Bakunin

Ein anarchistisches Stück

von Santiago Sanguinetti

Deutsch von Franziska Muche

Sind wir den Datenkraken Facebook, Google oder IBM hilflos ausgeliefert? Ist das Chaos die Voraussetzung für die Freiheit von Fremdbestimmung? Ist gar die Anarchie der Ausweg aus dem Algorithmus der Macht? Margarita und Rosa, zwei Ex-IBM-Mitarbeiterinnen, sind darüber empört, wie der Konzern die Welt für seine Zwecke unter Kontrolle bringen und ausbeuten will. Sie sind überzeugt, nur Anarchie könne die Welt retten. Und Anarchie braucht die revolutionäre Tat. Deshalb wollen sie auf einem IBM-Kongress in einem Hotel in Las Vegas ein Attentat begehen. Sie planen, Emma, IBM Generaldirektorin für Südamerika, ein A im Kreis in die Stirn zu brennen und das Video davon ins Internet zu stellen. Helfen soll ihnen dabei Bernardo als Che Guevara und Michail Bakunin, ein von ihnen programmierter und dem russischen Anarchisten täuschend ähnlicher Avatar. Aber die Aktion gerät außer Kontrolle, als der moderne Prometheus einmal aktiviert ist und Emma überraschend in der Sauna erscheint. Eine fantastische – und moralisch völlig unkorrekte – Komödie in Zeiten digitalen Kontrollverlusts.

Santiago Sanguinetti (geb. 1986, Uruguay) Als Schauspieler, Regisseur, Dramaturg und Dozent bekam der 31-jährige politische Theatermacher Santiago Sanguinetti zahlreiche internationale Stipendien, die ihn nach Avignon (Festival d’Avignon, 2007), Barcelona (Sala Beckett Theater, 2011), Nottingham (World Event Young Artists, 2012), Santiago de Chile (Teatro Amplio, 2014), Buenos Aires (Panorama Sur, 2015) und Montpellier (Centre Dramatique National, 2015) führten. Er erhielt u.a. den Premio Nacional de Literatur. Seit 2016 leitet er die Hochschule EMAD in Montevideo.

Der diesjährige Marstallplan wird zur "Welt / Bühne". Susanna Fournier, Zainabu Jallo, Maria Milisavljević, Santiago Sanguinetti, Pat To Yan: fünf junge Autoren und Autorinnen aus fünf verschiedenen Kontinenten, die für das Residenztheater, über eine gesamte Spielzeit hinweg, im gemeinsamen Austausch fünf Stücke entwickelt haben, die von fünf jungen Regisseuren und Regisseurinnen im Marstall uraufgeführt werden. Sie erzählen vom Sich-Öffnen und Sich-Verschließen, von den Unterschieden und den Zwischenräumen, die eine Begegnung erst ermöglichen. Im Anschluss an die jeweils letzte Vorstellung finden Publikumsgespräche statt.

In Kooperation mit dem Goethe-Institut, den Freunden des Residenztheaters sowie der LMU und der Theaterakademie August Everding.

 

  • premiere 23 Jun 18
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std.
  • Keine Pause
  • With English surtitles
  • Regie Stefan Schweigert
  • Bühne Maximilian Lindner
  • Kostüme Johanna Armstorfer
  • Musik Joshua Pfisterer
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Laura Olivi

Die "Welt/Bühne" im Radio

Reportage des BR über das Autorenprojekt

"Fünf Autorinnen und Autoren aus fünf Erdteilen haben im Laufe der Spielzeit Stücke entwickelt. Ihr Schreiben kreist dabei um ähnliche Fragen. Eine Reportage über die Entstehungsphase bis hin zu den Aufführungen."

Die "Welt/Bühne" im Radio
27 Jun 18

“Junge Regisseurinnen und Regisseure inszenieren junge Texte, das war der Plan, und er geht auf.” Sagt die Süddeutsche Zeitung über die "Welt/Bühne".

Welt/Bühne Premierenwochenende (Fotogalerie)

Neue Dramatik von Autoren aus fünf Kontinenten

Der diesjährige Marstallplan wird zur "Welt / Bühne". Susanna Fournier, Zainabu Jallo, Maria Milisavljević, Santiago Sanguinetti, Pat To Yan: fünf junge Autoren und Autorinnen aus fünf verschiedenen Kontinenten, die für das Residenztheater, über eine gesamte Spielzeit hinweg, im gemeinsamen Austausch fünf Stücke entwickelt haben, die von fünf jungen Regisseuren und Regisseurinnen im Marstall uraufgeführt werden. Sie erzählen vom Sich-Öffnen und Sich-Verschließen, von den Unterschieden und den Zwischenräumen, die eine Begegnung erst ermöglichen. Im Vorfeld wurde die dramatische Produktion auf ihre Möglichkeiten eines Austauschs hin untersucht, die Autoren kamen bereits früh mit den Produktionsteams zusammen. Die Uraufführungen am 23. + 24. Juni im Marstall werden inszeniert von Franziska Angerer, Britta Ender, Rikki Henry, Stefan Schweigert und Mira Stadler. Alle Vorstellungen werden Englisch übertitelt.

Neue Dramatik von Autoren aus fünf Kontinenten

"Ich hasse Las Vegas" Santiago Sangui-netti, "Bakunin"

International contemporary plays shown with English Surtitles

Our annual summer festival "Marstallplan" is turning the Marstall into a "World/Stage" (Welt/Bühne). Susanna Fournier, Zainabu Jallo, Maria Milisavljević, Santiago Sanguinetti, Pat To Yan – five playwrights from five different continents  wrote five new plays for the Residenztheater. They developed the plays in exchange with each other and the five young directors who will be staging them. The world premières will take place on the  23rd + 24th of June at the Marstall-Theatre.

International contemporary plays shown with English Surtitles

WELT/BÜHNE 2017/18 ARBEITSTREFFEN (FOTOGALERIE)