Cybermobbing – die unterschätzte Gewalt

Das Theaterstück Homevideo durch ein junges Ensemble hervorragend gespielt, zeigt auf eindringliche Art und Weise, wie Mobbing und Cybermobbing plötzlich, unerwartet aus dem Nichts entstehen und unaufhaltsam miteinander "verschmelzen" kann!

Mobbing gibt es seit Menschengedenken, nur damals, anders bezeichnet bzw. unter anderem Namen: Hänseln, Ärgern, Beleidigen, Intrigen, Ränkespiele, uvm. Gründe für Mobbing und Cybermobbing sind vielschichtig, wie z.B. fehlende Kommunikationsstrukturen oder fehlende Empathie der Täter. Dies forciert unter anderem Neid, Eifersucht, Rache, Wut, Antipathie, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Langeweile  und verstärken beim Täter das Gefühl Macht über einen anderen Menschen zu gewinnen, um diesen zu unterdrücken, gegebenenfalls bis hin zur systematischen Zerstörung. Die Folgen für das Opfer sind oft schwerwiegend und langwierig.

In unseren "Anti"-Cybermobbing Workshops mit Schulklassen brechen auch nach Jahren Kinder, Jugendliche und sogar Lehrer in Tränen aus, wenn sie ihre Leidensgeschichte des Mobbings aus vergangenen Zeiten (Grundschule/Kinderzeiten) rekapitulieren bzw. in einem Workshop offen legen. Dies verdeutlicht wie tief diese Verletzungen und Demütigungen sitzen und womöglich einen Menschen über ein ganzes Leben lang begleiten können. Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt und muss in unserer Gesellschaft ernst genommen und ab einem bestimmten Grad auch strafrechtlich geahndet werden.

Wir Pädagogen im Café Netzwerk, einer medienpädagogischen Facheinrichtung des Kreisjugendrings München-Stadt haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen Medienkompetenz zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen, der Selbst- und Datenschutz, die Aufklärung, das situative agieren und das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen. Wir bieten regelmäßige Workshops für Schulklassen sowie ein Sozialtraining im Sinne der  Prävention und Intervention (nach Konflikt-Kultur), ebenfalls für Schulen, an.

 

Was kannst du tun, wenn es dir passiert?

1. Wende dich an eine Vertrauensperson

2. Reagiere nicht auf Bilder, Texte, auf  Beleidigungen über WhatsApp oder über die sozialen Netzwerke, sondern mach einen Screen Shot, der als Beweis nutzbar ist.

3. Wende dich an eine der Beratungsstellen des Jugendinformationszentrums München oder der Evangelischen Jugend.

4. Lade dir die Erste-Hilfe App von Klicksafe zum Cyber-Mobbing runter.

5. Das geschulte Personal des Café Netzwerks unterstützt dich und vermittelt auch weiter

6. Fachstelle der Münchner Polizei, Prävention& Opferschutz Kriminalfachdezernat 105 in der Ettstrasse.

 

Links:

www.klicksafe.de

www.cafe-netzwerk.de

www.polizei.bayern.de/content/9/9/1/3/7/flyer_des_kommissariats_105.pdf

Café Netzwerk, Luisenstr.11, 80333 München, Tel. 089/54832700,  Verantwortlich: Elisabeth Schmitt (Pädagogin), Email: e.schmitt(at)cafe-netzwerk.de