Hanna Scheibe

Geboren 1973 in Marbach am Neckar, studierte Hanna Scheibe am Mozarteum in Salzburg Schauspiel. Ihr erstes Engagement hatte sie von 2000 bis 2005 am Staatstheater Stuttgart, wo sie u. a. mit René Pollesch, Dimiter Gotscheff und Hasko Weber zusammenarbeitete. Von 2005 bis 2008 war sie am Schauspielhaus Bochum engagiert, wo Arbeiten mit den Regisseurinnen Tina Lanik und Jorinde Dröse entstanden. 2008 kehrte sie an das Staatstheater Stuttgart zurück, wo sie u. a. erneut mit René Pollesch zusammenarbeitete. Von 2009 bis 2011 war sie Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover und arbeitete dort u. a. mit Jürgen Kuttner, Tom Kühnel und Kornél Mundruczó. Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Hanna Scheibe im Ensemble des Residenztheaters.

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«Dantons Tod» basiert auf historischen Quellen der Französischen Revolution, deren Maxime der «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» unser Verständnis moderner europäischer Demokratien geformt hat. Büchner erzählt aber nicht vom triumphalen Anfang, als der Kampf dem Volk galt, sondern fokussiert auf das Ende der sogenannten Schreckensherrschaft der Jakobiner 1794, als die Revolution nur noch Terror der Guillotine bedeutet.

Dantons Tod

Beniamin Bukowskis «Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben.

Marienplatz

Im Sommerhaus des Rechtsanwalts Bassow trifft sich die russische intellektuelle Mittelschicht. Eine gesellschaftliche Veränderung liegt in der Luft, doch mit jedem Gespräch, jedem Streit, jeder Selbstenthüllung wird fraglicher, ob diese Sommergäste für ein anderes, wahrhaftigeres Leben ausgestattet sind.

Sommergäste

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Spiel des Lebens