Inter Alia
von Suzie Millervon Suzie Miller
Inhalt
In ihrem Gerichtssaal setzt sich Richterin Jessica Park für faire, vorurteilsfreie Verfahren in Fällen sexualisierter Gewalt ein. Jenseits ihrer Arbeit ist sie – inter alia (»unter anderem«) – auch Ehefrau, Karaokesängerin und Mutter. Irgendwie schafft sie es, allen Rollen in ihrem Leben gerecht zu werden. Meistens. Doch eine erschütternde Anklage bringt die sorgsam austarierte Balance ins Wanken: Ihr achtzehnjähriger Sohn Harry wird beschuldigt, eine Freundin vergewaltigt zu haben. Jessica muss sich entscheiden: Schützt sie ihren Sohn oder steht sie für die Wahrheit ein?
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Richterin Jessica Park ist am Höhepunkt ihrer Karriere angekommen. In ihrem Gerichtssaal setzt sich die Feministin für faire, vorurteilsfreie Verfahren in Fällen sexualisierter Gewalt ein. Jenseits ihrer Arbeit ist sie – inter alia (»unter anderem«) – auch Ehefrau, Karaokesängerin und Mutter. Irgendwie schafft sie es, allen Rollen in ihrem Leben gerecht zu werden. Meistens. Doch eine erschütternde Anklage bringt die sorgsam austarierte Balance ins Wanken: Ihr achtzehnjähriger Sohn Harry wird beschuldigt, eine Freundin vergewaltigt zu haben. Jessica muss sich entscheiden: Schützt sie ihren Sohn oder steht sie für die Wahrheit ein?
Mit »Prima Facie« gelang der australisch-britischen Dramatikerin und Anwältin Suzie Miller 2019 der internationale Durchbruch, in den darauffolgenden Spielzeiten gehörte das Monodrama zu den meistgespielten Stücken Deutschlands. Nun kehrt Miller mit einem neuen Justizdrama zurück und verlegt den Konflikt zwischen Recht und Wahrheit mitten ins Zentrum einer Familie. Informiert durch ihre jahrelange Erfahrung als Anwältin in Fällen von sexualisierter Gewalt, zeichnet sie ein ebenso realistisches wie beunruhigendes Porträt einer Mutter, deren Werte und moralische Integrität radikal auf die Probe gestellt werden.
»Du bist hier nicht die Richterin!
Du bist seine Mutter.«
Doch Miller beschränkt sich in ihrer Beobachtung nicht nur auf Jessica als Richterin und Mutter. Sie hinterfragt auch, wie die nächste Generation junger Männer heranwächst, deren Vorstellungen von Intimität und Nähe sich oftmals aus zweifelhaften Darstellungen im Internet, Pornografie und toxischen Männlichkeitsbildern speisen. Welches problematische Verhalten bleibt zu lange unbemerkt, wird entschuldigt, als ungefährlich abgetan und unterschätzt?