Spielplan

Filter zurücksetzen
Heute
01 Jul
Freitag
Fr 01 Jul

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise U
ggf. Restkarten
Karten

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»
02 Jul
Samstag
Sa 02 Jul

Finsternis

von Davide Enia
Deutschsprachige Erstaufführung
Residenztheater, 20.00–21.00 Uhr
Preise D

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Zum Stück «Finsternis»
Entfällt ersatzlos wegen Erkrankung im Ensemble. I Ihre Karten werden storniert. Die Gutschrift erfolgt in den nächsten Tagen. Sie brauchen nichts weiter zu unternehmen.
Sa 02 Jul

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise U

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»
03 Jul
Sonntag
So 03 Jul

Hamlet

von William Shakespeare
Residenztheater, 19.00–22.30 Uhr | 18.30 Uhr Einführung
Preise Theatertag

Ein goldenes Zeitalter scheint mit dem Ableben des dänischen Königs ein Ende zu finden. Sein Nachfolger versucht die aufkeimenden Konflikte mit Diplomatie zu beschwichtigen, doch Prinz Hamlet will den Onkel als Thronfolger und neuen Mann der Mutter nicht akzeptieren. Während das Volk willens scheint, sich von der Illegitimität des neuen Machthabers überzeugen zu lassen, will Hamlet dessen Platz aber auch nicht einnehmen – und sabotiert so, vielleicht unbewusst, die tradierte Vorstellung der politischen Ordnung an sich. Ist Hamlet der legendäre Zauderer, der nicht genug Mut zum Handeln hat, oder findet er sich vor den Trümmern eines hoffnungslos veralteten Regierungssystems wieder? Sind die Verschwörungen und Intrigen, die er aufdeckt, das eigentliche Wesen der Politik als Theaterbühne – oder sind sie vielmehr Halluzinationen eines trauernden Sohns und politikverdrossenen Studenten?

Zum Stück «Hamlet»
So 03 Jul

Es waren ihrer sechs

«Eine Hommage an den Münchner Widerstand: Die Weiße Rose» frei nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Neumann
Uraufführung
Marstall, 19.00–20.30 Uhr | Dernière
Preise U

Im Zentrum des 1945 erschienenen Romans «Es waren ihrer sechs» von Alfred Neumann steht die Idee vom jugendlichen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftssysteme. Basierend auf einem Zeitungsartikel über die Flugblattaktionen und die Hinrichtung der Mitglieder der Weißen Rose entwickelte Neumann aus dem Leben der Widerstandskämpfer*innen ein «freies Spiel der Fantasie». Der polnische Regisseur Michał Borczuch unternimmt mit seiner Bearbeitung des Stoffs den Versuch, die Gedankenwelt von Neumanns Figuren wie auch das reale Wirken der Weißen Rose aus heutiger Sicht zu rekonstruieren.

Zum Stück «Es waren ihrer sechs»
So 03 Jul

Lola M.

Konzertante Version von und mit Georg Ringsgwandl
Cuvilliéstheater, 20.00–21.30 Uhr
Preise G

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Zum Stück «Lola M.»
05 Jul
Dienstag
Di 05 Jul

Mehr Schwarz als Lila

nach dem gleichnamigen Roman von Lena Gorelik für die Bühne bearbeitet von Lena Gorelik
Uraufführung
Gastspiel, 17.00–18.20 Uhr | in Ingolstadt
Preise S

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Zum Stück «Mehr Schwarz als Lila»
Di 05 Jul

Mehr Schwarz als Lila

nach dem gleichnamigen Roman von Lena Gorelik für die Bühne bearbeitet von Lena Gorelik
Uraufführung
Gastspiel, 19.30–20.50 Uhr | in Ingolstadt
Preise S

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Zum Stück «Mehr Schwarz als Lila»
06 Jul
Mittwoch
Mi 06 Jul

HEIMATRAUM.München

16.00–19.00 Uhr
Preise Eintritt frei

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung an. Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und Improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken austauschen. 

Zum Stück «HEIMATRAUM.München»
Mi 06 Jul

Ist mein Mikro an?

von Jordan Tannahill
Marstall, 19.00–20.00 Uhr
Preise S

Der Dramatiker Jordan Tannahill hat mit dem Stück «Ist mein Mikro an?» eine Kampfansage und Liebeserklärung zugleich geschrieben. Der Titel ist eine Anspielung auf Greta Thunbergs Rede vor Abgeordneten des britischen Unterhauses am 23. April 2019. Jetzt erinnern 17 junge Frauen, begleitet von einer DJane, an das drängendste Problem der Menschheit.

