Die Räuber

von Friedrich Schiller

Für die ungleichen Brüder Karl und Franz Moor ist die alte Ordnung verfallen. Franz zerdenkt sie mit der Schärfe seines Verstandes, dem keine Werte und Vorgaben standhalten. Freiheit ist für ihn die Fähigkeit, sich selbst neu zu erschaffen. Karl fühlt sich ausgestoßen aus der harmonischen Ordnung seiner Kindheit. Dass die Welt nicht so eingerichtet ist, wie er sich das vorstellt, rechtfertigt allemal ihren Untergang. In Franz' instrumentellem Rationalismus, dem die Welt ein Nullsummenspiel und ein Ermordeter so viel wie ein Nicht-Geborener ist, einerseits und im blutigen Idealismus Karls andererseits stehen sich zwei radikale Entwürfe modernen Denkens gegenüber. Schiller erkennt in ihnen bereits die Wahnsysteme, als die sie sich geschichtlich erweisen werden.

Ulrich Rasche, der zum ersten Mal in München arbeitet, spannt Schillers Figuren in das Räderwerk eines gewaltigen Mensch-Maschinen-Musik-Theaters ein, "um die Seele bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen", wie Schiller in seiner Vorrede zu den "Räubern" schreibt.

Residenztheater
  • Do 27. Dez 18, 19:30 Uhr
  • Fr 28. Dez 18, 19:00 Uhr
  • premiere 23 Sep 16
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std. 15
  • eine pause
  • Regie + Bühne Ulrich Rasche
  • Komposition Ari Benjamin Meyers
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Choreinstudierung Alexander Weise
  • Dramaturgie Sebastian Huber
  • Licht Gerrit Jurda
  • Mitarbeit Bühne Sabine Mäder
  • Choreinstudierung Toni Jessen
mit
  • Götz Schulte Maximilian, Graf von Moor
  • Katja Bürkle Franz Moor
  • Franz Pätzold Karl Moor
  • Nora Buzalka Amalia
  • Thomas Lettow Spiegelberg
  • Max Koch Schweizer
  • Nils Strunk Razmann
  • Alexander Weise Schufterle
  • László Branko Breiding Roller/Räuberbande
  • Tim Werths Roller/Räuberbande
  • René Dumont Daniel
  • Toni Jessen Räuberbande
  • William Cooper Räuberbande
  • Leon Haller Räuberbande
  • Philip Lemke Räuberbande
  • Peter Blum Räuberbande
  • Yannik Stöbener Räuberbande
  • Kjell Brutscheidt Räuberbande
  • Emery Escher Räuberbande
  • Sandro Schmalzl Tenor
  • Martin Burgmair Bassbariton
  • Gustavo Castillo Bassbariton
  • Mariana Beleaeva Violine
  • Jenny Scherling Viola
  • Heiko Jung E-Bass
  • Fabian Löbhard Percussion

Kurt-Meisel-Preis 2018 an Franz Pätzold

Förderpreise gehen an Mathilde Bundschuh + Philip Dechamps. Alfred Kleinheinz erhält einen besonderen Freundschaftspreis

Resi-Schauspieler Franz Pätzold erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an die Schauspielerin Mathilde Bundschuh und den Schauspieler Philip Dechamps. Ein besonderer Freundschaftspreis geht 2018 an Alfred Kleinheinz für seine Verdienste um den Verein der Freunde des Residenztheaters. Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee am Sonntag, den 8. Juli um 11.00 Uhr im Residenztheater statt.

Kurt-Meisel-Preis 2018 an Franz Pätzold

Franz Pätzold im Capriccio-Portrait des BR

"Gerade feierte er als 'Don Juan' Premiere: Franz Pätzold. Er ist der Mann der Stunde am Münchner Residenztheater. Auch beim Film startet er gerade durch. Nun erhält Pätzold den Kurt-Meisel-Preis."

Franz Pätzold im Capriccio-Portrait des BR

Mit großen Kindern ins Theater

Theaterabende für alle ab 14 Jahren

Auch für Jugendliche bietet das Repertoire des Residenztheaters spannende Theaterabende, egal ob neu im Theater oder bereits Fans. So ist ein schöner Theaterabend für die ganze Familie garantiert!

Mit großen Kindern ins Theater

"Die Räuber" mit dem "Nestroy" Theaterpreis ausgezeichnet

Das monumentale Mensch-Maschine-Musik-Theater wurde als "beste deutschsprachige Aufführung" mit dem wichtigsten österreichischen Theaterpreis ausgezeichnet.

"Die Räuber" mit dem "Nestroy" Theaterpreis ausgezeichnet

"Die Räuber" am 11. NOV 2017 um 20:55 UHR auf 3sat

Die Aufzeichnung der Inszenierung im Fernsehen

Die Inszenierung wurde von 3sat an zwei Tagen im Resi aufgezeichnet und war beim Berliner Theatertreffen auf Leinwand zu sehen. Am 11. November 2017 um 20:55 Uhr zeigt 3sat die Aufzeichnung der Inszenierung. Im Vorfeld wird bereits um 20:15 Uhr die Reportage "Wahnsinnswerke" über die Darsteller der ungleichen Brüder Moor, Katja Bürkle und Franz Pätzold ausgestrahlt.

"Die Räuber" am 11. NOV 2017 um 20:55 UHR auf 3sat