen – München 1972

Dokumentartheater von dura & kroesinger
Uraufführung
Preise V

«Natürlichkeit, Spontaneität, Heiterkeit, Modernität»: Mit den Olympischen Spielen macht München 1972 einen riesigen Schritt in die Zukunft. Die Trümmerberge auf dem Oberwiesenfeld werden zur grünen Idylle, die Stadt erhält die erste U-Bahn, es entsteht ein Stadion ohne Wände mit einem  Sicherheitskonzept ohne Uniformen und Waffen. Warum trotzdem die Gewalt im olympischen Dorf Einzug hielt und welche Zusammenhänge zu extremistischen Haltungen bestehen, die aus der Vergangenheit und bis in unsere Gegenwart reichen, untersucht das für ihr dokumentarischen Ansatz bekannte Regieteam Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger.

Zum Stück «Die Spiele müssen weitergehen – München 1972»

24 Okt

Montag

Mo 24 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr

Warten auf Platonow

von Thom Luz nach Motiven von Anton Tschechow
Preise F

Hausregisseur Thom Luz übersetzt das Dasein des typisch tschechowschen Personals aus ergebenem Bediensteten, verarmten Gutbesitzerinnen, vergeblich Liebenden und verhinderten Revolutionären in klingende Bilder, Gesänge von Gestern und Heute und poetische Choreografien. Er zeichnet eine Gesellschaft, die sich in ihrem Hamsterrad bequem eingerichtet hat und genauso hoffnungsvoll wie tatenlos auf bessere Zeiten wartet.

Zum Stück «Warten auf Platonow»

25 Okt

Dienstag

Di 25 Okt

19.00–20.30 Uhr

Die Nacht kurz vor den Wäldern

von Bernard-Marie Koltès
Preise 20€

Der erste Theatertext von Bernard-Marie Koltès ist ein abgründiger Monolog, der den französischen Dramatiker 1977 mit einem Schlag berühmt machte: Er zeigt einen getriebenen Menschen auf der Suche nach menschlicher Nähe. In der Inszenierung folgt das Publikum dem Schauspieler Michael Wächter auf seinem Weg in die Nacht durch den Stadtraum und per Kopfhörer seinem inneren Monolog.

Zum Stück «Die Nacht kurz vor den Wäldern»

Di 25 Okt

Residenztheater, 20.00 Uhr

Der Turm

von Hugo von Hofmannsthal
Abo 21
Preise G

Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Erschütterungen des Ersten Weltkriegs und des Untergangs der Monarchien stellt der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal in «Der Turm», einem seiner zentralen Werke, das konventionelle Dramenkriterien sprengt und für die Bühne neu zu entdecken ist, die prinzipielle Legitimität von Machtausübung infrage und zeigt «den Einbruch chaotischer Kräfte in eine vom Geist nicht mehr getragene Ordnung».

Zum Stück «Der Turm»

Di 25 Okt

Marstall, 20.00–22.00 Uhr

Der Drang

Volksstück von Franz Xaver Kroetz
Preise V

In das triste Idyll des Friedhofsgärtnerpaars Hilde und Otto bricht Hildes Bruder Fritz, der wegen Exhibitionismus im Gefängnis saß – und entfesselt ungeahnte sexuelle Energien in seiner Umgebung. Ist es die Lust am Verbotenen, die Neugier aufs Anderssein, oder sind es schlicht Vorurteile, die einerseits faszinieren und andererseits Abwehr hervorrufen? Hassen und lieben, Opfer wie Täter*in sein, ist dieser allgemeine Drang die (un-)heilige Ambivalenz der Gerechten?

Zum Stück «Der Drang»

26 Okt

Mittwoch

Mi 26 Okt

Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr | 19:00 Uhr Einführung

Werther

Ein theatralischer Leichtsinn von Johann Wolfgang Goethe mit Texten von Karoline von Günderrode
Abo 31
Preise E

«Die Leiden des jungen Werther» geriet 1774 zur literarischen Sensation. Elsa-Sophie Jach adaptiert den erstaunlich modernen, flirrenden Briefroman Goethes über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderode.

