Junk

von Ayad Akhtar

Deutsch von Michael Raab

"Es ist kein Zufall, dass Donald Trump durch Schulden an die Macht gekommen ist. Es ist kein Zufall, dass Donald Trump nichts von dem ist, was er vorgibt zu sein. Dafür gibt es tiefe strukturelle Gründe, die meiner Meinung nach in der Geschichte der US-Wirtschaft in den späten 1970ern und 80ern liegen."  (Ayad Akhtar)
 

Das neue Stück des "Geächtet"-Autors Ayad Akhtar spielt im "Goldenen Zeitalter der Schulden", der freak economy der Achtziger Jahre, als das Geld seine letzten Bindungen an die Realität verlor und endgültig seinen illusionären Charakter offenbarte. Aus den alten Opferungen hervorgegangen wurde es wieder – Religion. "Junk" ist ein rasant erzählter Wirtschaftskrimi um den Investment-Banker Robert Merkin, dem es gelingt, feindliche Übernahmen angeschlagener Unternehmen aus Krediten zu finanzieren, die er mit dem Vermögen des übernommenen Unternehmens zu tilgen gedenkt. Er bezahlt den Kauf des Unternehmens also mit dessen eigenen Schulden und verdient anschließend an seiner Zerschlagung. Das Stück zeigt den Abwehrkampf eines Stahl-Unternehmers gegen eine solche Übernahme und gleichzeitig den Jäger als Gejagten, dem die Staatsanwaltschaft bereits im Nacken sitzt. Insofern Geld keinen Wert darstellt, sondern ein Versprechen, dreht sich in "Junk" alles um die "Kluft zwischen angenommenem Wert und wirklichem Wert, zwischen Sprache und Bedeutung, zwischen Erscheinung und Wirklichkeit" (Ayad Akhtar).

Residenztheater
  • Sa 14. Jul 18, 20:00 Uhr
  • Do 26. Jul 18, 20:00 Uhr
  • premiere 22 Apr 18
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie Tina Lanik
  • Bühne + Kostüme Stefan Hageneier
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit
Bild 

Fliegendes Blatt 13/16

von Nora Gomringer

Knuj

 

Sometimes there is a voice

Coming right out of the wall

It asks for numbers and plastic

It’s eye will memorize your features

It’s surface might categorize your touch

 

Sometimes there is a body

Coming right at you from a desk

He asks for numbers and names

His eyes will stare you down 

His skin might leave traces on yours

 

about money

 

about despair

 

As long as it’s about money 

Fliegendes Blatt 13/16

Junk Programmheft Auszug (PDF)

Junk Programmheft Auszug (PDF)
Bild

JUNK INHALTSANGABE

Als "eine Geschichte von Königen" wird Ayad Akhtars neues Stück in der ersten Zeile angekündigt, und tatsächlich schildert es Vorgänge an der Wall Street um die Mitte der Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in den erzählerischen Strukturen eines Historiendramas.

JUNK INHALTSANGABE

"Geächtet"-Autor Ayad Akhtar zu Besuch am Resi

Tina Lanik bringt den Wirtschaftskrimi "Junk" des Erfolgsautors auf die Bühne am Resi

Im Februar + April war der amerikanische Autor zu Gast am Residenztheater, um mit Regisseurin Tina Lanik über seinen Wirtschaftskrimi "Junk" zu sprechen – ab 22. April im Residenztheater!

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