Elektra

von Hugo von Hofmannsthal

Elektras Mutter Klytämnestra hat gemeinsam mit ihrem Geliebten ihren Gatten Agamemnon erschlagen und die Herrschaft in Mykene übernommen. Elektra wird sich damit nicht abfinden. Das vergangene Unrecht ist ihre Gegenwart, das Zentrum ihres Verständnisses von sich und der Welt.

Hugo von Hofmannsthals Version des klassischen Stoffs ("nach Sophokles") von 1903 dreht sich nicht um Rache, Recht und tragische Verstrickung, in ihr rotieren die Figuren um ein leeres Zentrum: den toten Vater. Erinnern wie Vergessen sind psychische Extremzustände, welche die drei Frauen, neben Elektra und Klytämnestra noch deren andere Tochter Chrysothemis, in mancher Hinsicht mehr zu verbinden scheinen als zu trennen. Die ekstatische Sprache, mit der die Figuren ihr Gefängnis zu sprengen versuchen, ist ihnen vom Dichter verliehen und muss sich in ihrer unerhörten Kraft schließlich doch gegen das Bild der "rasenden Frau" wenden, das ihm vorgeschwebt haben mag.

"Elektra" ist nach Friedrich Schillers "Die Räuber" Ulrich Rasches zweite Inszenierung am Residenztheater.

  • premiere 15 Feb 19
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie + Bühne Ulrich Rasche
  • Komposition + Musikalische Leitung Monika Roscher
  • Kostüme Romy Springsguth
  • Licht Gerrit Jurda
  • Chorleitung + Einstudierung Jürgen Lehmann
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit
  • Katja Bürkle Elektra
  • Juliane Köhler Klytämnestra
  • Thomas Lettow Orest
  • Lilith Häßle Chrysothemis
  • Marie-Joelle Blazejewski Chor
  • Marie Domnig Chor
  • Giulia Goldammer Chor
  • Tenzin Kolsch Chor
  • Justus Pfankuch Chor
  • Yannik Stöbener Chor
  • Klara Wördemann Chor
  • Maria Wördemann Chor
  • Mariana Beleaeva Violine
  • Jenny Scherling Viola
  • Juri Kannheiser Cello
  • Alexander Maschke Synthesizer
  • Fabian Löbhard Percussion
  • Heiko Jung E-Bass

ELEKTRA INHALTSANGABE

Bei ihrem ersten uns bekannten Auftritt auf der Bühne des klassischen griechischen Theaters, in den Choephoren des Aischylos, steht Elektra auf der Schwelle zwischen Matriarchat und Patriarchat. Ihr Vater Agamemnon hatte ihre Schwester Iphigenie für guten Wind auf dem Weg in den trojanischen Krieg geopfert. Nach dem Sieg der Griechen war er mit der trojanischen Prinzessin Kassandra nachhause zurückgekehrt. Seine Frau Klytämnestra ermordete mit ihrem Liebhaber Ägisth den Heimkehrer im Bad.

ELEKTRA INHALTSANGABE

Kurt-Meisel-Preis 2019 für Juliane Köhler

Förderpreise des Vereins der Freunde des Residenztheaters gehen an Lilith Häßle + Nils Strunk

Juliane Köhler, langjähriges Mitglied des Resi-Ensembles, erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen mit dem Preis Juliane Köhlers herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an die Schauspielerin Lilith Häßle und den Schauspieler Nils Strunk. 

Kurt-Meisel-Preis 2019 für Juliane Köhler

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 12

Der Abschied von den Spielen der Kinderzeit ist kein leichter. Düster beschreibt dies Ingeborg Bachmann, Diva der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, in ihrem Gedicht "Das Spiel ist aus".

"Wir müssen schlafen gehn, Liebster, das Spiel ist aus. Auf Zehenspitzen. Die weißen Hemden bauschen. Vater und Mutter sagen, es geistert im Haus, wenn wir den Atem tauschen."

WAS HEIßT SPIELEN? – No. 12

„Für uns ist die Ausei-nander-setzung mit dem Mythos eine große avan-tage“, Hugo von Hof-manns-thal über "Elek-tra"