Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 26 Feb
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DIE PERSER
von Aischylos, wiedergegeben von Durs Grünbein
Premiere 26. Februar 2027
Marstall

Inhalt

Xerxes, Herrscher des persischen Großreichs, will Griechenland erobern. Mit einer überwältigenden Übermacht an Schiffen und Kriegern zieht er 480 v. Chr in die Schlacht. Doch eine militärische List kostet ihn den Sieg. Fast dreihunderttausend Männer seines Heeres fallen. Acht Jahre später entscheidet sich Aischylos, der auf der Seite der siegreichen Athener gekämpft hat, die Perspektive der Besiegten einzunehmen. Er verfasst mit »Die Perser« nicht nur die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur, sondern ein – auch nach 2500 Jahren – immer noch aktuelles Plädoyer für Menschlichkeit.

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Es ist der Rausch der eigenen Stärke, der Xerxes, Herrscher des persischen Großreichs, 480 v. Chr. mit einer überwältigenden Übermacht an Schiffen und Kriegern siegessicher gegen das rebellierende Griechenland in die Schlacht ziehen lässt. Doch eine militärische List der ihm eigentlich hoffnungslos unterlegenen Griechen bringt ihm und seiner Armee an der Meerenge bei Salamis die vernichtende Niederlage. Fast dreihunderttausend Männer seines Heers fallen, eine ganze Generation wird ausgelöscht.

Acht Jahre später verfasst Aischylos, der auf der Seite der siegreichen Athener gekämpft hat, die älteste vollständig überlieferte Tragödie der Weltliteratur: »Die Perser«. Das Stück hätte den Triumph der Griechen feiern, dem Selbstverständnis der eigenen Überlegenheit huldigen können. Doch Aischylos entscheidet sich dafür, die Perspektive der Besiegten einzunehmen und den unendlichen Schmerz, die Verzweiflung und die Trauer der Hinterbliebenen darzustellen. 

»Geschlagen sind wir. Vom Schicksal
Das eine Ewigkeit dauern wird.«

Mit den Persern und den Griechen treffen nicht nur zwei Völker, sondern zwei fundamental verschiedene Arten zu leben aufeinander: ein Großreich gegen einen losen Verbund von Stadtstaaten, ein übermächtiges Heer gegen einen Zusammenschluss einzelner griechischer Armeen, eine Monarchie mit einem gottähnlichen Herrscher gegen eine junge Demokratie. Während die vom Feind niedergebrannte Stadt Athen um ihn herum wiederaufgebaut wird, nutzt Aischylos die der Demokratie eigenen Rede- und Kunstfreiheit, um sich in genau diesen Feind hineinzuversetzen – und zeigt damit eindrücklich, dass ein moderner und humaner Staat nur auf Menschlichkeit und Mitgefühl beruhen kann.

Der griechische Regisseur Anestis Azas gibt sein Debüt am Residenztheater mit einem Werk, das auch nach 2500 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Künstlerische Leitung

Inszenierung Anestis Azas
Bühne Dido Gkoglou
Dramaturgie Lea Maria Unterseer

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