Die Räuber

von Friedrich Schiller

Für die ungleichen Brüder Karl und Franz Moor ist die alte Ordnung verfallen. Franz zerdenkt sie mit der Schärfe seines Verstandes, dem keine Werte und Vorgaben standhalten. Freiheit ist für ihn die Fähigkeit, sich selbst neu zu erschaffen. Karl fühlt sich ausgestoßen aus der harmonischen Ordnung seiner Kindheit. Dass die Welt nicht so eingerichtet ist, wie er sich das vorstellt, rechtfertigt allemal ihren Untergang. In Franz' instrumentellem Rationalismus, dem die Welt ein Nullsummenspiel und ein Ermordeter so viel wie ein Nicht-Geborener ist, einerseits und im blutigen Idealismus Karls andererseits stehen sich zwei radikale Entwürfe modernen Denkens gegenüber. Schiller erkennt in ihnen bereits die Wahnsysteme, als die sie sich geschichtlich erweisen werden.

Ulrich Rasche, der zum ersten Mal in München arbeitet, spannt Schillers Figuren in das Räderwerk eines gewaltigen Mensch-Maschinen-Musik-Theaters ein, "um die Seele bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen", wie Schiller in seiner Vorrede zu den "Räubern" schreibt.

Residenztheater
  • Sa 07. Okt 17, 19:00 Uhr
  • So 08. Okt 17, 19:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 45
  • eine pause
  • Regie + Bühne Ulrich Rasche
  • Komposition Ari Benjamin Meyers
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Chorleitung Alexander Weise
  • Choreinstudierung Toni Jessen
  • Mitarbeit Bühne Sabine Mäder
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit
  • Götz Schulte Maximilian, Graf von Moor
  • Katja Bürkle Franz Moor
  • Franz Pätzold Karl Moor
  • Nora Buzalka Amalia von Edelreich
  • Thomas Lettow Spiegelberg
  • Max Koch Schweizer
  • Leonard Hohm Razmann
  • Marcel Heuperman/Alexander Weise Schufterle
  • László Branko Breiding Roller
  • René Dumont Daniel
  • Moritz Borrmann Räuberbande
  • Yasin Boynuince Räuberbande
  • Kjell Brutscheidt Räuberbande
  • William Cooper Räuberbande
  • Emery Escher Räuberbande
  • Toni Jessen Räuberbande
  • Max Krause Räuberbande
  • Bekim Latifi Räuberbande
  • Cyril Manusch Räuberbande
  • Sandro Schmalzl Tenor
  • Martin Burgmair Bassbariton
  • Gustavo Castillo Bassbariton
  • Mariana Beleaeva Violine
  • Jenny Scherling Viola
  • Heiko Jung E-Bass
  • Fabian Löbhard Percussion

"Die Räuber" im Herbst auf 3sat

Die zum Berliner Theatertreffen eingeladene Inszenierung wird aufgezeichnet.

Auf Grund der technisch anspruchsvollen Bühnenkonstruktion mit den sich kippenden Laufbändern konnten "Die Räuber" leider beim Theatertreffen im Mai nicht live gezeigt werden. Stattdessen wird die Inszenierung von 3sat aufgezeichnet und in Berlin auf Leinwand zu sehen sein. Die Fernsehausstrahlung ist für Herbst geplant.

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Kurt-Meisel-Preis 2017 an Thomas Loibl

Förderpreise an Nora Buzalka und Thomas Lettow

Ensemblemitglied Thomas Loibl wurde mit dem diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters ausgezeichnet. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit seine herausragenden schauspielerischen Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an Nora Buzalka und Thomas Lettow, die beide seit 2014 dem Ensemble angehören.

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Der Eiserne Vorhang

Jedes größere Theater hat ihn. Julia Hasenpusch sprach mit unseren Bühnenmeistern über den Eisernen Vorhang und warum er am Resi etwas ganz besonderes ist. MEHR ...
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Einladung zum Berliner Theatertreffen 2017 für "Die Räuber"

als eine der "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des vergangenen Jahres

Wie die Berliner Festspiele mitteilen, ist das Residenztheater mit Ulrich Rasches Inszenierung von Schillers "Die Räuber" zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen. Die Inszenierung gehört damit zu den "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des vergangenen Jahres, eine der höchsten Auszeichnungen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

Einladung zum Berliner Theatertreffen 2017 für "Die Räuber"
07 Feb 17

"Die Räuber" sind eingeladen zum Theatertreffen.
Herzlichen Glückwunsch an Ulrich Rasche und die ganze Bande!
Wir freuen uns riesig.