Zum Stück «Werther»

27 Okt

Donnerstag

Do 27 Okt

Residenztheater, 20.00 Uhr

München redet

Diskussionsreihe in Kooperation mit der «Süddeutschen Zeitung»
Preise 15/10 €

Wer bin ich und was darf ich sein? Und welche Rolle spielen dabei Zuschreibungen, politische und gesellschaftliche Normen? Über ein Thema, das die einen vorantreiben, andere belächeln oder offen verteufeln und die (Neu-)formung von Gewissheiten und Gesellschaft spricht die SZ-Journalistin Meredith Haaf u.a. mit der Politikerin Tessa Ganserer und der amerikanischen Autorin Siri Hustvedt.

Zum Stück «München redet»

28 Okt

Freitag

Fr 28 Okt

Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES

Graf Öderland

Eine Moritat in zwölf Bildern von Max Frisch
Münchner Premiere
Abo 52
Preise G

Der Kassierer einer Bank greift zur Axt und mordet. Die Tat ohne klar ersichtlichen Beweggrund erschüttert Staatsanwalt Martin: Im Mörder sieht er sein eigenes Gefangensein in einer von Pflicht, Gesetz und Ordnung dominierten bürgerlichen Existenz gespiegelt. Unter dem Namen des mythischen Alter Egos Graf Öderland beginnt Martin mit der Axt in der Hand einen blutigen Feldzug. Vor dem Hintergrund sich neu formierender Protestbewegungen lädt sich die Figur des Grafen neu auf. Stefan Bachmann hat «Graf Öderland» – eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2021 – als bildgewaltigen, albtraumartigen Trip inszeniert.

Zum Stück «Graf Öderland»

29 Okt

Samstag

Sa 29 Okt

Marstall, 18.30 Uhr

Welt/Bühne 22/23

Im Rahmen der WELT/BÜHNE sind jedes Jahr internationale Autor*innen am Residenztheater zu Gast. An diesem Wochenende kommen alle zusammen nach München und mit Ihnen ins Gespräch. In szenischen Lesungen präsentieren wir die neuen Stücke von Natalia Blok (Ukraine), Asiimwe Deborah Kawe (Uganda), Birutė Kapustinskaitė (Litauen) und Noa Lazar-Keinan (Israel), die in der vergangenen Spielzeit entstanden sind. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, die diesjährigen Stipendiat*innen Deepika Arwind (Indien), Odile Gakire Katese (Ruanda) und Oleksandr Seredin (Ukraine) kennenzulernen.

Zum Stück «Welt/Bühne 22/23»

Sa 29 Okt

Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES

Graf Öderland

Eine Moritat in zwölf Bildern von Max Frisch
Münchner Premiere
Abo 62
Preise G

Der Kassierer einer Bank greift zur Axt und mordet. Die Tat ohne klar ersichtlichen Beweggrund erschüttert Staatsanwalt Martin: Im Mörder sieht er sein eigenes Gefangensein in einer von Pflicht, Gesetz und Ordnung dominierten bürgerlichen Existenz gespiegelt. Unter dem Namen des mythischen Alter Egos Graf Öderland beginnt Martin mit der Axt in der Hand einen blutigen Feldzug. Vor dem Hintergrund sich neu formierender Protestbewegungen lädt sich die Figur des Grafen neu auf. Stefan Bachmann hat «Graf Öderland» – eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2021 – als bildgewaltigen, albtraumartigen Trip inszeniert.

Zum Stück «Graf Öderland»

30 Okt

Sonntag

So 30 Okt

Marstall, 16.00 Uhr

Welt/Bühne 22/23

Im Rahmen der WELT/BÜHNE sind jedes Jahr internationale Autor*innen am Residenztheater zu Gast. An diesem Wochenende kommen alle zusammen nach München und mit Ihnen ins Gespräch. In szenischen Lesungen präsentieren wir die neuen Stücke von Natalia Blok (Ukraine), Asiimwe Deborah Kawe (Uganda), Birutė Kapustinskaitė (Litauen) und Noa Lazar-Keinan (Israel), die in der vergangenen Spielzeit entstanden sind. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, die diesjährigen Stipendiat*innen Deepika Arwind (Indien), Odile Gakire Katese (Ruanda) und Oleksandr Seredin (Ukraine) kennenzulernen.

