Lukas Rüppel

Geboren 1985, absolvierte Lukas Rüppel sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» Berlin. Bereits währenddessen war er in der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble auf der Bühne zu erleben. Sein erstes Engagement führte ihn 2010 an das Schauspiel Stuttgart, wo er u. a. mit Regisseur*innen wie Claudia Bauer, Jan Neumann, Peter Kastenmüller, Johanna Wehner und Christian Weise zusammenarbeitete. Von 2013 bis 2017 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und in Inszenierungen u. a. von René Pollesch, Stephan Kimmig, Bastian Kraft, Alexander Eisenach und Christopher Rüping zu sehen, bevor er als an das Staatsschauspiel Dresden wechselte und dort u. a. mit Sebastian Baumgarten, Jan-Christoph Gockel und Sebastian Hartmann arbeitete.

Zu sehen in

Beeinflusst vom Volksstück Marieluise Fleißers und dem Theater Bertolt Brechts erzählt Franz Xaver Kroetz in «Agnes Bernauer», uraufgeführt 1977 in der DDR, die Geschichte einer Emanzipation nicht durch Erkenntnis, sondern Empathie.

Agnes Bernauer
Premiere
Cuvilliéstheater
Do 18 Nov

Vor sechzig Jahren, am 11. April 1961, begann in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, Leiter des nationalsozialistischen Referats für «Judenangelegenheiten» und einer der Hauptverantwortlichen des organisierten Genozids. Heinar Kipphardt verarbeitete die Verhörprotokolle des israelischen Geheimdienstes mit Eichmann zu seinem Dokumentartheaterstück «Bruder Eichmann», das 1983 am Residenztheater uraufgeführt wurde. Regisseur Sebastian Baumgarten wird sich dem bei der Uraufführung kontrovers diskutierten Text mit den Möglichkeiten und Mitteln des digitalen Theaters annähern.

Bruder Eichmann

«Dantons Tod» basiert auf historischen Quellen der Französischen Revolution, deren Maxime der «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» unser Verständnis moderner europäischer Demokratien geformt hat. Büchner erzählt aber nicht vom triumphalen Anfang, als der Kampf dem Volk galt, sondern fokussiert auf das Ende der sogenannten Schreckensherrschaft der Jakobiner 1794, als die Revolution nur noch Terror der Guillotine bedeutet.

Dantons Tod

Judith Herzberg zeichnet in ihrer Trilogie mit feinem Humor das Porträt einer jüdischen Großfamilie aus Amsterdam. Hinter der alltäglichen und fröhlichen Fassade aber verbirgt sich ein verwundetes Seelenleben. Es sind die Geschichten von Überlebenden des Holocaust und ihrer Nachkommen, in deren Körper sich die Traumata der Verfolgung und Shoah tief eingeschrieben haben. Sich von der Vergangenheit zu lösen, scheint unmöglich, trotzdem tanzen, lieben und heiraten sie aufs Neue und bleiben auf der Suche nach einem Neuanfang.

Die Träume der Abwesenden
Premiere
Residenztheater, 17.00 Uhr
So 26 Sep
Residenztheater, 17.00 Uhr
Fr 01 Okt
Residenztheater, 17.00 Uhr
Fr 15 Okt
Residenztheater, 17.00 Uhr
Sa 16 Okt
Residenztheater, 17.00 Uhr
So 31 Okt

Georg Löffler, Bauernsohn aus dem Inntal, desertiert nicht nur aus dem Ersten Weltkrieg, sondern verabschiedet sich gänzlich von seiner früheren Identität. Seine Flucht wird zur ziellosen Odyssee durch die junge Weimarer Republik. Alexander Eisenach nimmt Grafs Roman als Ausgangspunkt einer Recherche über Kriegstraumata, einer Expedition durch Grafs Werk und betrachtet aus heutiger Perspektive eine Zeit, in der sich im Ringen um eine neue Normalität politische Extremismen Bahn brechen.

Einer gegen alle

Ein goldenes Zeitalter scheint mit dem Ableben des dänischen Königs ein Ende zu finden. Sein Nachfolger versucht die aufkeimenden Konflikte mit Diplomatie zu beschwichtigen, doch Prinz Hamlet will den Onkel als Thronfolger und neuen Mann der Mutter nicht akzeptieren. Während das Volk willens scheint, sich von der Illegitimität des neuen Machthabers überzeugen zu lassen, will Hamlet dessen Platz aber auch nicht einnehmen – und sabotiert so, vielleicht unbewusst, die tradierte Vorstellung der politischen Ordnung an sich. Ist Hamlet der legendäre Zauderer, der nicht genug Mut zum Handeln hat, oder findet er sich vor den Trümmern eines hoffnungslos veralteten Regierungssystems wieder? Sind die Verschwörungen und Intrigen, die er aufdeckt, das eigentliche Wesen der Politik als Theaterbühne – oder sind sie vielmehr Halluzinationen eines trauernden Sohns und politikverdrossenen Studenten?

Hamlet
Residenztheater, 19.00 Uhr
Sa 09 Okt
Residenztheater, 18.00 Uhr
So 10 Okt
Residenztheater, 19.00 Uhr
Mo 11 Okt
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 17 Okt

Deutschland im Superwahljahr. Rex Osterwald möchte die Gegenkandidatin unbedingt ausschalten und Kanzler werden. Seine Kritiker*innen, Journalist*innen wie politische Gegner*innen, bezeichnen ihn als T-Rex, was er in der Tat ist, dennoch verletzt es ihn. Ein T-Rex kann also auch dünnhäutig sein. Aber diese Kränkungen sind nichts gegen seinen ausgeprägten Optimismus. Er ist der festen Überzeugung, dass er Deutschland wieder ganz nach vorne bringen könnte. «Wenn alle Deutschland lieben würden, hätten wir doch überhaupt keine Probleme.»

Resi zoomt: Rex Osterwald