Die Räuber

von Friedrich Schiller

Für die ungleichen Brüder Karl und Franz Moor ist die alte Ordnung verfallen. Franz zerdenkt sie mit der Schärfe seines Verstandes, dem keine Werte und Vorgaben standhalten. Freiheit ist für ihn die Fähigkeit, sich selbst neu zu erschaffen. Karl fühlt sich ausgestoßen aus der harmonischen Ordnung seiner Kindheit. Dass die Welt nicht so eingerichtet ist, wie er sich das vorstellt, rechtfertigt allemal ihren Untergang. In Franz' instrumentellem Rationalismus, dem die Welt ein Nullsummenspiel und ein Ermordeter so viel wie ein Nicht-Geborener ist, einerseits und im blutigen Idealismus Karls andererseits stehen sich zwei radikale Entwürfe modernen Denkens gegenüber. Schiller erkennt in ihnen bereits die Wahnsysteme, als die sie sich geschichtlich erweisen werden.

Ulrich Rasche, der zum ersten Mal in München arbeitet, spannt Schillers Figuren in das Räderwerk eines gewaltigen Mensch-Maschinen-Musik-Theaters ein, "um die Seele bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen", wie Schiller in seiner Vorrede zu den "Räubern" schreibt.

Residenztheater
  • Mi 27. Dez 17, 19:00 Uhr
  • Do 28. Dez 17, 19:00 Uhr
  • Di 16. Jan 18, 19:00 Uhr
  • Mi 17. Jan 18, 19:00 Uhr
  • premiere 23 Sep 16
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std. 15
  • eine pause
  • Regie + Bühne Ulrich Rasche
  • Komposition Ari Benjamin Meyers
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Choreinstudierung Alexander Weise
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Sebastian Huber
  • Mitarbeit Bühne Sabine Mäder
  • Choreinstudierung Toni Jessen
mit
  • Götz Schulte Maximilian, Graf von Moor
  • Katja Bürkle Franz Moor
  • Franz Pätzold Karl Moor
  • Nora Buzalka Amalia
  • Thomas Lettow Spiegelberg
  • Max Koch Schweizer
  • Nils Strunk Razmann
  • Alexander Weise Schufterle
  • László Branko Breiding Roller/Räuberbande
  • Tim Werths Roller/Räuberbande
  • René Dumont Daniel
  • Toni Jessen Räuberbande
  • William Cooper Räuberbande
  • Leon Haller Räuberbande
  • Philip Lemke Räuberbande
  • Peter Blum Räuberbande
  • Yannik Stöbener Räuberbande
  • Kjell Brutscheidt Räuberbande
  • Emery Escher Räuberbande
  • Sandro Schmalzl Tenor
  • Martin Burgmair Bassbariton
  • Gustavo Castillo Bassbariton
  • Mariana Beleaeva Violine
  • Jenny Scherling Viola
  • Heiko Jung E-Bass
  • Fabian Löbhard Percussion

Weihnachten + Silvester im Resi

Großes Schauspielertheater rund um die Feiertage + zum Jahreswechsel

Mit der jungen Mediensatire "Gloria" zum Start in die Feiertage am 23. Dezember, der diesjährigen Eröffnungspremiere "Kinder der Sonne" von Maxim Gorki am ersten Weihnachtsfeiertag sowie "Tartuffe" am Silvesterabend.

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"Die Räuber" mit dem "Nestroy" Theaterpreis ausgezeichnet

Das monumentale Mensch-Maschine-Musik-Theater wurde als "beste deutschsprachige Aufführung" mit dem wichtigsten österreichischen Theaterpreis ausgezeichnet.

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"Die Räuber" am 11. NOV um 20:55 UHR auf 3sat

Die Aufzeichnung der Inszenierung im Fernsehen

Die Inszenierung wurde von 3sat an zwei Tagen im Resi aufgezeichnet und war beim Berliner Theatertreffen auf Leinwand zu sehen. Am 11. November 2017 um 20:55 Uhr zeigt 3sat die Aufzeichnung der Inszenierung. Im Vorfeld wird bereits um 20:15 Uhr die Reportage "Wahnsinnswerke" über die Darsteller der ungleichen Brüder Moor, Katja Bürkle und Franz Pätzold ausgestrahlt.

"Die Räuber" am 11. NOV um 20:55 UHR auf 3sat

Kurt-Meisel-Preis 2017 an Thomas Loibl

Förderpreise an Nora Buzalka und Thomas Lettow

Ensemblemitglied Thomas Loibl wurde mit dem diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters ausgezeichnet. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit seine herausragenden schauspielerischen Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an Nora Buzalka und Thomas Lettow, die beide seit 2014 dem Ensemble angehören.

Kurt-Meisel-Preis 2017 an Thomas Loibl