Macbeth

von William Shakespeare

Übersetzung Thomas Brasch

Ein Mann auf dem Hochplateau der Gesellschaft, mit Ehrgeiz, genügend Begabung und liebender Ehefrau bedacht, um ein maßvoll besonderes Leben zu führen. Macbeth heißt dieser Mann, er hat König Duncan von Schottland in der Schlacht den verräterischen Than von Cawdor und die Norweger vom Hals geschafft. Sein Weg kann nur nach oben führen, wenn er keine großen Fehler macht, die Zeit wird es fügen. Doch dann trifft er drei Hexen, die ihm eine Beförderung und den Königstitel prophezeien – und als die Beförderung auf der Stelle eintrifft, wird aus dem Spuk eine mörderische Karriereanleitung. Lady Macbeth setzt alle geschlechtsspezifischen Manipulationsstrategien ein, ihren zaudernden Mann in die Spur des Aufstiegs zu bringen, und eines der gequältesten Killerliebespaare der Literaturgeschichte wird geboren: Denn der erste Mord ist nicht krönender Abschluss, sondern Beginn einer blutigen Kette, die Macbeth Glied für Glied zusammenfügt, bis er sterbend sie schließt und in einsamem Höllengelächter die „Geburtsstunde des europäischen Nihilismus“ (Peter von Matt) bezeugt.

Shakespeare hat ein fieberndes Stück geschrieben, kollabierend in Blut und Schlaflosigkeit, besetzt von der irdischen Gleichung, dass der Fall des einen den Aufstieg des anderen bedingt, und von dem Preis, der fällig wird, wenn man verrät, ein Mensch zu sein.

 

Residenztheater
  • So 24. Sep 17, 18:00 Uhr
  • So 15. Okt 17, 18:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 45
  • eine pause
  • Regie Andreas Kriegenburg
  • Bühne Harald B. Thor
  • Kostüme Andrea Schraad
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Angela Obst
mit

Kurt-Meisel-Preis 2017 an Thomas Loibl

Förderpreise an Nora Buzalka und Thomas Lettow

Ensemblemitglied Thomas Loibl wurde mit dem diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters ausgezeichnet. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit seine herausragenden schauspielerischen Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an Nora Buzalka und Thomas Lettow, die beide seit 2014 dem Ensemble angehören.

Kurt-Meisel-Preis 2017 an Thomas Loibl