Heute: 10.00 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig
#resibiene
Heute: 12.00 Uhr

Die Biene im Kopf

von Roland Schimmelpfennig
#resibiene
Heute: Residenztheater, 19.00 Uhr

Hamlet

von William Shakespeare
#resihamlet
Heute: Marstall, 20.00 Uhr

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch
#resiherz

Die neue Spielzeit 2022/2023

Premieren 2022/2023

Die Premieren der neuen Spielzeit 22/23 sind online! Laden Sie sich hier das neue Spielzeitheft kostenlos herunter und stöbern Sie durch die kommende Saison.

EIN AUSBLICK AUF DIE SPIELZEIT 2022/2023

«Die Freiheit einer Person ist unverletzlich» – kaum ein Grundrecht ist in den vergangenen Jahren so viel zitiert worden und so schwierig zu interpretieren.
Der Konflikt zwischen der persönlichen Freiheit und dem Recht auf Freiheit und Unversehrtheit anderer taucht in so gut wie allen lokalen und globalen Debatten und Konflikten auf – in persönlichen Beziehungen, zwischen Generationen, Staaten und Erdteilen, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In diesem Sinne fragen wir in der kommenden Spielzeit in unterschiedlichsten persönlichen wie gesellschaftlichen Konstellationen, historischen Kontexten und Handschriften, nach Bedingungen und Möglichkeiten der Freiheit.

Seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine bittet das Ensemble des Residenztheaters um Spenden für Hilfsaktionen zugunsten der Opfer des Krieges und hat inzwischen bereits über € 130.000 gesammelt. Mit großer Unterstützung der technischen Abteilungen und mit Hilfe des Fuhrparks des Residenztheaters wurden Hilfsgüter an die polnisch-, ungarisch- und rumänisch-ukrainische Grenze gefahren und auf dem Rückweg Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht. Es wurden Solarmodule und medizinisches Gerät bestellt sowie Medikamentenlieferungen direkt in ukrainische Krankenhäuser übernommen. Außerdem wurden notfallpädagogische sowie traumatherapeuthische Projekte finanziert. Die Münchner Regenbogen Stiftung („munichkyivqueer“) sowie die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz, die - zusätzlich zu ihrer Arbeit - schwer- und schwerstkranke ukrainische Kinder und ihre Angehörigen nach Bayern bringt, ebenso wie der Verein „Civil Relief Munich“, der bereits über 2000 Geflüchtete in Gastfamilien in Bayern untergebracht hat, konnten unterstützt werden. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem ukrainischen Kulturzentrum „Gorod“ sowie mit „Heimatstern e.V.“, die jeden Tag mehrere hundert ukrainische Geflüchtete mit Essen versorgen.

 

DANKE an Sie, unser Publikum, für die großartige Spendenbereitschaft, ohne die wir diese wichtige Unterstützung für ukrainische Kriegsopfer nicht leisten könnten.

 

Unterdessen geht der Krieg weiter, und das Leid reißt nicht ab. 

 

Wir sammeln weiter. Bitte unterstützen Sie uns!

Das Ensemble des Residenztheaters

Resi-Ensemble gründet Verein «Ensemble heißt Zusammen e.V.»

«Ensemble heißt Zusammen» ist  ein neu gegründeter Verein, der aus Schauspieler*innen des Ensembles des Residenztheaters besteht und sich für wohltätige Vereine und Initiativen stark macht,sich für Diversität einsetzt und soziale Projekte unterstützt.

Seit der sog. Europäischen Flüchtlingskrise 2015/2016 haben die Künstler*innen - damals noch als Ensemblemitglieder des Theaters Basel - überlegt, in welcher Form sie in dieser humanitären Katastrophe tätig werden können. Als Schauspieler*innen, die jeden Abend in der Öffentlichkeit stehen und Gedanken- und Gesellschaftsräume bespielen, Traumwelten anbieten, zum Einsturz bringen und wieder aufbauen, erschien es ihnen folgerichtig, auch in der Realität tätig zu werden. Seit 2016 gab es jährliche Spendenaktionen mit Hilfe des Publikums, anfangs noch mit Kleidersammlungs-Aktionen wie «Lassen Sie Ihren Mantel an der Garderobe hängen», später mit Spendensammelaktionen im Anschluss an die Vorstellungen. Die Akteure haben eng mit Basler Organisationen wie «be aware und share» und dem Kinderhilfswerk «Noah» zusammengearbeitet.

 

Diese ‚Tradition‘ wurde vom Ensemble am Münchner Residenztheater fortgeführt.Seit 2019 wurden u.a. das Frauenobdach KARLA 51, das Männerwohnheim in der Plinganserstraße und Bellevue di Monaco unterstützt. Auch zur Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz konnte das Ensemble mit Hilfe des Publikums knapp über €30.000 an Spenden sammeln.

 

«Jede*r Einzelne kann helfen - zusammen ist mensch stärker. Das Theater ist ein besonderer Ort. Die Gesellschaft, die man sich auf der Bühne erträumt, scheint in der Realität oft eine Utopie. Wir sind stolz auf die Unterstützung durch das Publikum und möchten einen Beitrag leisten, bei humanitären Katastrophen dieser Art wenigstens ein bisschen zu helfen: zusammen.»
 

Linda Blümchen, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Lisa Stiegler, Christian Erdt, Max Rothbart, Michael Wächter, Simon Zagermann
Vorstand «Ensemble heißt Zusammen e.V.»

Bessere Tage für das ugandische Theater

Asiimwe Deborah Kawe ist eine der profiliertesten Dramatiker*innen Ugandas. Sie ist Kodirektorin des Festivals «in the recent past», das im Rahmen des Kampala International Theatre Festival stattfindet. Begeistert spricht sie darüber, welche Richtung das Theater in ihrem Heimatland einschlägt. Sie weiß, dass derzeit die Dinge nicht zum Besten stehen, aber sie sieht in dem, was sich gerade im Feld des Kuratierens, Schreibens und der Theaterproduktion tut, sich das Theater in Uganda auf bessere Zeiten vorbereitet.

«Die dunkle Seite der Zivilisation»

Im Juni 1816 sticht die französische Fregatte «Medusa» mit dem senegalesischen Ziel Saint-Louis in See. Zwei Tagesreisen von ihrem Ziel entfernt läuft das voll besetzte Schiff auf eine Sandbank und zerbirst. Schnell wird aus dem anfänglich gemeinsamen Willen sich zu retten, ein gnadenloser Kampf von jedem gegen jedem. Für Autor und Regisseur Alexander Eisenach stehen die darauffolgenden Ereignisse sinnbildlich für eine Gesellschaft, in der die Werte gemeinschaftlichen Zusammenlebens ihre Gültigkeit verloren haben.

 

Dramaturg Michael Billenkamp im Gespräch mit Alexander Eisenach über die menschlichen Abgründe und den Spaß am Spiel mit den Genres.

DER FALL HAMSUN – EIN GESPENST AUS DER ZUKUNFT

Hamsuns «Kareno-Trilogie» hält unserer Gegenwart einen Spiegel vor. Der Autor Hamsun selbst jedoch bleibt in seinem eigenen Irrtum bis zum Tod gefangen. Vielleicht wusste er mehr über seine Figur als über sich selbst. Umso dringender bleibt die Frage, die seine Trilogie stellt: jene nach Veränderung, Umkehr und der Möglichkeit, sich von extremistischem Denken loszusagen.

Das Gefühl des Krieges

Unter dem Titel «Das Gefühl des Krieges» haben sich deutsche und österreichische Theater zusammengeschlossen, um aktuelle ukrainische Texte zugänglich zu machen und Dramatiker*innen finanziell zu unterstützen – neben dem Residenztheater sind das Staatstheater Augsburg, das Staatstheater Darmstadt, das Staatstheater Nürnberg, und viele weitere dabei. Auf der Seite www.theatreofplaywrights.de sind alle Beiträge gesammelt zu finden.

In ihrem Essay stellt die Übersetzerin Claudia Dathe den ukrainischen Autor Serhij Zhadan vor und gibt Einblick in die historischen Hintergründe des Krieges in der Ukraine. Von Serhij Zhadan stammt auch das Zitat auf dem aktuellen Banner am Residenztheater:

 

«WIR HABEN ALLE UNVERZICHTBAREN WÖRTER,
UM IN DEN ZEITEN DES KRIEGES ÜBER UNS ZU SPRECHEN.»

DER ENTGRENZUNGSORGIAST

«Tartuffe», das fünfzehnte von dreiunddreißig überlieferten Dramen Molières, war jene Komödie, die unmittelbar nach ihrer Uraufführung 1664 mit dem Bann des Aufführungsverbots belegt wurde, die klerikale Kräfte veranlasste, den Dichter auf den Scheiterhaufen zu wünschen, und einen fünfjährigen erbitterten Kampf Molières um die Aufhebung des Verdikts durch den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. zur Folge hatte.

«ZEITALTER DER TOTALEN PERFORMANCE.»

Dramaturgin Constanze Kargl im Gespräch mit PeterLicht

 

Es gibt von dir vier Molière-Bearbeitungen, nämlich «Der Geizige», «Der Menschen Feind», «Tartuffe oder das Schwein der Weisen» und «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft». Was interessiert dich an diesem Autor?

Molière ist ja der Inbegriff des Theaterschaffenden. Er schrieb seine Stücke und besetzte sein jeweiliges Alter Ego mit sich selbst. Er war Theaterdirektor in seinem Theater, zog umher mit seinen Leuten und brachte seine Stücke, also sich selbst auf die Bühne. Das kommt mir alles schon ziemlich bekannt vor, wenn ich mein Leben betrachte. Den ganzen Wahnsinn, die Weltzerfetzung, die er sich im Kopf ausdachte, vollstreckte er an seiner eigenen Existenz und rockte es an sich selbst runter auf der Bühne. Wenn es richtig überliefert ist, starb er sogar auf der Bühne. Also er brach dort zusammen und stand nie mehr irgendwo anders auf, nachdem man ihn von der Bühne weggeschafft hatte. (Wie soll man auch irgendwo anders noch mal aufstehen können, wenn man auf einer Bühne zusammenbrach?) Also wenn es alles richtig überliefert ist. Aber es ist ja egal, ob es richtig überliefert ist, es ist ja Theater.

Resi liest: «Träume Träumen»

AUSGEWÄHLTE GEDICHTE VON JUDITH HERZBERG IN DER RESI-MEDIATHEK!

Die 1934 in Amsterdam geborene Judith Herzberg gilt als eine der bedeutendsten Lyriker*innen und Theaterautor*innen der Niederlande. Dem Münchner Publikum hat sie sich bislang als Autorin ihrer gefeierten Stücktrilogie «Die Träume der Abwesenden» präsentiert. Nun wurden ausgewählte Gedichte vonJudith Herzberg aus mehr als drei Jahrzehnten vom Ensemble der Inszenierung vonStephan Kimmig eingesprochen. Resi liest: «Träume Träumen»ist ab sofort in unserer Resi-Mediathek abrufbar!

NEUES AUS DER RESI-MEDIATHEK

Resi-Mediathek

Hier findet ihr Videos, Audios, Streams und weitere Inhalte rund um unsere Stücke und vieles mehr - viel Spaß beim Stöbern und Neuem entdecken! #wasistlosimresi

«Also wenns jetzt noch schlimmer wird, dann is ganz schlecht.»

Das dramatische Werk des legendären bayerischen Autors, Regisseurs und Schauspielers Franz Xaver Kroetz, geboren 1946 in München, umfasst in etwa 60 erhaltene Stücke und kann durchaus als umfangreich bezeichnet werden. Zwei davon stehen aktuell auf dem Spielplan des Residenztheaters, nämlich «Der Drang» in einer Inszenierung von Lydia Steier und «Agnes Bernauer» in einer Inszenierung von Nora Schlocker.

IN DER ZUKUNFT WEITERGEHEN

Eine Münchner Perspektive auf die Aidsepidemie der 1980er-Jahre und queere Erinnerung heute

Ein Gespräch mit Sabrina Berndt, Forum Queeres Archiv München, anlässlich der deutschsprachigen Erstaufführung von Matthew Lopezʼ zweiteiliger Bühnensaga «DAS VERMÄCHTNIS»


 

Frau Berndt, Sie sind Vorstandsmitglied des Forum Queeres Archiv München, das sich als «Gedächtnis der LGBTIQ*- Community» versteht. 1973 sind Sie in die schwule Szene Münchens gekommen und haben die erste Welle der Aidsepidemie in den 1980er-Jahren – bis zu Ihrer Geschlechtsangleichung noch als schwuler Mann – miterlebt. Wie würden Sie diese Zeit beschreiben?

In der Anfangszeit von Aids haben wir es alle nicht fassen können. Die Unsicherheit war unglaublich groß. Wir wussten ja gar nicht genau, was diese Krankheit ist. Es hieß, sie wird über Geschlechtsverkehr übertragen und nimmt einen tödlichen Verlauf. Wir dachten, man bekommt Läsionen, Krebs, Atembeschwerden. Aber dass die Erkrankung ein spätes Stadium einer HIV-Infektion darstellt und erst ihr letztes Erscheinungsbild zum Tod führt, haben wir nicht gewusst. Die Panik legte sich erst langsam, als die ersten Medikamente verfügbar waren. Ich habe Ende 1986 mit der Geschlechtsangleichung begonnen, also genau in dieser Zeit. Ich bin von einer Beerdigung zur nächsten gegangen. Es war grauenvoll. Alles Menschen, die sich in der Anfangszeit angesteckt haben, als man nichts über die Krankheit wusste, und die 1988/89/90 gestorben sind, weil die Krankheit so weit fortgeschritten und nicht mehr behandelbar war.