Zum Stück «Ist mein Mikro an?»
Mi 06 Jul

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum

von Thom Luz nach Motiven von Aristophanes
Uraufführung/Auftragswerk
Cuvilliéstheater, 19.30–21.00 Uhr | 19.00 Uhr Einführung
Preise F

Im Phrontisterion, der Denkfabrik des Sokrates, wird an der Herstellung des Wahren und Guten gearbeitet – und heimlich am Sockel des Weltbilds gesägt. Für die Technik, das schwache Argument zum starken zu machen und umgekehrt, sind die Philosoph*innen berühmt und berüchtigt. Und genau deshalb steht auch eines Tages ein neuer Schüler auf der Flucht vor der Schuldenlast vor der Tür ... Thom Luz entwickelt aus drei Komödien des Aristophanes einen neuen musikalischen Theaterabend. Schwerpunkte: Gier, Geiz und Gesang.

Zum Stück «Die Wolken, die Vögel, der Reichtum»
Mi 06 Jul

Mars

von Fritz Zorn
21.30–22.20 Uhr
Preise 20€

Erst die physische Qual seiner Krebserkrankung durchbricht für Fritz Zorn den Schutzschild einer anerzogenen «Unempfindlichkeit der Seele», erst der drohende Tod weckt seinen Widerstand gegen das Nichtlebendürfen: «Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.» Mit diesen Worten beginnt der Schweizer Autor Fritz Zorn seine Abrechnung mit Herkunft, Familie und Erziehung. Aber: Die Besinnung auf den Tod ist auch eine Besinnung auf Freiheit. Die Kunst zu sterben, befreit den einzelnen von jeder Unterwürfigkeit und allem Zwang und bietet durch die Akzeptanz der eigenen Finalität die Möglichkeit, sich als Teil eines übergeordneten Transformationsprozesses wahrzunehmen.


Für Ensemblemitglied Max Mayer und Bühnenbildner Jonas Vogt bildet die Besonderheit des Areals hinter dem Marstall die Grundlage für ihre installative Auseinandersetzung mit Existenz, Verlust, Trauer und Transformation.
 

Treffpunkt: Marstall Foyer 
Die Vorstellung findet im Freien statt. Bitte achten Sie ggf. auf festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Freie Platzwahl, ohne Bestuhlung (Klapphocker ggf. vorhanden)


Bitte informieren Sie sich am Tag der Vorstellung ab 17 Uhr, ob die Vorstellung wetterbedingt stattfinden kann.

Zum Stück «Mars»
07 Jul
Donnerstag
Do 07 Jul

Ist mein Mikro an?

von Jordan Tannahill
Marstall, 10.00–11.00 Uhr | RESI FÜR ALLE
Preise S

Der Dramatiker Jordan Tannahill hat mit dem Stück «Ist mein Mikro an?» eine Kampfansage und Liebeserklärung zugleich geschrieben. Der Titel ist eine Anspielung auf Greta Thunbergs Rede vor Abgeordneten des britischen Unterhauses am 23. April 2019. Jetzt erinnern 17 junge Frauen, begleitet von einer DJane, an das drängendste Problem der Menschheit.

Zum Stück «Ist mein Mikro an?»
Do 07 Jul

Medea

nach Euripides
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»
Do 07 Jul

Cyrano de Bergerac

nach Edmond Rostand in einer Bearbeitung für zwei Einsamkeiten von Federico Bellini und Antonio Latella
Marstall, 20.00–21.40 Uhr
Preise V

Antonio Latella und Federico Bellini («Die drei Musketiere») machen das Stück über den dichtenden Musketier mit der zweitberühmtesten Nase der Weltliteratur nach der Pinocchios zum Ausgangspunkt einer Recherche über das Wesen des Theaters, der Politik und der Liebe, in der statt der über fünfzig Figuren der Vorlage nur zwei Darsteller auf der Bühne stehen. Die beiden Männer müssen die Dreiecksgeschichte nun ohne das Objekt ihrer Begierde erzählen und haben somit auch keine Muse, die ihre Verse befeuern könnte.

