Myriam Schröder

Myriam Schröder studierte an der Folkwang-Hochschule der Künste in Essen Schauspiel. Zusätzlich zum Schauspielstudium studierte sie Tanz unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch. Nach der Schauspielschule wurde sie an das Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert. Dort lernte sie die Regisseure Nicolas Stemann und Jürgen Gosch kennen, die ihre Arbeit maßgeblich prägten. 2002 wurde Myriam Schröder mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wechselte sie an das Hamburger Schauspielhaus und wurde anschließend an das Burgtheater in Wien engagiert, wo sie bis 2009 Ensemblemitglied war. Anschließend führten sie Engagements an das Kölner Schauspielhaus, an das Deutsche Theater in Berlin und an das Schauspielhaus Wien bevor sie 2015 Ensemblemitglied in Basel wurde. Myriam Schröder verbinden künstlerische Arbeitsbeziehungen mit den Regisseurinnen und Regisseuren Nora Schlocker, Sebastian Hartmann, Karin Beier, Nicolas Stemann, Claudia Bauer, Simone Stone, Calixto Bieito und Mateja Koležnik.

Zu sehen in

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

Mit den Worten «hallo? / hört uns jemand?» eröffnet Ewald Palmetshofer sein Theaterstück, eine hochmusikalische Sprachpartitur. Im Zentrum steht Clara, die nach dem Scheitern ihrer Ehe an einem Wendepunkt angelangt ist und sich ins verlassene Haus ihrer Großmutter zurückzieht. Doch auch dort wird sie von ihrem Leben und der Beziehung zu ihrem 13-jährigen Sohn eingeholt.

Die Verlorenen
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mo 27 Apr

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert Mitte der 1980er-Jahre New York. Tony Kushners von Fantasie überbordendes Theaterepos stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, der Reagan-Ära. Der australische Regisseur Simon Stone liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in dem der neoliberale Geist sich unwidersprochen in allen Lebensbereichen eingenistet hat.

Engel in Amerika

Im Sommerhaus des Rechtsanwalts Bassow trifft sich die russische intellektuelle Mittelschicht. Eine gesellschaftliche Veränderung liegt in der Luft, doch mit jedem Gespräch, jedem Streit, jeder Selbstenthüllung wird fraglicher, ob diese Sommergäste für ein anderes, wahrhaftigeres Leben ausgestattet sind.

Sommergäste

Gerhart Hauptmann erzählt in «Vor Sonnenaufgang» von einer Bauernfamilie, deren sozialer Aufstieg mit innerer Verhärtung einhergeht. Ewald Palmetshofer übernimmt Struktur und Figurenkonstellation des Hauptmann'schen Frühwerks und bettet seine Mittelstandsfamilie in einen urbanen Ballungsraum. Sein kluges Familienporträt macht an individuellen Krisen größere gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar: die Unversöhnlichkeit unterschiedlicher ideologischer Positionen.

Vor Sonnenaufgang
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 26 Apr