Foxfinder

Marstallplan 1

von Dawn King

Deutsch von Anne Rabe

Ein Land in der Krise. Geschickt nutzt die Regierung die wirtschaftliche Not der Bevölkerung, um eine diffuse Angst vor Füchsen zu schüren. Zu zerstörerischen Bestien verschrien, wild und übermächtig, verkörpern sie eine dunkle Naturgewalt, die schuld an allem Elend ist, eine unberechenbare Gefahr für die Zivilisation. Als die Bauern Samuel und Judith aufgrund mangelnder Erträge in den Verdacht eines Befalls geraten, müssen sie einen Foxfinder bei sich aufnehmen, dessen Untersuchung über ihre Zukunft entscheidet. Während die Angst vor der unsichtbaren Bedrohung langsam zur Paranoia auswächst, die die Menschen auseinander und ins Chaos treibt, wird gefühlte Wahrheit zur realen Gefahr.

"Foxfinder" von Dawn King ist auf www.textbuehne.eu erschienen.

 

 

 

  • Vorstellungsdauer ca. 1 std.
  • Regie Mirjam Loibl
  • Bühne Thilo Ullrich
  • Kostüme Eva Bienert
  • Musik Maximilian Loibl
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Rose Reiter
mit
11 Feb 18

Die Marstall-Inszenierung "Foxfinder" steht im Zentrum eines 360°-Forschungsprojekts. Für das beste 360°-Erlebnis das Video per Smartphone + mit Kopfhörern anschauen. Live im Marstall erlebt ihr den "Foxfidner" am Mittwoch wieder!

FOXFINDER INHALTSANGABE

Ein Staat, der von der eigenen fragwürdigen Politik ablenken muss, braucht Feinde. Vor ihnen wollen die Bürger geschützt werden und wer könnte das besser als der Staat? Indem er Ängste gezielt schürt, bis ein Gefühl konstanter Bedrohung die Bevölkerung in Atem hält, gelingt es ihm mühelos, tiefgreifende Überwachungsmaßnahmen sowie rigorose Verhaltensregeln für die Bürger zu legitimieren.

FOXFINDER INHALTSANGABE
Bild 
05 Feb 18

"Waren Sie in der Nacht schon im Wald?" Foxfinder ist am Mittwoch 14.2. zurück im Marstall! #foxfinder

Marstallplan 2017 "Der Eindringling"

Der Eindringling stört. Er bricht ein in die Blase, in der es bequem und zugleich unerträglich zugeht, er ist der Fremdkörper, der sich in die gehegte und verabscheute Ordnung zwängt, der urplötzlich hereinplatzt und doch schon lange da war. Er stößt auf erbitterten Widerstand, wird sehnsüchtig erwartet, gleich wie kommt er unaufhaltsam und mit ihm die Veränderung. Denn nichts kann bleiben, wie es ist, und nichts ist quälender als die Unsicherheit vor dem Folgenden. Der Marstallplan 2017 sucht nach dem Auslöser, der Leben zerbrechen, der Gewohnheit und Glauben hinterfragen lässt, der durch Untergang das Neue hervorbringt. Gesellschaft definiert sich über gemeinsame Werte und Normen, reagiert auf ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, doch wenn die Zwänge dadurch überhandnehmen, wird die Angst vor dem Chaos zur Sehnsucht. Knappes Budget, drei Wochen Probenzeit und kurze Auf- und Abbauzeiten sind die Bedingungen, unter denen vier junge Regisseure ab 30. Juni + 1. Juli ihre Arbeiten zeigen.

Marstallplan 2017 "Der Eindringling"