Zum Stück «Cyrano de Bergerac»
08 Jul
Freitag
Fr 08 Jul

Erinnerung eines Mädchens

von Annie Ernaux
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.20 Uhr | 19.30 Uhr Einführung
Preise V

In ihrer 2016 erschienenen autobiografischen Erzählung «Erinnerung eines Mädchens» unternimmt die französische Autorin Annie Ernaux den Versuch, einem zutiefst prägenden Ereignis in ihrem Leben auf die Spur zu kommen. Was ist ihr, der damals achtzehnjährigen jungen Frau, im Sommer 1958 widerfahren? Zwischen Erinnerungsbruchstücken, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und jahrzehntealten Fotografien unternimmt die Autorin eine nahezu forensische Analyse des Geschehenen, seiner Auswirkungen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sexuellen Doppelmoral, die Männern und Frauen gänzlich unterschiedliche Formen der «Freiheit» zuzusprechen respektive zu verwehren pflegt. «Erinnerung eines Mädchens» zeigt die schmerzhafte Auseinandersetzung der fast Achtzigjährigen mit sexueller Scham, Ohnmacht und Selbstermächtigung und ist – kurz vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung erschienen – ein berührendes und zutiefst politisches Dokument vom Ende des Schweigens.

Zum Stück «Erinnerung eines Mädchens»
09 Jul
Samstag
Sa 09 Jul

Das Vermächtnis (The Inheritance) – Teil 1

von Matthew Lopez
Deutschsprachige Erstaufführung
Residenztheater, 19.30–22.40 Uhr | Teil 1&2 Paketpreis: 23 bis 68 Euro
Preise G

Eric und sein Partner Toby gelten in ihrem Freundeskreis als das stabile Zentrum. Die Verlobung ist ausgesprochen, ihre Zukunft scheint verheißungsvoll. Als sich Eric mit dem 55-jährigen Walter befreundet, erfährt er von einer Vergangenheit, die er nur vom Hörensagen kennt: die verheerende erste Welle der Aids-Epidemie der 1980er-Jahre. Als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wird, wird für Eric und seine Freunde klar, dass nichts mehr selbstverständlich ist. Und die Zukunft kommt ganz anders als gedacht – auch für Toby.

Zum Stück «Das Vermächtnis (The Inheritance) – Teil 1»
Sa 09 Jul

Urteile (revisited) – Nach dem Prozess

Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi
Marstall, 20.00–21.20 Uhr
Preise T

Auch zehn Jahre nach dessen Selbstenttarnung sind die Hintergründe des NSU-Komplexes nach wie vor ungeklärt. «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess» basiert auf dem 2014 uraufgeführten Stück «Urteile». Es thematisiert, was die Hinterbliebenen in München bis zur Selbstenttarnung der Täter*innen im November 2011 erleben mussten. «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess» wird darüber hinaus um eine Betrachtung aus dem Jahr 2021 erweitert: Wie denken und fühlen die Betroffenen über die Ereignisse und den Prozess heute?

Zum Stück «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess»
10 Jul
Sonntag
So 10 Jul

Das Vermächtnis (The Inheritance) – Teil 2

von Matthew Lopez
Deutschsprachige Erstaufführung
Residenztheater, 19.30–22.45 Uhr | Teil 1&2 Paketpreis: 23 bis 68 Euro
Preise G

Eric und sein Partner Toby gelten in ihrem Freundeskreis als das stabile Zentrum. Die Verlobung ist ausgesprochen, ihre Zukunft scheint verheißungsvoll. Als sich Eric mit dem 55-jährigen Walter befreundet, erfährt er von einer Vergangenheit, die er nur vom Hörensagen kennt: die verheerende erste Welle der Aids-Epidemie der 1980er-Jahre. Als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wird, wird für Eric und seine Freunde klar, dass nichts mehr selbstverständlich ist. Und die Zukunft kommt ganz anders als gedacht – auch für Toby.

Zum Stück «Das Vermächtnis (The Inheritance) – Teil 2»
So 10 Jul

Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht

Solo von Valentino Dalle Mura über sein Lieblingscomic
Marstall Café, 19.00 Uhr
Preise 20€

Ensemblemitglied Valentino Dalle Mura ist seit frühester Kindheit Batman-Fan. Nachdem er zwei Jahrzehnte lang hunderte Comics und alle Verfilmungen verschlungen hat, teilt er nun sein großes Spezialwissen mit dem Publikum, fragt sich aber auch, was für ein Männer- und Heldenbild er dabei eigentlich verehrt hat.