«DIE TIEFE KOMMT GRATIS»

Über die niederländische Autorin Judith Herzberg und ihre Stücktrilogie «Die Träume der Abwesenden»

Judith Herzberg reiste Ende September 2021 mit dem Nachtzug aus Amsterdam nach München, denn sie fliegt nicht mehr gerne, um der Generalprobe und der Premiere von «Die Träume der Abwesenden» beizuwohnen. Unter diesem Titel hat der Regisseur Stephan Kimmig drei ihrer Stücke zu einem großen Familienepos zusammengefasst: «Leas Hochzeit», «Heftgarn» und «Simon». 

Geschrieben hat sie diese über zwei Jahrzehnte hinweg. Sie begleitet darin ihre Figuren, eine jüdische Großfamilie und deren Freundeskreis, in einem Zeitraum von Anfang der 1970er- bis Ende der 1990er-Jahre.

Unsere Zeit

Simon Stones neuestes Theaterstück, «Unsere Zeit», entstand frei nach Motiven Ödön von Horváths. Was darf man sich darunter vorstellen?

 

Horváths Dramen und dessen Prosawerk im Blick habend, griff der international gefeierte australische Autor und Regisseur einzelne Erzählstränge und Figurenperspektiven aus Horváths Gesamtwerk auf und katapultierte diese im Zuge seines Schreibprozesses in unsere Gegenwart.

«Ich glaube, meine Figuren sind Menschen, mit denen Horváth sich heute beschäftigen würde. Ich versuche – obwohl das natürlich unmöglich ist – sozusagen Horváths Brille aufzusetzen und die Welt durch sie zu sehen und darüber nachzudenken, welche Phänomene ihn interessieren würden, weil er ein soziologischer oder anthropologischer Autor war. Es gibt viele Parallelen, die Figuren sind verwandt.» (Simon Stone)

 

Erinnerung und Vermächtnis

Die Uraufführung von Alfred Neumanns Roman «Es waren ihrer sechs» führt die programmatische Linie weiter, die mit Judith Herzbergs Stücktrilogie «Die Träume der Abwesenden» zu Beginn der Spielzeit gesetzt wurde: Es geht um Erinnerung und Vermächtnis; darum was Erinnerungskultur bis heute leistet und wie sie künftig aussehen kann. Der bewusste Wille zum Vergessen, der Wunsch nach einem Schlussstrich wird zusehends lauter formuliert und die nur noch wenigen lebenden Zeitzeugen immer weniger gehört.

Plakatkampagne 2021/2022

Andreas Beck, Staatsintendant Residenztheater, und Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Sammlungsleiter Gegenwartskunst Bayerische Staatsgemäldesammlungen/Pinakothek der Moderne, sind an in München lebende und/oder arbeitende Künstler*innen herangetreten, die Stückplakate und Programmhefttitel der neuen Inszenierungen der Spielzeit 2021/2022 für das Münchner Residenztheater zu visualisieren. Wir freuen uns sehr, diese Kooperation auch in der nächsten Spielzeit 2022/2023 fortzusetzen.

 

Andreas Beck: «Kunst ist mitunter auch ein Re-Agieren auf das Können der Anderen. Theaterplakate sind immer Versprechungen. Theater und Bildende Kunst gehen seit jeher Hand in Hand. In dieser Spielzeit, nach der langen Schließung, sind viele unserer Produktionen schon weiter gediehen als sonst üblich. Auf diesem Umstand basiert unsere Zusammenarbeit. Bildende Künstler*innen unserer Stadt wählten Motive für Plakate zu unseren Theaterarbeiten aus; eine Reaktion auf die Arbeit der darstellenden Kolleg*innen. Die bildende Kunst spiegelt unsere Theaterarbeiten, ganz direkt und gleich vor Ort. So entstehen neue Allianzen.»

Die Motive stammen von Boban Andjelkovic, Gabi Blum, Jutta Burkhardt, Veronica Burnuthian, Miro Craemer, Nana Dix, Katharina Gaenssler, Philipp Gufler, Caro Jost, Eva Leitolf, Mehmet & Kazim, Olaf Metzel, Beate Passow, Valio Tchenkov, Gülbin Ünlü und Johannes Tassilo Walter.

 

Eine Kooperation von Residenztheater und Pinakothek der Moderne

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