Gerrit Jurda

Stücke

Zurück aus dem Krieg wird Amphitryon von seiner Frau Alkmene nicht mehr wiedererkannt. In der Nacht zuvor hat sich der Gott Jupiter einen Spaß erlaubt und sie in Gestalt ihres Ehemanns verführt. Ein bitteres Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf.

Amphitryon
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 23 Apr
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 24 Apr

«Dantons Tod» basiert auf historischen Quellen der Französischen Revolution, die unser aller Verständnis moderner europäischer Demokratien geformt hat. Büchner fokussiert auf wenige Tage gegen Ende der Schreckensherrschaft der Jakobiner. Die ehemaligen Weggefährten Danton, Epikureer und Melancholiker, und Robespierre, Tugendterrorist und Dogmatiker, stehen einander als ideologische Gegner gegenüber und die Revolution bedeutet nur noch den Terror der Guillotine, dem die Revolutionäre selbst zum Opfer fallen.

Dantons Tod
Premiere
Residenztheater
Fr 15 Mai

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

Die drei Musketiere, die eigentlich vier sind, treten auf und denken über ihr Alleinsein nach. Kann man die berühmte Formel «einer für alle, alle für einen» mathematisch erklären? Wer ist eigentlich «der eine»? Und wer sind überhaupt «alle»?

Die drei Musketiere

Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst und subtilen Charakterstudien thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Social Media Kindheitserinnerungen wie Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern

Ronja überwindet mutig Grenzen, sei es mit einem waghalsigen Sprung über den Höllenschlund, der die Mattisburg in zwei Teile teilt, oder durch ihre Freundschaft mit Birk, Sohn des Erzfeindes Borka. Daniela Kranz kreiert mit Schauspieler*innen des Ensembles und Münchner*innen partizipativ die zauberhafte Welt des Mattiswaldes und seiner kleinen Heldin.

Ronja Räubertochter

Hamsuns Trilogie zeigt die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Ivar Kareno muss sich entscheiden, ob er am radikalen Denken seiner Jugend festhält oder eine politisch gemäßigte Karriere einschlägt.

Spiel des Lebens

Gerhart Hauptmann erzählt in «Vor Sonnenaufgang» von einer Bauernfamilie, deren sozialer Aufstieg mit innerer Verhärtung einhergeht. Ewald Palmetshofer übernimmt Struktur und Figurenkonstellation des Hauptmann'schen Frühwerks und bettet seine Mittelstandsfamilie in einen urbanen Ballungsraum. Sein kluges Familienporträt macht an individuellen Krisen größere gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar: die Unversöhnlichkeit unterschiedlicher ideologischer Positionen.

Vor Sonnenaufgang
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 26 Apr