Elsa-Sophie Jach

Geboren 1991 in Vorwerk bei Bremen, studierte Regie an der Hamburger Theaterakademie und Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Während des Studiums entstandene Regiearbeiten zeigte sie beim 100°-Festival am Ballhaus Ost und auf Kampnagel. Für ihr Studienprojekt «Das Erdbeben in Chili» von Heinrich von Kleist (2018, Schauspielhaus Hamburg) wurde sie in der Kritiker*innenumfrage von Theater heute als Nachwuchsregisseurin des Jahres 2018 genannt, ebenso für «die zukunft reicht uns nicht (klagt, kinder, klagt!)» von Thomas Köck (2017, UA, Schauspielhaus Wien, Regie gemeinsam mit Thomas Köck; Nominierung für den Nestroy-Preis 2018 in der Kategorie «Beste Regie», Einladung zum virtuellen Theatertreffen auf nachtkritik.de sowie zu den Autorentheatertagen 2018 am Deutschen Theater Berlin). Ihre gemeinsam mit dem Autor Thomas Köck erarbeitete Inszenierung «Die dritte Republik» (2018, UA, Thalia Theater Hamburg) wurde 2019 zum Festival Radikal Jung ans Münchner Volkstheater eingeladen. Sie inszenierte u. a. «Mitwisser» von Enis Maci (2019, Theater Bamberg), «Sechs Koffer» von Maxim Biller (2019, UA, Thalia Theater Hamburg), «Jugend ohne Gott» nach Ödön von Horváth (2020, Theater Bamberg), «Nebraska» von Wolfram Höll (2021, UA, Theater Oberhausen), «WÜST» von Enis Maci (2021, UA, Theater Bremen) und «Eileen» nach dem Roman von Ottessa Moshfegh (2021, Theater Bremen). Ihre erste Arbeit am Residenztheater war «Herz aus Glas» nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch.

 

In der Spielzeit 2021/22 inszeniert sie am Residenztheater «Die Unerhörten – Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen»  mit Texten von u.a. Aischylos, Ingeborg Bachmann, Hélène Cixous, Euripides, Esther Hutfless, Enis Maci, Friederike Mayröcker, Helga M. Novak, Ovid, Sappho, Elisabeth Schäfer, Christa Wolf.

Stücke

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Die Unerhörten
Marstall, 19.00 Uhr
So 23 Jan
Marstall, 20.00 Uhr
Mo 24 Jan
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 28 Jan
Marstall, 20.00 Uhr
Do 17 Feb
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 18 Feb
Marstall, 20.00 Uhr
Do 24 Feb

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Herz aus Glas
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 29 Jan
Marstall, 19.00 Uhr
So 13 Feb