Homevideo

Eine Produktion mit Jugendlichen der intergroup

nach Jan Braren, Bühnenfassung von Can Fischer

Jakob ist 15. Ein film- und musikbegeisterter Junge, der versucht, mit der Trennung seiner Eltern klarzukommen und damit, dass er sich gerade zum ersten Mal verliebt, und zwar so richtig. Sie heißt Hannah. Ihren Namen flüstert er mitsamt Liebesgeständnis in die Kamera. Jakob hält intime Momente auf Video fest; auch solche, die nicht für die Außenwelt bestimmt sind. Als die Aufnahmen in falsche Hände geraten, wendet sich scheinbar seine gesamte Umwelt – Schule, Eltern, Freunde und sogar Hannah – von ihm ab. Henry, ein Mitschüler, erpresst Jakob und stellt das Video ins Netz. Die Bilder verbreiten sich viral, Jakob ist der digitalen Gewalt, die durch die Anonymität des Internets enthemmt wird, ununterbrochen ausgesetzt. Für Cybermobbing gibt es keinen Rückzugsraum, das Internet kriecht auch unter die Bettdecke. 

Homevideo beschreibt, wie junge Menschen im digital zurechtfrisierten Ego-Zeitalter unter dem Schutz der Anonymität ihre Menschlichkeit verlieren und zu spät über die Folgen ihres Handelns nachdenken.

Für alle ab 14 Jahren

Das Stück "Homevideo" basiert auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Fernsehfilm, dieser wurde 2011 mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – wohl auch deshalb, weil er ein weit verbreitetes Problem thematisiert: Jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren berichtet davon, digitale Gewalt in seinem Umfeld beobachtet zu haben. Jeder fünfte sieht sich selbst als Opfer digitaler Gewalt. Und 20% der Betroffenen sprechen von Selbstmordgedanken, die das Erleben von Cybermobbing in ihnen auslösen. Cybermobbing gibt den Betroffenen ein Gefühl der Ausweglosigkeit, weil das Internet als ein rechtsfreier Raum wahrgenommen wird. Das Bewusstsein darüber, dass jedes gepostete Bild und jedes geschriebene Wort auch im Internet reale und rechtliche Konsequenzen haben kann, muss scheinbar nicht nur erst in die Köpfe derer dringen, die digitale Gewalt ausüben, sondern auch denjenigen klar werden, die sie erleben: Sie können vom Opfer zum Gegner digitaler Gewalt werden, indem sie sich ihrer Rechte bewusst und darin gestärkt werden.

Präventions- und Beratungsstellen leisten hier wichtige Arbeit, die von Sensibilisierung und Mediation, z.B. auch an Schulen, bis zur Aufklärung über handfeste Handlungsmöglichkeiten und rechtlichen Schutz reichen. Sich in einer Notsituation an eine Beratungsstelle zu wenden, macht den Betroffenen auch klar, dass sie nicht die ersten mit diesem Problem sind und dass sie sich der digitalen Gewalt nicht allein stellen müssen.

PRÄVENTION / OPFERSCHUTZ
Beratungstelefon 089 2910 4444
MO-FR 08:00-11:00 MO-DO 13:00-15:00
beratungsstelle-muenchen@polizei.bayern.de 
www.polizei.bayern.de/muenchen

CAFÉ NETZWERK
Telefon 089 5483 2700
MO, MI, FR 13:00-18:00 DI 13:30-18:00
team@cafe-netzwerk.de
www.cafe-netzwerk.de
Luisenstraße 11, 80333 München

Weitere Informationen zum Thema Cybermobbing und Beratungsstellen: www.klicksafe.de

 

Marstall
  • So 22. Apr 18, 19:00 Uhr
  • Mi 02. Mai 18, 10:30 Uhr
  • Mi 02. Mai 18, 20:00 Uhr
  • So 13. Mai 18, 19:00 Uhr
  • premiere 17 Mär 18
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 30
  • Keine Pause
  • Regie Anja Sczilinski
  • Co-Regie Mia Constantine
  • Bühne + Kostüme Peter N. Schultze
  • Musik Kilian Unger + Ensemble
  • Licht Uwe Grünewald
  • Choreographie Annerose Schmidt
  • Video Annelie Boros
  • Dramaturgie Anna Gschnitzer
mit
  • Paul Braitinger Jakob
  • Katharina Stark Hannah
  • Dascha von Waberer Irina
  • Wolfram Rupperti Klaus
  • Bibiana Beglau Vera (im Video)
  • Paul Furtwängler Henry
  • Elliott Schulte Erik
  • Lilith Kampffmeyer Annika
  • Janosch Krieger Tom
  • Noa Albrecht Mila
  • Emil Vorbrugg Jonas
  • Arnulf Schumacher Telefonat Schuldirektor

Cybermobbing – die unterschätzte Gewalt

Elisabeth Schmitt vom medienpädagogischen Café Netzwerk des Kreisjugendrings über Cybermobbing und Hilfsangebote bei Mobbing. MEHR ...
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"Home-video"

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"Has the world changed, or have I changed?"

Eines Morgens, aus unruhigen Träumen erwachend, im Ohr die alte Liedzeile: "Has the world changed, or have I changed?" Es ist der Petersburger Blutsonntag 1905, Berlin im Novemberregen 1923, ein Junitag im Jahr 1483 in London oder New York in den späten 1980ern. Und auch die schönen Tage von Aranjuez sind bereits vorbei.

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