Zum Stück «Welt/Bühne 22/23»

So 30 Okt

Residenztheater, 18.30–19.50 Uhr | ZUM LETZTEN MAL

Der Kreis um die Sonne

von Roland Schimmelpfennig
Uraufführung/Auftragswerk
Abo 74
Preise F

Roland Schimmelpfennig, einer der renommiertesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker*innen, entwirft in raffinierten Zeitsprüngen, markanten Brüchen bzw. klug konstruierten Übergängen das kaleidoskopartige Bild einer Gesellschaft zu Beginn einer Pandemie. Er zeigt seine Figuren bei losen Begegnungen und beiläufigen Gesten und erstellt so in präzisen, poetisch verdichteten Konversationssplittern, Miniaturen und Momentaufnahmen eine Kartografie der Krise.

Zum Stück «Der Kreis um die Sonne»

So 30 Okt

Marstall, 18.30 Uhr

Welt/Bühne 22/23

Im Rahmen der WELT/BÜHNE sind jedes Jahr internationale Autor*innen am Residenztheater zu Gast. An diesem Wochenende kommen alle zusammen nach München und mit Ihnen ins Gespräch. In szenischen Lesungen präsentieren wir die neuen Stücke von Natalia Blok (Ukraine), Asiimwe Deborah Kawe (Uganda), Birutė Kapustinskaitė (Litauen) und Noa Lazar-Keinan (Israel), die in der vergangenen Spielzeit entstanden sind. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, die diesjährigen Stipendiat*innen Deepika Arwind (Indien), Odile Gakire Katese (Ruanda) und Oleksandr Seredin (Ukraine) kennenzulernen.

Zum Stück «Welt/Bühne 22/23»

So 30 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30–21.00 Uhr

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum

von Thom Luz nach Motiven von Aristophanes
Uraufführung/Auftragswerk
Preise F

Im Phrontisterion, der Denkfabrik des Sokrates, wird an der Herstellung des Wahren und Guten gearbeitet – und heimlich am Sockel des Weltbilds gesägt. Für die Technik, das schwache Argument zum starken zu machen und umgekehrt, sind die Philosoph*innen berühmt und berüchtigt. Und genau deshalb steht auch eines Tages ein neuer Schüler auf der Flucht vor der Schuldenlast vor der Tür ... Thom Luz entwickelt aus drei Komödien des Aristophanes einen neuen musikalischen Theaterabend. Schwerpunkte: Gier, Geiz und Gesang.

Zum Stück «Die Wolken, die Vögel, der Reichtum»

31 Okt

Montag

Mo 31 Okt

Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr

Warten auf Platonow

von Thom Luz nach Motiven von Anton Tschechow
Preise F

Hausregisseur Thom Luz übersetzt das Dasein des typisch tschechowschen Personals aus ergebenem Bediensteten, verarmten Gutbesitzerinnen, vergeblich Liebenden und verhinderten Revolutionären in klingende Bilder, Gesänge von Gestern und Heute und poetische Choreografien. Er zeichnet eine Gesellschaft, die sich in ihrem Hamsterrad bequem eingerichtet hat und genauso hoffnungsvoll wie tatenlos auf bessere Zeiten wartet.

Zum Stück «Warten auf Platonow»

Mo 31 Okt

Residenztheater, 20.00 Uhr | 19:30 Uhr Einführung

Der Turm

von Hugo von Hofmannsthal
Abo 14
Preise G

Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Erschütterungen des Ersten Weltkriegs und des Untergangs der Monarchien stellt der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal in «Der Turm», einem seiner zentralen Werke, das konventionelle Dramenkriterien sprengt und für die Bühne neu zu entdecken ist, die prinzipielle Legitimität von Machtausübung infrage und zeigt «den Einbruch chaotischer Kräfte in eine vom Geist nicht mehr getragene Ordnung».

Zum Stück «Der Turm»