Spiel des Lebens

Premiere
Residenztheater
Fr 20 Mär
SPIEL DES LEBENS
von Knut Hamsun
Premiere 20. März 2020
Residenztheater
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Ivar Kareno, Philosoph und im Brotberuf Hauslehrer zweier Unternehmersöhne, arbeitet an seinem epochalen Werk. Von seinem Dienstgeber, dem Unternehmer Otermann, wird ihm dafür sogar eigens ein Turm errichtet – eine in den Himmel ragende, lichtdurchflutete Schreibstube. Und während Kareno denkt und schreibt, kommt vom Norden her eine Krankheit über die Menschen, wird Unternehmer Otermann über seinem Reichtum verrückt und streicht ein sonderbarer alter Mann um die Häuser, von dem es heißt, er sei die Gerechtigkeit.

 

«Ich glaube an nichts. Aber ich hoffe auf alles.»

 

Der norwegische Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun gilt seit seinem Debütroman «Hunger» (1890) als Wegbereiter der literarischen Moderne. In kritischer Auseinandersetzung mit dem Werk seines Zeitgenossen Henrik Ibsen, dem Großmeister norwegischer Dramatik, entstehen die Bühnenstücke «An des Reiches Pforten», «Spiel des Lebens» und «Abendröte». Gemeinsam bilden sie die nach ihrer Hauptfigur benannte Kareno-Trilogie, eine zwanzig Lebensjahre umspannende dramatische Biografie eines brütenden, unnachgiebigen Außenseiters.

 

«Spiel des Lebens», der eigenständige Mittelteil der Trilogie, zeigt Ivar Kareno als ideologischen Eskapisten. Nach dem antiliberalen, antidemokratischen Denken seiner Jugend blickt Kareno vom gläsernen Aussichtspunkt seines Turms auf eine Welt, deren rasende Veränderung noch nicht auf einen Begriff gebracht werden kann. Hamsuns Schauspiel über einen Menschen, der sich von der tonangebenden Elite übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt, ist mit Blick auf unsere Gegenwart von irritierender Aktualität.

 

Stephan Kimmig, der an den maßgeblichen Bühnen im deutschen Sprachraum inszeniert, wird «Spiel des Lebens» mit Elementen aus den beiden anderen Teilen der Kareno-Trilogie anreichern.

Künstlerische Leitung

Inszenierung Stephan Kimmig
Bühne Katja Haß
Kostüme Anja Rabes
Musik Michael Verhovec
Dramaturgie Ewald Palmetshofer