Playing :: Karlstadt

Eine szenische Installation

von Bernhard Mikeska + Alexandra Althoff + Lothar Kittstein (RAUM+ZEIT)

Uraufführung!!

An der Münchner Prinzregentenbrücke wird eine Frau aus der Isar gezogen. In der Chronik der "Selbstmordversuche 1935" wird sie als Nr. 83 aufgeführt: Liesl Karlstadt. Auf der Bühne wie im Leben spielt die Komikerin die Rolle der belastbaren, ausgleichenden Partnerin an der Seite von Karl Valentin. Während Valentin als Selbstdarsteller der eigenen Vertracktheit hervortritt, verschwindet Karlstadt virtuos in einer Vielzahl von Rollen. Meist schlüpft sie in ein groteskes Mannskostüm. Entdeckt wird die 18-Jährige durch Valentin bei einem Auftritt im Jahr 1911. Er sagt ihr frei heraus, als Soubrette sei sie ungeeignet. Sie solle sich aufs Komische verlegen. Der Beginn einer jahrzehntelangen Arbeits- und Liebesbeziehung, die in beidseitige zerstörerische Abhängigkeit führen wird. Valentin hat ein Urteil über Liesl Karlstadt ausgesprochen, dem sich alle angeschlossen haben. Es lautet: "lebenslänglich komisch".

Nach "Eurydice :: Noir Désir" und "Opening Night :: Alles über Laura" hat das Künstlertrio RAUM+ZEIT nun mit "Playing :: Karlstadt" eine szenische Installation in der Münchner Innenstadt entworfen: Der Zuschauer begibt sich allein auf einen Weg durch die Stadt, auf dem er den Schauspielern sehr nahe kommen wird. Eine subjektive Reise ins Innere.

 Kartenreservierung erforderlich, keine Abendkasse. Einlass für je einen Zuschauer alle 12 Minuten ab 17.36 Uhr. Treffpunkt im Hotel Kraft, Schillerstraße 49. Die Inszenierung dauert etwa 70 Minuten. Bitte achten Sie auf dem Wetter entsprechende Kleidung.

In der Stadt - Treffpunkt Hotel Kraft
  • Mi 04. Jul 18, 17:36 Uhr
  • Mi 25. Jul 18, 17:36 Uhr
  • premiere 05 Mai 18
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 10
  • Keine Pause
  • Einlass für je einen Zuschauer alle 12 Minuten, Treffpunkt Hotel Kraft, Schillerstraße 49
  • Regie Bernhard Mikeska
  • Text Lothar Kittstein
  • Bühne Bernhard Mikeska + Alexandra Althoff + Bärbel Kober
  • Kostüme Birgitt Kilian
  • Sounddesign Knut Jensen
  • Licht Monika Pangerl
  • Dramaturgie Alexandra Althoff + Götz Leineweber

360° :: Karlstadt

Eine Begegnung mit Liesl Karlstadt im virtuellen Raum

Kostenloser Virtual Reality Film
ab 07 MAI
MO – SO 10:00 – 19:00 UHR
Tageskasse am Marstallplatz 5

Mit einer VR-Brille in das Labyrinth von Liesl Karlstadts Leben.

360° :: Karlstadt

Fliegendes Blatt 14/16

von Monika Rinck

Der Witz vom Eigentum

Liesl, die in die Fugen der Fragen hineingesäten Brecher, die aufkeimenden Kerne, Liesl, das grünblättrige Ächzen, die luftwurzelnden Erläuterungen, die unnützen Stützen, der auf reiche Weise in die Ratio, Liesl, reinerklärte Irrsinn, die späten Mulis, "das musst du wissen, Kellnerjunge Liesl", ganz nah an den fremden Mann heran, ist sie ihr eigener, ihr eigener Mann

Fliegendes Blatt 14/16

Playing :: Karlstadt Programmheft Auszug (PDF)

Playing :: Karlstadt Programmheft Auszug (PDF)
Bild

"Was glaubst du, wer du bist?"
Lothar Kittstein,
"Playing
 ::
Karl-
stadt"

 

PLAYING :: KARLSTADT INHALTSANGABE

Die Theaterentwürfe des Trios RAUM+ZEIT betreiben ein Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung. Ihre neueste Arbeit entwickeln Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff für das Residenztheater in der Ludwigsvorstadt. Das turbulente Bahnhofs- und das verkehrsberuhigte Klinikviertel werden durch die Schillerstraße verbunden. Schillerstraße 49 – der Startpunkt der Inszenierung – war die Adresse des renommierten Münchner Volkssängerlokals Frankfurter Hof.

PLAYING :: KARLSTADT INHALTSANGABE

Resi in der Stadt mit "Playing :: Karlstadt" (Fotogalerie)

"Has the world changed, or have I changed?"

Eines Morgens, aus unruhigen Träumen erwachend, im Ohr die alte Liedzeile: "Has the world changed, or have I changed?" Es ist der Petersburger Blutsonntag 1905, Berlin im Novemberregen 1923, ein Junitag im Jahr 1483 in London oder New York in den späten 1980ern. Und auch die schönen Tage von Aranjuez sind bereits vorbei.

"Has the world changed, or have I changed?"

NEUE DRAMATIK FÜR NEUE DYNAMIKEN: Die Spielzeit 2017/18 am Resi

Intendant Martin Kušej stellte am 26. April im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm für die kommende Spielzeit 2017/18 vor. Der Spielplan folgt der politischen und gesellschaftskritischen Ausrichtung des Residenztheaters, dabei stehen viele Deutschsprachige Erst- und Uraufführungen auf dem Spielplan.

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