Zum Stück «Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht»
11 Jul
Montag
Mo 11 Jul

Die Nacht kurz vor den Wäldern

von Bernard-Marie Koltès
19.00–20.30 Uhr
Preise 20€

Der erste Theatertext von Bernard-Marie Koltès ist ein abgründiger Monolog, der den französischen Dramatiker 1977 mit einem Schlag berühmt machte: Er zeigt einen getriebenen Menschen auf der Suche nach menschlicher Nähe. In der Inszenierung folgt das Publikum dem Schauspieler Michael Wächter auf seinem Weg in die Nacht durch den Stadtraum und per Kopfhörer seinem inneren Monolog.

Zum Stück «Die Nacht kurz vor den Wäldern»
Mo 11 Jul

Der Drang

Volksstück von Franz Xaver Kroetz
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise V

In das triste Idyll des Friedhofsgärtnerpaars Hilde und Otto bricht Hildes Bruder Fritz, der wegen Exhibitionismus im Gefängnis saß – und entfesselt ungeahnte sexuelle Energien in seiner Umgebung. Ist es die Lust am Verbotenen, die Neugier aufs Anderssein, oder sind es schlicht Vorurteile, die einerseits faszinieren und andererseits Abwehr hervorrufen? Hassen und lieben, Opfer wie Täter*in sein, ist dieser allgemeine Drang die (un-)heilige Ambivalenz der Gerechten?

Zum Stück «Der Drang»
Mo 11 Jul

Lola M.

Konzertante Version von und mit Georg Ringsgwandl
Cuvilliéstheater, 20.00–21.30 Uhr
Preise G

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Zum Stück «Lola M.»
12 Jul
Dienstag
Di 12 Jul

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen

von PeterLicht nach Molière
Münchner Premiere
Residenztheater, 19.30–22.10 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES | GUCK-RESI - lieber gemeinsam ins Theater | Karten 15 Euro (Kontingent) | nur mit Anmeldung unter resi.alle@residenztheater.de
Abo 21
Preise G

PeterLicht operiert mit dem Personal des Molière'schen Originals, seine literarischen Nachfahren sind allerdings einem Übermaß an Freiheit(en) ausgesetzt: In säkularen Zeiten herrscht der Horror Vacui und so erhofft und fürchtet die «sozial miteinander connectete Skulptur» das Erscheinen Tartuffes, der als Wunschmaschine und Projektionsfläche dient.

Zum Stück «Tartuffe oder Das Schwein der Weisen»
13 Jul
Mittwoch
Mi 13 Jul

HEIMATRAUM.München

16.00–19.00 Uhr
Preise Eintritt frei

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung an. Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und Improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken austauschen. 

Zum Stück «HEIMATRAUM.München»
Mi 13 Jul

Medea

nach Euripides
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»
14 Jul
Donnerstag
Do 14 Jul

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

von PeterLicht nach Molière
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise F

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Zum Stück «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft»
15 Jul
Freitag
Fr 15 Jul

Gier unter Ulmen

von Eugene O'Neill
Residenztheater, 19.30–21.15 Uhr
Preise G

Auf einer Farm in Neuengland lebt der alte Patriach Ephraim Cabot mit seinen drei Söhnen, die er mit puritanischer Strenge zur Arbeit anhält. Als er ihnen die wesentlich jüngere Abbie als seine neue Frau und somit als nächsten Erben seines Guts vorstellt entfacht eine Familientragödie von antiker Wucht. Während die älteren Brüder dem Ruf des Goldes nach Kalifornien folgen, entsteht zwischen dem jüngsten Sohn Eben, seinem Vater und seiner Stiefmutter eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation.

Zum Stück «Gier unter Ulmen»
Fr 15 Jul
Premiere

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt
Marstall, 20.00 Uhr
Preise U

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind.

