Das kunstseidene Mädchen
nach dem gleichnamigen Roman von Irmgard Keun, für die Bühne bearbeitet von Elsa-Sophie Jachnach dem gleichnamigen Roman von Irmgard Keun, für die Bühne bearbeitet von Elsa-Sophie Jach
Inhalt
Die achtzehnjährige Doris hat nur einen Traum: Sie will »ein Glanz« werden! Dafür muss sie raus aus der provinziellen Enge. Von ihrem tristen Alltag als Sekretärin und der Zudringlichkeit ihres Chefs hat sie genug. Kurzerhand stiehlt sie einen Pelzmantel und flieht vor der Polizei nach Berlin. Hier stürzt sie sich in das Nachtleben der 1930er-Jahre und erlebt anfangs kurze Momente des Ruhms und Reichtums. Doch die Realität der späten Weimarer Republik mit hoher Arbeitslosigkeit und großer Armut ist weit entfernt von dem erhofften »Glanz«. So folgen für Doris eine Enttäuschung und schmerzhafte Erfahrung auf die nächste, trotzdem lässt sie sich nicht entmutigen und geht selbstbewusst weiter ihren Weg.
Mehr Infos zum Stück anzeigen
Die achtzehnjährige Doris hat nur einen Traum: Sie will »ein Glanz« werden! Dafür muss sie raus aus der provinziellen Enge. Von ihrem tristen Alltag als Sekretärin und der Zudringlichkeit ihres Chefs hat sie genug. Kurzerhand stiehlt sie einen Pelzmantel und flieht vor der Polizei nach Berlin. Hier stürzt sie sich in das Nachtleben der 1930er-Jahre und erlebt anfangs kurze Momente des Ruhms und Reichtums. Doch die Realität der späten Weimarer Republik mit hoher Arbeitslosigkeit und großer Armut ist weit entfernt von dem erhofften »Glanz«. So folgt für Doris eine Enttäuschung und schmerzhafte Erfahrung auf die nächste, trotzdem lässt sie sich nicht entmutigen und geht selbstbewusst weiter ihren Weg.
Irmgard Keun schildert in ihrem Roman den Wunsch nach sozialem Aufstieg als einen Akt von Selbstermächtigung aus der Perspektive ihrer weiblichen Protagonistin. Immer wieder stößt sie dabei aber auf soziale, ökonomische und patriarchale Barrieren, die ihrer Sehnsucht nach »Glanz« unüberwindbar im Weg stehen. So wird aus ihrer Hoffnung auf gesellschaftliche Anerkennung schließlich ein Überlebenskampf in einer Zeit des radikalen politischen Wandels.
Nach der Adaption von »Nach Mitternacht« setzt das Residenztheater mit »Das kunstseidene Mädchen« die Auseinandersetzung mit dem Werk Irmgard Keuns fort – einer der prägendsten und erfolgreichsten literarischen Stimmen der Weimarer Republik. Deren Autor*innen – wie Anna Gmeyner, Marieluise Fleißer, Lion Feuchtwanger, Thomas und Heinrich Mann – bilden seit Jahren einen wichtigen inhaltlichen Schwerpunkt im Spielplan des Residenztheaters wie auch in der Arbeit von Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach.