Premiere
Marstall
Juni 2027
DER ZAUBERLEHRLING
Ein Werkstattbesuch nach Johann Wolfgang von Goethe von Thom Luz
Premiere Juni 2027
Marstall

Inhalt

Eine Erzählung über Kontrollverlust und unaufhaltsame Eskalation, ein Machtkonflikt zwischen zwei Generationen, eine Meditation über menschliche Selbstüberschätzung, die Frage nach der Wiederverschließbarkeit von Pandoras Büchse – wie immer bei Goethe ist die ganze Bandbreite der Existenz in wenigen Zeilen aufgehoben: Der Zauberlehrling spielt mit Kräften, die er nicht kontrollieren kann, und die Geister, die er rief, ertränken ihn beinahe. Hausregisseur Thom Luz richtet auf den Spuren von Goethes Gedicht eine inszenierte Führung durch die leer stehenden Werkstätten des Marstalls ein.

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Eine Erzählung über Kontrollverlust und unaufhaltsame Eskalation, ein Machtkonflikt zwischen zwei Generationen, eine Meditation über menschliche Selbstüberschätzung, die Frage nach der Wiederverschließbarkeit von Pandoras Büchse – wie immer bei Goethe ist die ganze Bandbreite der Existenz in wenigen Zeilen aufgehoben: Der Zauberlehrling spielt mit Kräften, die er nicht kontrollieren kann, und die Geister, die er rief, ertränken ihn beinahe. Hausregisseur Thom Luz richtet auf den Spuren von Goethes Gedicht eine inszenierte Führung durch die leer stehenden Werkstätten des Marstalls ein.

Nachdem die Gewerke des Residenztheaters ins frisch eröffnete Proben- und Werkstättenzentrum in Bogenhausen umgezogen sind, wird ihr ehemaliges Domizil selbst zur Bühne: Wo jahrelang ungesehen geschreinert, gemalt und gepolstert wurde, laden Thom Luz und das Ensemble nicht nur zum Blick hinter die Kulissen ein, sondern kreieren eine Werkstatt der besonderen Art, in die jeweils einer kleinen Besuchergruppe Zutritt gewährt wird. Die zwei riesenhaften Säle hoch über dem Marstallplatz werden Schauplatz einer magischen Versammlung: Dort, wo fünfundsiebzig Jahre lang mit Pinsel, Schweißgerät und Kreissäge Theatermagie hergestellt wurde, entsteht ein Parcours, der Goethes Gedicht und die Themen, die in ihm mitschwingen, in Bildern, Klängen und Atmosphären erlebbar macht. In mehreren musikalischen und bildstarken Stationen wird erzählt von existenzieller Kausalität, dem Kampf gegen Unabwendbarkeit und der ebenfalls sehr menschlichen Sehnsucht, der rasenden Entzauberung der Welt einen poetischen Widerstand entgegenzuhalten.

Bereits mit »Radio Requiem« am Theater Basel und »Atlas der abgelegenen Inseln« nach dem Roman von Judith Schalansky am Schauspiel Hannover (eingeladen zum Berliner Theatertreffen) zeigte sich Luz als Spezialist für Verzauberungen von verwaisten historischen Gebäuden. Wie immer in seinem Theater sind es die flüchtigen Ereignisse – Melodien, Klänge und Geräusche –, die in den Vordergrund rücken und dem Wandel der Zeiten eine Gestalt geben.

»If you think that technology is going to solve your problems, you don’t understand technology – and you don’t understand your problems.«
Laurie Anderson

Künstlerische Leitung

Inszenierung Thom Luz
Dramaturgie Katrin Michaels