IM DICKICHT DER STADT
In Kooperation mit der Climate School der LMU München

Inhalt

IM DICKICHT DER STADT ist ein gemeinsames Projekt von Residenztheater und LMU München. Wissenschaftler:innen und Künstler:innen stehen gemeinsam auf der Bühne und erzählen in immer neuen Formaten vom komplexen Verhältnis von Mensch und Natur. Zu jeder Veranstaltung begrüßen wir einen renommierten Gast aus der Forschung: Von der Biologie bis zur katholischen Theologie  - erleben Sie neue Perspektiven und diskutieren Sie mit!

Unter der künstlerischen Leitung von Hausregisseur Alexander Eisenach und Autor und Schauspieler Maximilian Grünewald wird das DICKICHT zum innovativen Treffpunkt für Theater und Wissenschaft.

Das DICKICHT ist die Wittelsbacher Wiese direkt hinter dem Marstall. Es ist Stadtwildnis, Habitat und Archiv. Gemeinsam mit einem transdisziplinären Team aus Forscher*innen und Künstler*innen bringen wir das Dickicht und seine Bewohner auf die Bühne des Marstalls: Wir lassen Bäume, Asseln, Pilze und das CO2 sprechen und ihre Geschichten erzählen. Wir experimentieren, nehmen wahr und hören, was uns diese neuen Protagonisten zu erzählen haben - was werden wir ihnen antworten?

Nach jeder Veranstaltung von IM DICKICHT DER STADT laden wir sie herzlich in die Bar im Marstall ein, um mit uns und unseren Gästen ins Gespräch zu kommen. 

VORHERIGE AUSGABEN

Im ersten Teil von IM DICKICHT DER STADT wollen wir unser Ohr auf den Boden legen. An den Baum. Wollen den Vögeln lauschen und dem Gras beim Wachsen zuhören. Die Sound-Künstlerin Diane Barbé ist Expertin für den Klang der nicht-menschlichen Welt. Mit Hilfe von speziell entwickelten Kontaktmikrophonen, Hydrophonen und Verstärkersystemen, wird das Wasser in den Zellen der Bäume, das Musizieren der Erdgrillen und das Graben der Würmer hörbar gemacht. Das mikrophonierte DICKICHT erschafft die akustische Bühne für den Schauspieler Vincent Glander und die Biologin Maria Stockenreiter.­


Künstlerische LeitungMaximilian Grünewald, Alexander Eisenach
Live-SounddesignDiane Barbé
Mit Dr. Maria Stockenreiter sowie Vincent Glander

Audioinstallation anhören

Was haben Sie vor Augen, wenn Sie an Natur denken?

In der zweite Ausgabe von IM DICKICHT DER STADT dreht sich alles um die visuelle Wahrnehmung des DICKICHTS. Gemeinsam mit dem Videokünstler Oliver Rossol und dem Sozialethiker und Theologen Professor Dr. Markus Vogt (LMU) lassen wir den Blick schweifen und begeben uns auf eine multimediale und multiperspektivische Expedition ins Reich der Asseln und Kleinstlebewesen. Mitglieder des Ensembles performen Szenen aus dem Stück «Jenseits der Wälder» von Maximilian Grünewald, inszeniert von Alexander Eisenach.


Künstlerische LeitungMaximilian Grünewald, Alexander Eisenach
Live-VideoOliver Rossol
Mit Dr. Markus Vogt sowie Isabell Antonia Höckel, Stella NeunerLukas Rüppel und Myriam Schröder

Im dritten Teil unserer Reihe, wollen wir herausfinden, wie das Dickicht schmeckt. Gemeinsam mit dem Publikum werden wir uns durch fünf Gänge verkosten und dabei nicht nur den Geschmäckern von Labkraut, Steinklee und Beinwell nachspüren, sondern auch den Geschichten, die sich im Geschmack verbergen.

Mit der Künstlerin und Landschaftsarchitektin Fanny Brandauer wollen wir ein Erntedankfest feiern und unser Sensorium für das kulinarische Erzählen öffnen: ein Ritual inniger Umarmung, eine Verschlingung von Robinie und Pappel, eine Metamorphose vergessener Fahrräder zu Landschaft, eine Verführung von Hagebutte in den Säulenruinen des Lustgartens. 

Tauchen Sie ein in die kulinarische Welt urbaner Wildnis Münchens und schmecken Sie die Wittelsbacher Wiese. Nehmen Sie Platz an unserer Tafel. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam kochen und essen.


Künstlerische LeitungMaximilian Grünewald, Alexander Eisenach
Mit Fanny Brandauer, Off the Menu sowie Lea Ruckpaul

In einer faktenbasierten Welt sind Theater und Forschung zwei Seiten einer Medaille. Dieser Idee folgen wir mit unserer Kooperation zwischen dem Residenztheater und der LMU München. In unserer Veranstaltungsreihe «Im Dickicht der Stadt» laden wir dazu renommierte Wissenschaftler*innen der LMU in die Spielstätte Marstall ein. Gemeinsam mit ihnen spielen, diskutieren und kontextualisieren Mitglieder des Ensembles wissenschaftliche Diskurse rund um Klimawandel, Ökologie und Nachhaltigkeit. Zusammen entwickeln wir innovative Ästhetiken, transdisziplinäre Ausdrucksformen und neue Formate der Wissensvermittlung an der Grenze von Kunst und Wissenschaft.

Diese Ausgabe widmen wir der Frage, welche Rolle Wissenschaftler*innen in unserer Gesellschaft einnehmen. Wie verändert Forschen die Persönlichkeit? Beeinflussen wissenschaftliche Methoden die eigene Wahrnehmung der Welt? Wie fühlen sich «Fakten» an? Und wer glaubt eigentlich noch an den Klimawandel? Diesen Fragen nähern wir uns gemeinsam mit Prof. Dr. Julia Pongratz, Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie und Landnutzungssysteme an der LMU München und zweifelsohne eine der renommiertesten Klimaforscherinnen des Landes.

Nach der Veranstaltung ist die Bar im Marstall Salon geöffnet und Gelegenheit dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen.


In Kooperation mit dem Münchener Zentrum für Nachhaltigkeit (MZN), der Forschungsstelle für Klimarecht der Juristischen Fakultät München (LMU) und der Climate School der LMU München.

 

Künstlerische LeitungMaximilian Grünewald, Alexander Eisenach
MitProf. Dr. Julia Pongratz sowie Carolin Conrad, Niklas Mitteregger und Lukas Rüppel

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