Elsa-Sophie Jach

Hausregisseurin

Geboren 1991 in Vorwerk bei Bremen, studierte Regie an der Hamburger Theaterakademie und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihre Texte wurden u. a. am Burgtheater Wien und dem Deutschen Theater Berlin gezeigt. Für Inszenierungen wie Kleists «Das Erdbeben in Chili» und «die zukunft reicht uns nicht (klagt, kinder, klagt!)» wurde sie von Theater heute als «Nachwuchsregisseurin des Jahres» genannt und für den Nestroy-Preis nominiert. Jach inszeniert regelmäßig am Schauspiel Leipzig, am Theater Münster und am Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist sie Hausregisseurin am Residenztheater und inszenierte hier unter anderem «Herz aus Glas» nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch, «Die Unerhörten – Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen» (eingeladen zum Brandhaarden Festival 2023 am International Theatre Amsterdam), Goethes «Werther», Kleists «Das Käthchen von Heilbronn» (auf der Shortlist des Theatertreffens 2023), Sartres «Die Fliegen» und «Die Kopenhagen-Trilogie» nach den Romanen Tove Ditlevsens. In der Spielzeit 2024/2025 folgte auf «Eine Zierde für den Verein» nach dem gleichnamigen Roman von Marieluise Fleißer ihre Inszenierung von «Romeo und Julia». Die Entstehung dieser wird in der Ausstellung «making THEATRE – Wie Theater entsteht» am Deutschen Theatermuseum in München dokumentiert.

Stücke

Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken. 

Automatenbüfett
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 13 März
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Marstall, 20.00 Uhr
Di 24 März
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Marstall, 19.00 Uhr
So 12 Apr
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 18 Apr

Rainald Goetz, der vielfach ausgezeichnete Ausnahmeautor, hat die Uraufführung seines neuesten Theatertexts Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach anvertraut. Der Text ist eine wilde Mischung der Genres: Tagebuch und Requiem, verwoben mit Szenen aus einem wahnwitzigen Drehbuchvorhaben mit Helmut Dietl und Franz Xaver Kroetz, dem Goetz das Stück auch widmet. Und er erweist darin seiner bayerischen Heimat Reverenz, der Stadt München genauso wie dem Voralpenland. Verspielt, poetisch, abgründig, absolut undramatisch – und selbstredend genial.

Lapidarium
19 Uhr Einführung
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 6 März
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 10 Apr

Die «Freiheit zu handeln» bildet den Kern von Jean-Paul Sartres philosophischem Denken. Was diese Freiheit für den Einzelnen bedeutet, zeigt er exemplarisch in «Die Fliegen» – Sartres Überschreibung von Aischylos' zweiten Teil der «Orestie». Soll sich der aus dem Exil heimgekehrte Orest für den Mord an seinem Vater Agamemnon rächen? Und falls ja, welchen Preis ist er bereit, dafür zu zahlen?

Die Fliegen

In seinem erfolgreichsten Stück verbindet Heinrich von Kleist die Romantik des Märchens mit der Tragik des Schauspiels. Es gibt ein Femegericht, ein brennendes Schloss, einen Cherub, dazu Intrigen und einen Giftanschlag. Doch Kleists Käthchen geht zielstrebig ihren Weg und weicht dem Grafen Wetter vom Strahl nicht von der Seite, weil er ihr im Traum als die große Liebe offenbart wurde.

Das Käthchen von Heilbronn

Für das Talent und die Träume der heranwachsenden Tove ist im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er-Jahre kein Platz. Mit vierzehn Jahren muss sie die Schule verlassen und gegen ihren Willen als Hausmädchen, später als Bürogehilfin arbeiten. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, publiziert anfänglich Gedichte und Erzählungen und sucht ihre Befreiung unbeirrt im eigenen Schreiben. Tove Ditlevsen erzählt in der «Kopenhagen-Trilogie» immer entlang der eigenen Biografie von der Flucht aus einem komplizierten Alltag in die Narration und webt dabei Realität und Fiktion raffiniert ineinander. Ihre gleichnamige Ich-Erzählerin berichtet ebenso humorvoll wie lakonisch von Privatem, das nichtsdestotrotz politisch ist.

Die Kopenhagen-Trilogie
Marstall, 19.00 Uhr
Do 26 Feb

Romeo und Julia setzen die Sprache der Liebe gegen den Krieg ihrer Verwandten, die Sprache des Dolchs. Schaffen sie es, ein Beispiel zu setzen gegen die unversöhnliche Feindschaft, die in Verona herrscht? Die Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach inszeniert die berühmteste Liebesgeschichte der Welt und den Tanz auf dem Vulkan, der ihre Hauptfiguren mitreißt, mit viel Musik und heißen Herzen neu.

Romeo und Julia
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 28 Feb
WITH ENGLISH SURTITLES
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Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 5 März
WITH ENGLISH SURTITLES
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Residenztheater, 18.30 Uhr
So 15 März
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 1 Apr
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 14 Apr

Elsa-Sophie Jach adaptiert Goethes flirrenden Briefroman über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte, der 1774 zur literarischen Sensation geriet, für die Bühne und erweitert ihn um die hochpoetische Dichtung seiner Zeitgenossin Karoline von Günderrode. Johannes Nussbaum brilliert in diesem Schauspielsolo mit Leichtigkeit und Augenzwinkern als glühend Liebender.

Werther

Gustl Gillich, Tabakwarenhändler und lokaler Schwimmstar, verliebt sich in Frieda Geier, Vertreterin für Mehl. Als er jedoch in der Liebe ein Geschäftsmodell und in Frieda eine Billigarbeitskraft entdeckt, wird er von ihr verlassen und findet Trost in Frauenhass und Männerbündelei. Elfriede Jelinek bezeichnete Fleißer, deren einzigen Roman Elsa-Sophie Jach für die Bühne bearbeitet, als die «größte Dramatikerin des 20. Jahrhunderts».

Eine Zierde für den Verein
Marstall, 20.00 Uhr
Do 23 Apr