Resi digital: »Neue Sinnlichkeit«

Was kann Theater künstlicher Intelligenz entgegensetzen?

Um genau das herauszufinden, wird ab der Spielzeit 26∕27 im Rahmen eines zweijährigen Probenprozesses mit dem Projekt »Kaspar 2028« dieser Frage nachgegangen. Grundlage ist Peter Handkes »Kaspar« (1968), vom Autor selbst als »Sprachfolter« bezeichnet: Die von Kaspar Hauser inspirierte Titelfigur wird durch Sprache geformt und kontrolliert, bis sie sich selbst nicht mehr erkennt – ein Körper, der zum Echo fremder Stimmen wird. Dieses Motiv trifft unsere Gegenwart mit erschreckender Präzision: Auch KI-Systeme formen, normieren und spiegeln uns das zurück, was wir ihnen eingespeist haben. Gemeinsam mit Lena Gieseke, Professorin im Masterprogramm Creative Technologies an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, sowie dem Schweizer Regisseur und Forscher Manuel Flurin Hendry entsteht ein zweijähriges interdisziplinäres Experiment zwischen Potsdam und München. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms »Kunst & KI« werden darin digitales Klonen und ein durch KI erweiterter Probenprozess für die Theaterbühne erforscht und kritisch befragt. Zugleich öffnet das Projekt den Arbeitsprozess zwischen Potsdam und München regelmäßig für öffentliche Präsentationen und den kritischen Diskurs.

Tremens
Sinn & Synthese
Munich Beyond
»NACH MITTERNACHT« VON IRMGARD KEUN
XR-LAB: TREMENS
DADDY
»GESICHTER« VON TOVE DITLEVSEN
ANA – EINE THEATRALE INSTALLATION
NUTZUNG VON AR-BRILLEN IN DER KUNST
Auftaktveranstaltung Resi digital

TRAILER RESI DIGITAL: »NEUE SINNLICHKEIT«