SINN INHALTSANGABE (JUNGES RESI)

Tommi feiert seinen 18. Geburtstag im Garten. Es ist Hochsommer, die Bässe vibrieren, die Stimmung ebenso. Phöbe ist in Tommi verknallt. Monatelang fiebert sie auf den Moment der Party hin, um ihm dort näher kommen zu können. Dort angekommen, muss sie feststellen, dass ihre Phantasie reichhaltiger war als die Realität. Tommi ist viel unbeholfener als in ihrer Vorstellung. Aber zumindest eines macht er richtig: Er stellt Phöbe seinen Cousin vor. Fred ist der DJ der Party und: blind. Schade, dass er Phöbe nicht sehen kann, hat sie doch unfassbar schöne Augen. Grundsätzlich ist sie sehr attraktiv und das möchte sie auch gespiegelt bekommen. Während Fred sein Interesse offenkundig an Phöbe signalisiert, ist diese in ihrem Weltbild erschüttert: Wie kann sie jemandem nahe kommen, der die Welt so anders wahrnimmt als sie selbst? Wie kann sie jemand wahrnehmen, der doch nicht sehen kann?

Während Phöbe von Tommi träumt, unterhält dieser sich lieber mit seinem toten Freund Karl. Gemeinsam versuchen sie zu rekonstruieren, wie es zu dem tragischen Vorfall kommen konnte, bei dem Karl ums Leben kam. Tommi und Karl sind immer beste Freunde gewesen: Wie Brüder aufgewachsen, teilten sie alles: Die Liebe zur Bäckersfrau Helena, die Frisur, den Geburtstag. Doch dann verliebt sich Tommi unsterblich in Jasmin. Diese interessiert sich aber nicht nur für Tommi, sondern auch für seinen besten Freund Karl. Während Karl und Jasmin sich in der Bäckerei von Tommis Vater vergnügen, versinkt Tommi im Liebeskummer. Vom Verrat durch den besten Freund ahnt er zunächst nichts.

Jasmin und Jule begegnen sich zwei Monate vor Tommis 18. Geburtstag. Karl ist seit 10 Monaten tot, Jasmin schreibt ihm unbeirrt SMS. Jule reißt Jasmin das Handy aus der Hand, weckt sie damit aus ihrer Lethargie. Eine spielerische Verfolgungsjagd beginnt, in der sich Jasmin immer mehr von Jule faszinieren lässt. Von Anderen wird Jule misstrauisch beäugt und ist ständig mit Vorurteilen konfrontiert: Sie sieht aus wie ein Mädchen, das Probleme hat. Doch Jasmin sieht das ganz anders. Für sie ist Jule ein Rohdiamant unter verkratzter Haut.

Wenige Menschen könnten gegensätzlicher sein als Albert und Natascha: Albert ist der engagierte Schulstreber: Sympathisch und wichtig für die Schulgemeinschaft, aber eben auch ein bisschen steif und anstrengend in seiner Überambitioniertheit. Natascha dagegen wird am liebsten in Ruhe gelassen. Sie spricht nicht, sie hört lieber zu: Den kleinen Geräuschen, aus denen sich Alltagskonzerte ergeben. Sie ist das schönste Mädchen der Schule und trotzdem eine Außenseiterin. Als sie Alberts Füßen im Schwimmbad zuhört, ist sie überrascht: Jede Bewegung von Albert hört sich schön an. Und auch Albert ist irritiert: Natascha wirft ihn total aus der Bahn.

Als letztes bleiben Beate und Laurent. Auch sie verlieben sich auf Tommis Gartenparty, dem Dreh- und Angelpunkt von "Sinn". Hier treffen sich die Geschichten von Fred und Phöbe, Tommi und Karl, Jule und Jasmin, Albert und Natascha, Beate und Laurent. Sie erzählen alle von den ersten großen Malen: Der ersten großen Liebe, dem ersten Verlust, dem ersten Rausch. Mit allergrößter Neugierde erleben sich die Figuren und die Welt. Eine Welt, in der es nicht so leicht ist seinen Platz zu finden. Auch das JUNGE RESI fächert seine Inszenierung an der Party auf, am rauschhaften Erleben des Erwachsenwerdens. Mit 38 jungen Menschen der intergroup und drei Regisseurinnen werden die von Anja Hilling geschriebenen Episodenstücke "Augen", "Nase", "Haut", "Ohren" und "Zunge" zu einem kaleidoskopartigen Abend verwoben, zu einem Fest für alle Sinne.

"Die Frage hab ich mir gestellt. Ob du im Schlaf ein Fisch werden kannst.

Über Nacht zum Kiemen-

atmer."

 

Anja Hilling,

"Sinn"

 

Casting-Aufruf für "Sinn"

Abgeschlossen

In der letzten intergroup-Inszenierung für das JUNGE RESI sollen viele junge Menschen spielen. Daher erarbeiten drei Regisseurinnen mit drei Schauspielgruppen fünf Geschichten, die am Ende zu einer gemeinsamen Aufführung werden.

Casting-Aufruf für "Sinn"
Sinn

Sinn

von Anja Hilling

Sinn

JUNGES RESI

Das JUNGE RESI möchte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien fürs Theater begeistern. Einerseits als Zuschauer, andererseits durch eigenes Ausprobieren und Experimentieren bekommen die Zuschauer einen intensiven Einblick in die Welt des Theaters und können dabei auch ihre eigenen Fähigkeiten und Talente entdecken, fördern und eine Menge Spaß erleben.

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