Zum Stück «(Nicht)Mütter!»
16 Jul
Samstag
Sa 16 Jul

Spiel des Lebens

Die Kareno-Trilogie («An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte») von Knut Hamsun
Residenztheater, 18.00–20.55 Uhr | 17.30 Uhr Einführung
Preise G

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Zum Stück «Spiel des Lebens»
17 Jul
Sonntag
So 17 Jul

Was der Butler sah

von Joe Orton
Residenztheater, 16.00–17.40 Uhr | zum 25. Mal
Abo 82
Preise G

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Zum Stück «Was der Butler sah»
So 17 Jul

Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard
Uraufführung/Auftragswerk
Marstall, 19.00–20.30 Uhr
Preise U

1816 läuft die «Medusa» auf dem Weg in die französische Kolonie im Senegal auf eine Sandbank. Ein Floß soll hundertsiebzehn Männer an Land bringen, nur fünfzehn von ihnen werden überleben. Ausgehend von den Schilderungen zweier Überlebender des Unglücks schuf Géricault mit «Das Floß der Medusa» eines der berühmtesten Gemälde des Louvre. Alexander Eisenach zeigt nun eine Bühnenadaption des Verteilungskampfs der Schiffbrüchigen, in dem sich Fragen nach Solidarität und Gerechtigkeit von größter Aktualität auftun.

Zum Stück «Der Schiffbruch der Fregatte Medusa»
18 Jul
Montag
Mo 18 Jul

Medea

nach Euripides
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»
Mo 18 Jul

Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht

Solo von Valentino Dalle Mura über sein Lieblingscomic
Marstall Café, 20.00 Uhr
Preise 20€

Ensemblemitglied Valentino Dalle Mura ist seit frühester Kindheit Batman-Fan. Nachdem er zwei Jahrzehnte lang hunderte Comics und alle Verfilmungen verschlungen hat, teilt er nun sein großes Spezialwissen mit dem Publikum, fragt sich aber auch, was für ein Männer- und Heldenbild er dabei eigentlich verehrt hat.

Zum Stück «Bruce und die Sehnsucht nach dem Licht»
19 Jul
Dienstag
Di 19 Jul

Die Nacht kurz vor den Wäldern

von Bernard-Marie Koltès
19.00–20.30 Uhr
Preise 20€

Der erste Theatertext von Bernard-Marie Koltès ist ein abgründiger Monolog, der den französischen Dramatiker 1977 mit einem Schlag berühmt machte: Er zeigt einen getriebenen Menschen auf der Suche nach menschlicher Nähe. In der Inszenierung folgt das Publikum dem Schauspieler Michael Wächter auf seinem Weg in die Nacht durch den Stadtraum und per Kopfhörer seinem inneren Monolog.

Zum Stück «Die Nacht kurz vor den Wäldern»
Di 19 Jul

Werther

Ein theatralischer Leichtsinn von Johann Wolfgang Goethe mit Texten von Karoline von Günderrode
Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr
Abo 22
Preise E

«Die Leiden des jungen Werther» geriet 1774 zur literarischen Sensation. Elsa-Sophie Jach adaptiert den erstaunlich modernen, flirrenden Briefroman Goethes über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderode.

Zum Stück «Werther»
Di 19 Jul

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt
Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch
Preise U

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind.

Zum Stück «(Nicht)Mütter!»
20 Jul
Mittwoch
Mi 20 Jul

HEIMATRAUM.München

16.00–19.00 Uhr
Preise Eintritt frei

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung an. Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und Improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken austauschen. 

Zum Stück «HEIMATRAUM.München»
Mi 20 Jul

(Nicht)Mütter!

Ein kollektives Rechercheprojekt
Marstall, 20.00 Uhr | anschließend Publikumsgespräch
Preise U

Im Text von «(Nicht)Mütter!» sind Antworten aus 22 Interviews zum Thema (Nicht-)Mutterschaft miteinander verflochten – zu einem Stück über Entscheidungen, Zweifel, (Fehl-)Geburten, Abbrüche, Transformationen und mutige Handlungen. Die vielfältigen Lebensrealitäten diverser Frauen und weiblich gelesener Personen finden hier genauso eine Bühne wie Perspektiven, Erlebnisse und Gefühle, die gesellschaftlich nach wie vor tabuisiert sind.

Zum Stück «(Nicht)Mütter!»
21 Jul
Donnerstag
Do 21 Jul

Cyrano de Bergerac

nach Edmond Rostand in einer Bearbeitung für zwei Einsamkeiten von Federico Bellini und Antonio Latella
Marstall, 19.00–20.40 Uhr
Preise V

Antonio Latella und Federico Bellini («Die drei Musketiere») machen das Stück über den dichtenden Musketier mit der zweitberühmtesten Nase der Weltliteratur nach der Pinocchios zum Ausgangspunkt einer Recherche über das Wesen des Theaters, der Politik und der Liebe, in der statt der über fünfzig Figuren der Vorlage nur zwei Darsteller auf der Bühne stehen. Die beiden Männer müssen die Dreiecksgeschichte nun ohne das Objekt ihrer Begierde erzählen und haben somit auch keine Muse, die ihre Verse befeuern könnte.

