19.30 Uhr Einführung
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Do 16 Apr
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Sa 18 Apr
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Fr 24 Apr
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Fr 8 Mai
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Fr 15 Mai
Weitere Termine folgen
BERNARDA ALBAS HAUS
von Federico García Lorca
aus dem Spanischen von Hans Magnus Enzensberger
Premiere 26. März 2026
Cuvilliéstheater
1 Stunde 20 Minuten
Keine Pause

Inhalt

Für ihre erste Inszenierung am Residenztheater hat die Regisseurin Rieke Süßkow, die mit ihren ästhetisch durchkomponierten Arbeiten bekannt wurde, das letzte Drama des großen spanischen Dichters Federico García Lorca gewählt. Seine Protagonistin Bernarda Alba ist eine Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes acht Jahre Trauer ausruft, aus ihrem Haus eine Art Gefängnis für ihre fünf erwachsenen Töchter macht und damit das patriarchale System der spanischen Provinz unhinterfragt übernimmt.

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Nach dem Tod ihres Mannes ruft Bernarda Alba acht Jahre Trauer aus und sperrt ihre fünf Töchter zu Hause ein. Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist untersagt. Sie regiert mit den Mitteln von Überwachung, Denunziation und Gewalt. Doch die jüngste Tochter wagt den Aufstand gegen das Regime der Mutter, die das patriarchale System der spanischen Provinz unhinterfragt übernimmt.

Immer wieder hat der spanische Dichter Federico García Lorca Frauenschicksale in den Mittelpunkt gestellt. Kurz vor seiner Ermordung durch aufständische, faschistische Militärs im Jahr 1936 vollendete er mit «Bernarda Albas Haus» sein vielleicht konsequentestes Stück. Es ist als eine Anklage gegen die überkommenen, von der katholischen Kirche propagierten frauenfeindlichen Moralvorstellungen und als Forderung nach radikalem gesellschaftlichem Wandel zu lesen. Aber es bietet sich noch eine weitaus komplexere Deutung an, da Lorca die raffinierten Mechanismen der Unterdrückung zwischen den Frauen, die sich gegen sie selbst und ihre Freiheit richtet, schonungslos offenlegt. Lorca fand das Vorbild für «Bernarda Albas Haus» im realen Leben, stand doch ein Haus, in dem die Frauen einer Familie quasi gefangen gehalten wurden, in unmittelbarer Nachbarschaft seines Elternhauses.

Die Regisseurin Rieke Süßkow wurde mit ihren ästhetisch durchkomponierten Arbeiten bereits zweimal zum Berliner Theatertreffen eingeladen und inszeniert jetzt erstmals am Residenztheater.

Workshop: Resi-Werkstatt

Am 15. April heißen Sie zur Resi-Werkstatt zu «Bernada Albas Haus» Theaterpädagogin Linda Nerlich und die Ensemblemitglieder Felicia Chin-Malenski und Naffie Janha willkommen. 

Vorspiel

VORSPIEL - DIE RESI-AUDIOKURZEINFÜHRUNG

BERNARDA ALBAS HAUS

Perfekt für den Weg ins Theater: Mit dem VORSPIEL des Residenztheaters in wenigen Minuten bestens auf die Inszenierung vorbereitet. In unseren Audiokurzeinführungen erfährt man alles Wichtige, kurz und knapp – einfach reinhören und entspannt in den Theaterabend starten!

Theaterpädagogisches Begleitprogramm

Sie planen einen Theaterbesuch mit Schüler*innen, Studierenden oder einer anderen Gruppe und wünschen sich ein theaterpädagogisches Begleitprogramm? Schreiben Sie an resi.alle@residenztheater.de.

La Casa - Gender, Macht und Einschließung

Die Soziologin Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky über «Bernarda Albas Haus».

Digitaler Büchertisch

IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER

Literaturempfehlungen aus der Dramaturgie
«Die Stücke»
von Federico García Lorca


«Gedichte»
von Federico García Lorca


«Federico García Lorca. Leben, Werk, Wirkung»
von Karen Genschow

Künstlerische Leitung

Inszenierung Rieke Süßkow
Chorleitung Daniel Weber
Licht Markus Schadel
Dramaturgie Almut Wagner

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