Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 27 Apr
Publikumsgespräch im Anschluss
Marstall, 20.00 Uhr
Mo 29 Apr
Weitere Termine folgen
MOSI - THE BAVARIAN DREAM
von Alexander Eisenach
Uraufführung / Auftragswerk
Premiere 27. April 2024
Marstall
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Modezar und Märchenkönig, Paradiesvogel und Kultfigur. Münchner Original und Wohltäter. In seinem Leben wurden Rudolph Moshammer unzählige dieser Spitznamen und Titel verliehen. Jeder kannte ihn als Exzentriker mit Hundedame Daisy auf dem Arm, als Talkshowgast und Gesellschaftsmensch. Wie sein Vorbild, Bayerns Märchenkönig Ludwig II., liebte er den Glanz, die Opulenz, das Überbordende. Mit seinen Auftritten als Schauspieler und Werbefigur, als Sänger im Vorentscheid des Eurovision Song Contest und mit Büchern wie «Mama und ich» wurde er zur Kultfigur und seine Modeboutique «Carnaval de Venise» auf der Maximilianstraße zur Kultadressse und Pilgerstätte für Mosi-Fans.

«Ausgehend von Moshammers Biografie spüren wir dem romantischen Geist in Leben und Werk dieser schillernden Persönlichkeit nach. Ein Leben zwischen grellem Rampenlicht und dunkler Halbwelt, zwischen Promis und Strichern. <MOSI – The Bavarian Dream> ist auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden der deutschen Gesellschaft. Moshammers Vater kommt in der Wirtschaftswunderzeit der alten Bundesrepublik unter die Räder – Arbeitslosigkeit, Alkoholsucht und schließlich Obdachlosigkeit. Rudolph und seine Mutter fliehen vor der Gewalt des Vaters. Die Wunde versucht der Sohn durch sein Engagement für Obdachlose zu heilen. Er, der im Rampenlicht steht, verleiht ihnen Sichtbarkeit. Sein tragischer Tod führt in die mörderischen Abgründe einer Hochglanzwelt und auf die Schattenseite eines Lebens im Scheinwerferlicht. Diese zeigt die Not und Einsamkeit Moshammers auf, der nie öffentlich über seine Homosexualität sprach, der ganz in seiner Selbstinszenierung aufging und sich am Ende darin selbst verlor, weil er immer einen Teil von sich verbergen musste. <MOSI – The Bavarian Dream> ist ein Abend zwischen Revue und Biopic, zwischen Märchen und Krimi – eine Hommage an Rudolph Moshammer.» Alexander Eisenach

Autor und Regisseur Alexander Eisenach ist regelmäßiger Gast und ab der Spielzeit 2023/2024 auch Hausregisseur am Residenztheater. Er inszenierte hier seine Bearbeitung von Goethes «Götz von Berlichingen», sein Stück «Der Schiffbruch der Fregatte Medusa» und «Einer gegen alle» von Oskar Maria Graf.

 


Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Residenztheaters e.V.

DIGITALER BÜCHERTISCH

IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER

Literaturempfehlungen aus der Dramaturgie

«Ich, Daisy»
von Rudolph Moshammer


«Mein geliebtes München»
von Rudolph Moshammer

Künstlerische Leitung

Inszenierung Alexander Eisenach
Bühne Daniel Wollenzin
Kostüme Claudia Irro
Musik Benedikt Brachtel,  Sven Michelson
Licht Verena Mayr
Dramaturgie Ilja Mirsky