Zum Stück «Cyrano de Bergerac»
Do 21 Jul

Mars

von Fritz Zorn
21.30–22.20 Uhr
Preise 20€

Erst die physische Qual seiner Krebserkrankung durchbricht für Fritz Zorn den Schutzschild einer anerzogenen «Unempfindlichkeit der Seele», erst der drohende Tod weckt seinen Widerstand gegen das Nichtlebendürfen: «Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.» Mit diesen Worten beginnt der Schweizer Autor Fritz Zorn seine Abrechnung mit Herkunft, Familie und Erziehung. Aber: Die Besinnung auf den Tod ist auch eine Besinnung auf Freiheit. Die Kunst zu sterben, befreit den einzelnen von jeder Unterwürfigkeit und allem Zwang und bietet durch die Akzeptanz der eigenen Finalität die Möglichkeit, sich als Teil eines übergeordneten Transformationsprozesses wahrzunehmen.


Für Ensemblemitglied Max Mayer und Bühnenbildner Jonas Vogt bildet die Besonderheit des Areals hinter dem Marstall die Grundlage für ihre installative Auseinandersetzung mit Existenz, Verlust, Trauer und Transformation.
 

Treffpunkt: Marstall Foyer 
Die Vorstellung findet im Freien statt. Bitte achten Sie ggf. auf festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Freie Platzwahl, ohne Bestuhlung (Klapphocker ggf. vorhanden)


Bitte informieren Sie sich am Tag der Vorstellung ab 17 Uhr, ob die Vorstellung wetterbedingt stattfinden kann.

Zum Stück «Mars»
22 Jul
Freitag
Fr 22 Jul

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig
Marstall, 10.00–10.50 Uhr | Vorstellung im Rahmen des Jugendklubfestivals | RESI FÜR ALLE
Preise S

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»
Fr 22 Jul

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig
Marstall, 11.30–12.20 Uhr | Vorstellung im Rahmen des Jugendklubfestivals | RESI FÜR ALLE
Preise S

Wendig, kurzweilig und voller Leichtigkeit erzählt Autor Roland Schimmelpfennig von einem Kind, das im familiären und im schulischen Umfeld schutzlos durchs Leben geht. Die leeren Bierflaschen der Eltern mehren sich, in der Schule ist es der Außenseiter und auf dem Nachhauseweg wird es von den anderen Kindern schikaniert. Doch das Kind verwandelt sich in eine Biene und rettet sich mit seiner ganzen Vorstellungskraft in eine andere, freie Welt.

Zum Stück «Die Biene im Kopf»
Fr 22 Jul
Premiere

Agamemnon

von Aischylos
Gastspiel, 21.00 Uhr | in Epidauros

Es ist ein ewiger Kreislauf aus Rache und Vergeltung. Jeder Tropfen vergossenen Blutes muss mit Neuem gesühnt werden. Ein jeder glaubt Recht und Willen der Götter auf seiner Seite und begeht aus Überzeugung neues Unrecht. In dieser Spirale aus Gewalt ist das Herrscherhaus  der Atriden in Aischylos „Agamemnon“, dem ersten Teil seiner Trilogie der „Orestie“, gefangen.

Zum Stück «Agamemnon»
23 Jul
Samstag
Sa 23 Jul
Premiere

Theater von der Erde bis zum Mars

Zwischen Traum und Katastrophe - frei nach Karl Kraus
Marstall, 19.00 Uhr | Vorstellung im Rahmen des Jugendklubfestivals
Preise R

Die beiden Jugendklubs des Residenztheaters zeigen in einer zweiteiligen Veranstaltung ihre Ergebnisse der Spielzeit 2021/22. Kennenlernen, Ausprobieren, Improvisieren, Austauschen, Erproben – wöchentliche Schlagworte, und das über eine ganze Spielzeit.

