Christian Erdt

Geboren 1987 in Furth im Wald, absolvierte Christian Erdt sein Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar Wien. Es folgte ein Engagement im Studio am Schauspiel Frankfurt, wo er vor allem mit Ersan Mondtag und Alexander Eisenach arbeitete. Nach einem Engagement am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wechselte er 2016 ins Ensemble des Residenztheaters. Er arbeitete u. a. mit Oliver Frljić, Martin Kušej, Mateja Koležnik, Hans Neuenfels und Andrea Breth.

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«Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?», fragten sich der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz, als sie 1983 den international gefeierten Filmzyklus «Dekalog» entwickelten, der in zehn Episoden jeweils ein biblisches Gebot in der säkularen Gegenwart beleuchtet. Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito kehrt mit seiner Version des «Dekalog» ans Residenztheater zurück. Er entwickelt aus dem Filmstoff eine neue Erzählweise, die das Verhältnis zwischen tradierten Werten und aktueller Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit neu untersucht und im Geiste Kieślowskis die moralische Unruhe der Jetztzeit befragt.

Dekalog
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 30 Okt

Georg Löffler, Bauernsohn aus dem Inntal, desertiert nicht nur aus dem Ersten Weltkrieg, sondern verabschiedet sich gänzlich von seiner früheren Identität. Seine Flucht wird zur ziellosen Odyssee durch die junge Weimarer Republik. Alexander Eisenach nimmt Grafs Roman als Ausgangspunkt einer Recherche über Kriegstraumata, einer Expedition durch Grafs Werk und betrachtet aus heutiger Perspektive eine Zeit, in der sich im Ringen um eine neue Normalität politische Extremismen Bahn brechen.

Einer gegen alle
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 29 Jul

Im Zentrum des 1945 erschienenen Romans «Es waren ihrer sechs» von Alfred Neumann steht die Idee vom jugendlichen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftssysteme. Basierend auf einem Zeitungsartikel über die Flugblattaktionen und die Hinrichtung der Mitglieder der Weißen Rose entwickelte Neumann aus dem Leben der Widerstandskämpfer*innen ein «freies Spiel der Fantasie». Der polnische Regisseur Michał Borczuch unternimmt mit seiner Bearbeitung des Stoffs den Versuch, die Gedankenwelt von Neumanns Figuren wie auch das reale Wirken der Weißen Rose aus heutiger Sicht zu rekonstruieren.

Es waren ihrer sechs
Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 08 Okt
Marstall, 19.00 Uhr
So 17 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Mo 25 Okt

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Spiel des Lebens
Premiere
Residenztheater
Fr 08 Apr

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Was der Butler sah
Marstall, 20.00 Uhr
Heute
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 15 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 16 Okt
Marstall, 19.00 Uhr
So 31 Okt