Nicola Mastroberardino

Geboren 1978 in Zürich, absolvierte Nicola Mastroberardino sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Seine Engagements führten ihn von 2005 bis 2010 an das Schauspiel Essen, von 2010 bis 2015 an das Schauspielhaus Bochum und von 2015 bis 2019 an das Theater Basel. 2019 folgte er Andreas Beck ans Residenztheater.

2008 erhielt er den Aalto Bühnenpreis für junge Künstler, 2009 den Förderpreis der Akademie der Künste in der Sektion Darstellende Kunst, 2013 den Bochumer Theaterpreis in der Sparte «Arrivierter Künstler» sowie 2020 den Kurt-Meisel-Preis. Er arbeitete u. a. mit den Regisseur*innen David Bösch, Anselm Weber, Sebastian Nübling, Lisa Nielebock, Hermann Schmidt-Rahmer, Nora Schlocker, Thorleifur Örn Arnarsson, Stefan Bachmann, Karin Henkel, Bastian Kraft und Thom Luz. Unter der Regie von Ulrich Rasche war er 2023 in «Nathan der Weise» bei den Salzburger Festspielen zu sehen. Mit diesem Stück sowie Inszenierungen von Simon Stone, Ulrich Rasche, Claudia Bauer und Philipp Stölzl wurde er 2017, 2018, 2019, 2023 und 2024 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 

Wie spielst du das, Nicola Mastroberardino?

Im Gespräch mit Intendant Andreas Beck über aktuelle Premieren und Rollen, aber auch über Werdegang, Eigenarten und persönliche Erfahrungen.

 

Zu sehen in

Die italienische Regisseurin Silvia Costa kombiniert in ihrer neuen Arbeit zwei Texte von Marguerite Duras, der Grande Dame der französischen Literatur. Während in «La Musica» ein Paar am Abend nach der Scheidung das gemeinsame Leben ganz realistisch Revue passieren lässt und sich ausmalt, was hätte passieren können, wenn es zusammengeblieben wäre, ist «Die englische Geliebte» die Albtraumversion des Endes einer Beziehung, in der sich die jahrelang schwelende Gewalt Bahn bricht.

La Musica – zwischen ihr und ihm
Marstall, 20.00 Uhr
Mi 21 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Mo 26 Okt

Mit seinem 1797 verfassten Meisterstück war Ludwig Tieck seiner Zeit weit voraus: Bei ihm wird das Märchen vom gestiefelten Kater zu einem absurd-komischen »Theater auf dem Theater«, das die Grenzen zwischen Bühne und Realität lustvoll sprengt. 

Der gestiefelte Kater
Premiere
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Fr 19 Feb

Rainald Goetz, der vielfach ausgezeichnete Ausnahmeautor, hat die Uraufführung seines neuesten Theatertexts Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach anvertraut. Der Text ist eine wilde Mischung der Genres: Tagebuch und Requiem, verwoben mit Szenen aus einem wahnwitzigen Drehbuchvorhaben mit Helmut Dietl und Franz Xaver Kroetz, dem Goetz das Stück auch widmet. Und er erweist darin seiner bayerischen Heimat Reverenz, der Stadt München genauso wie dem Voralpenland. Verspielt, poetisch, abgründig, absolut undramatisch – und selbstredend genial.

Lapidarium

In Peter Weiss’ bahnbrechendem Stück treffen zwei von der Französischen Revolution Desillusionierte und Verfechter des Exzesses aufeinander: Marat vs. Sade. Ein Streitgespräch zwischen Marat, dem Befürworter des Terrors, und dem Marquis de Sade, dem Meister der Eskapaden, über die alles entscheidende Frage, ob eine Veränderung der Verhältnisse überhaupt möglich ist. Und falls ja, um welchen Preis? Und mit welchen Mitteln? «Marat/Sade» ist ein Spektakel des Übergangs, der Zeitenwende und des Zweifelns.

Marat/Sade
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 24 Okt

Romeo und Julia setzen die Sprache der Liebe gegen den Krieg ihrer Verwandten, die Sprache des Dolchs. Schaffen sie es, ein Beispiel zu setzen gegen die unversöhnliche Feindschaft, die in Verona herrscht? Die Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach inszeniert die berühmteste Liebesgeschichte der Welt und den Tanz auf dem Vulkan, der ihre Hauptfiguren mitreißt, mit viel Musik und heißen Herzen neu.

Romeo und Julia

Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen – und fängt wie nebenbei ein Panorama der menschlichen Existenz ein. Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein.

Die Rückseite des Lebens
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 23 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 31 Okt

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