Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 19 Juni
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LAND OHNE WIEDERKEHR
von Marina Davydova
aus dem Russischen von Marina Koreneva
Uraufführung∕Auftragswerk
Premiere 19. Juni 2027
Marstall

Inhalt

Die Sowjetunion steht kurz vor ihrem Zusammenbruch. In Aserbaidschan finden Pogrome gegen die armenische Minderheit statt. Die junge Lada muss ihre geliebte Heimat verlassen. In Moskau findet sie ein neues Zuhause. Jahrzehnte später ist sie als Kritikerin des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gezwungen, erneut zu fliehen. Die renommierte Theatermacherin Marina Davydova erzählt basierend auf eigenen Erfahrungen von der Sprengkraft, die politische Umwälzungen für Individuen bedeutet und von den Nöten einer Existenz im Exil.

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Immer wieder wird Lada gezwungen, ein neues Leben zu beginnen: Geboren in Baku verlebt sie eine glückliche Kindheit in der sowjetischen Teilrepublik Aserbaidschan, bis dort 1990, ein Jahr vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, Pogrome gegen die armenische Minderheit stattfinden. Lada hat armenische Wurzeln und muss fliehen, ins fremde, verhasste Moskau. Dieses wird ihr für mehrere Jahrzehnte zu einer zweiten Heimat, hier macht sie Karriere, gründet eine Familie, bereist die ganze Welt. Dann kommt das Jahr 2022: Als unerschrockene Kritikerin des Angriffs auf die Ukraine wird sie erneut mit dem Tod bedroht und zur Flucht gezwungen. Diesmal gelangt sie nach Berlin. 

Die renommierte Theatermacherin Marina Davydova greift für ihr erstes Theaterstück auf eigene Erfahrungen zurück. Auch sie, die bekannte Kritikerin und erfolgreiche Festivalleiterin, die immer auf der ganzen Welt zu Hause war, war gezwungen, sich an einem neuen Ort niederzulassen. Vor dem Hintergrund der jüngsten gewaltvollen Geschichte erzählt sie in ihrem autofiktionalen Stück von der geopolitischen Sprengkraft, die in der Grenzziehung zwischen neuen Nationen und gewachsenen Kulturen liegt. Und von der verheerenden persönlichen Dimension, die Kriege unweigerlich für die geflüchteten Menschen mit sich bringen, der Not, ein Exil zu finden und sich dort neu zu erfinden.  

Es inszeniert die Regisseurin Anica Tomić aus Zagreb, die als Jugendliche Zeugin des Zerfalls der Republik Jugoslawien wurde. Die Uraufführung von »Land ohne Wiederkehr« bildet den Auftakt des Welt/Bühne-Festivals 2027, das alljährlich neue Stücke von Autor*innen aus der ganzen Welt präsentiert.  

Künstlerische Leitung

Inszenierung Anica Tomić
Bühne Igor Pauška
Kostüme Drina Krliić
Komposition Nenad Kovačić
Choreografie Lada Petrovski Ternovšek
Dramaturgie Jelena Kovačić,  Almut Wagner

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