Zum Stück «Theater von der Erde bis zum Mars»
Sa 23 Jul

Agamemnon

von Aischylos
Gastspiel, 21.00 Uhr | in Epidauros

Es ist ein ewiger Kreislauf aus Rache und Vergeltung. Jeder Tropfen vergossenen Blutes muss mit Neuem gesühnt werden. Ein jeder glaubt Recht und Willen der Götter auf seiner Seite und begeht aus Überzeugung neues Unrecht. In dieser Spirale aus Gewalt ist das Herrscherhaus  der Atriden in Aischylos „Agamemnon“, dem ersten Teil seiner Trilogie der „Orestie“, gefangen.

Zum Stück «Agamemnon»
24 Jul
Sonntag
So 24 Jul

Theater von der Erde bis zum Mars

Zwischen Traum und Katastrophe - frei nach Karl Kraus
Marstall, 18.00 Uhr | Vorstellung im Rahmen des Jugendklubfestivals
Preise R

Die beiden Jugendklubs des Residenztheaters zeigen in einer zweiteiligen Veranstaltung ihre Ergebnisse der Spielzeit 2021/22. Kennenlernen, Ausprobieren, Improvisieren, Austauschen, Erproben – wöchentliche Schlagworte, und das über eine ganze Spielzeit.

Zum Stück «Theater von der Erde bis zum Mars»
So 24 Jul

Gott

von Ferdinand von Schirach
Residenztheater, 18.30–20.15 Uhr
Preise G

Elisabeth Gärtner hat nur noch den Wunsch zu sterben. Sie verlangt nach einem Medikament, das sie tötet. Vor dem Ethikrat soll nun grundsätzlich ihr Fall und damit das kontroverse Thema Sterbehilfe diskutiert werden. Die Expert*innen streiten leidenschaftlich über die Fragen: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Wem gehört unser Leben?

Zum Stück «Gott»
25 Jul
Montag
Mo 25 Jul

Werther

Ein theatralischer Leichtsinn von Johann Wolfgang Goethe mit Texten von Karoline von Günderrode
Residenztheater, 19.30–21.00 Uhr
Preise E

«Die Leiden des jungen Werther» geriet 1774 zur literarischen Sensation. Elsa-Sophie Jach adaptiert den erstaunlich modernen, flirrenden Briefroman Goethes über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderode.

Zum Stück «Werther»
Mo 25 Jul

Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard
Uraufführung/Auftragswerk
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise U

1816 läuft die «Medusa» auf dem Weg in die französische Kolonie im Senegal auf eine Sandbank. Ein Floß soll hundertsiebzehn Männer an Land bringen, nur fünfzehn von ihnen werden überleben. Ausgehend von den Schilderungen zweier Überlebender des Unglücks schuf Géricault mit «Das Floß der Medusa» eines der berühmtesten Gemälde des Louvre. Alexander Eisenach zeigt nun eine Bühnenadaption des Verteilungskampfs der Schiffbrüchigen, in dem sich Fragen nach Solidarität und Gerechtigkeit von größter Aktualität auftun.

Zum Stück «Der Schiffbruch der Fregatte Medusa»
26 Jul
Dienstag
Di 26 Jul

Medea

nach Euripides
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise H

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Zum Stück «Medea»
Di 26 Jul

Der Drang

Volksstück von Franz Xaver Kroetz
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise V

In das triste Idyll des Friedhofsgärtnerpaars Hilde und Otto bricht Hildes Bruder Fritz, der wegen Exhibitionismus im Gefängnis saß – und entfesselt ungeahnte sexuelle Energien in seiner Umgebung. Ist es die Lust am Verbotenen, die Neugier aufs Anderssein, oder sind es schlicht Vorurteile, die einerseits faszinieren und andererseits Abwehr hervorrufen? Hassen und lieben, Opfer wie Täter*in sein, ist dieser allgemeine Drang die (un-)heilige Ambivalenz der Gerechten?

Zum Stück «Der Drang»
27 Jul
Mittwoch
Mi 27 Jul

HEIMATRAUM.München

16.00–19.00 Uhr
Preise Eintritt frei

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung an. Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und Improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken austauschen. 

Zum Stück «HEIMATRAUM.München»
Mi 27 Jul

Spiel des Lebens

Die Kareno-Trilogie («An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte») von Knut Hamsun
Residenztheater, 19.00–21.55 Uhr
Preise G

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Zum Stück «Spiel des Lebens»
Mi 27 Jul

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise V

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Zum Stück «Herz aus Glas»