Automatenbüfett
Ein Spiel in drei Akten mit Vorspiel und Nachspiel von Anna GmeynerEin Spiel in drei Akten mit Vorspiel und Nachspiel von Anna Gmeyner
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Inhalt
Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken.
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In einer unbedeutenden deutschen Kleinstadt versucht Frau Adam ihr Automatenbüfett am Laufen zu halten – ein «Restaurant», das, obwohl es Speisen und Getränke auf Knopfdruck gibt, keinesfalls ohne menschliche Arbeitskraft auskommt. Deshalb kommt es dem Betrieb auch zugute, als Herr Adam eines Tages vom Angeln statt Fisch eine tropfnasse Frau mit in das Lokal bringt. Jene Eva, die eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hatte, wurde von dem Hobbyangler gegen ihren Willen aus dem Wasser gezogen und erweist sich nun für das Automatenbüfett insofern als Segen, als sich die Männerrunde des «Deutschen Amateur-Fischer-Verbands», die sich dort regelmäßig versammelt, nur zu gern von ihr das Bier bringen lässt. Spätestens jedoch, als sich Eva Herrn Adams vermeintlich bahnbrechender Idee von einer industriellen Fischzucht verschreibt, gerät der Mikrokosmos des Automatenbüfetts aus dem Lot und die immerwährende Ordnung der Kleinstadt ins Wanken.
Das Stück der erst vor einigen Jahren wiederentdeckten österreichischen Autorin Anna Gmeyner entstand vor dem Hintergrund einer Welt am Abgrund: «Europa ist ein Pulverfass, in das jeden Moment der zündende Funke fallen kann», heißt es darin prophetisch. 1933 zwang der Nationalsozialismus die jüdische Schriftstellerin ins Exil, aus dem sie zeit ihres Lebens nicht mehr zurückkehrte. Ihr Werk wird erstmals auf einer Münchner Bühne zu sehen sein.
Vorspiel
Perfekt für den Weg ins Theater: Mit dem VORSPIEL des Residenztheaters in wenigen Minuten bestens auf die Inszenierung vorbereitet. In unseren Audiokurzeinführungen erfährt man alles Wichtige, kurz und knapp – einfach reinhören und entspannt in den Theaterabend starten!
Theaterpädagogisches Begleitprogramm
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DIE KUNST, NICHT DABEI ZU SEIN
«Automatenbüfett» war das letzte Theaterstück Anna Gmeyners, das auf einer deutschen Bühne uraufgeführt wurde, bevor die Nationalsozialisten an die Macht kamen und die Schriftstellerin ins Exil zwangen. Verlegerin Lisette Buchholz zeichnet Leben und Werk Anna Gmeyners nach, Dramaturgin Constanze Kargl widmet sich dem Stück.
DIGITALER BÜCHERTISCH
IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER
Literaturempfehlungen aus der Dramaturgie
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«Manja»
von Anna Gmeyner
«Was für ein Schauspiel! Deutschsprachige Dramatikerinnen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart»
von Ingeborg Gleichauf
«Schreiben in finsteren Zeiten. Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945»
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