Carolin Conrad

Geboren 1976 in Ulm, studierte Carolin Conrad Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste Essen. Dem folgten feste Engagements am Theater der Stadt Heidelberg sowie am Schauspiel Leipzig und Maxim Gorki Theater Berlin. 2009 wechselte sie ans Schauspielhaus Zürich und blieb dort, unterbrochen von einer Spielzeit am Residenztheater, bis 2019 Ensemblemitglied. Sie arbeitete unter anderem mit Robert Schuster, Wolfgang Engel und Armin Petras sowie wiederholt mit Barbara Frey, Sebastian Baumgarten und Karin Henkel. Seit 2019 ist sie festes Ensemblemitglied am Residenztheater. 

Zu sehen in

Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken. 

Automatenbüfett
Marstall, 19.00 Uhr
Sa 2 Mai
Marstall, 19.00 Uhr
Fr 15 Mai
Marstall, 19.00 Uhr
Mi 17 Juni

Neun Frauen im Münchner Einzugsgebiet porträtiert Jovana Reisinger in ihrem für den Bayerischen Buchpreis nominierten Roman. In der Bühnenadaption wird dieser Lebensraum zur programmierten Idylle, in der die Figuren komisch und tragisch zugleich ihre Selbstermächtigung proben und nach Lücken und Freiräumen in der gesellschaftlich verordneten Optimierung ihres Rollenbilds suchen.

Spitzenreiterinnen
Marstall, 20.00 Uhr
Mi 13 Mai
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 12 Juni

Robert Icke hat Arthur Schnitzlers Stück «Professor Bernhardi» kongenial in die Gegenwart übersetzt. Die Ärztin Ruth Wolff gerät bei ihm nicht nur in Konflikt mit ihrem Kollegium und den Maximen der katholischen Kirche, sondern auch in einen medialen Shitstorm. Die Londoner «Times»feierte«Die Ärztin» als eine «Operation am offenen Herzen unserer Gegenwart, die immer komplizierter wird, je tiefer man schneidet».

Die Ärztin
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 22 Mai
WITH ENGLISH SURTITLES
Karten Termin speichern
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mo 1 Juni

Die «Freiheit zu handeln» bildet den Kern von Jean-Paul Sartres philosophischem Denken. Was diese Freiheit für den Einzelnen bedeutet, zeigt er exemplarisch in «Die Fliegen» – Sartres Überschreibung von Aischylos' zweiten Teil der «Orestie». Soll sich der aus dem Exil heimgekehrte Orest für den Mord an seinem Vater Agamemnon rächen? Und falls ja, welchen Preis ist er bereit, dafür zu zahlen?

Die Fliegen

Asiimwe Deborah Kawe erzählt in ihrem Schauspiel von der Lebensleistung einer nicht-dokumentierten Einwanderin. Wie so viele andere trägt die Krankenpflegerin Achen, Hauptfigur der Autorin, mit ihrer Arbeitskraft und als Steuerzahlerin zur Prosperität eines Landes bei, das sich über Nacht entschloßen hat, sie daraus zu vertreiben.

Das Gelobte Land
19.30 Uhr Einführung
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 25 Apr
WITH ENGLISH SURTITLES
Restkarten Termin speichern
Marstall, 19.00 Uhr
So 10 Mai
WITH ENGLISH SURTITLES
Karten Termin speichern
Marstall, 20.00 Uhr
Di 9 Juni
Marstall, 20.00 Uhr
Do 11 Juni

Goethes Frühwerk ist ein maßloses szenisches Epos. Mit seinen über fünfzig Schauplätzen, mehreren Parallelhandlungen und der riesigen Personage sprengte der 22-jährige Dichter alle gängigen Theaterkonventionen seiner Zeit. Für die einen ist Götz ein Freiheitskämpfer, der sich den von feudaler und klerikaler Willkür geprägten Verhältnissen mit ≪eiserner Faust≫ entgegenstellt. Für die anderen aber ist er ein rückwärtsgewandter Reaktionär, der sich an eine überkommene Gesellschaftsform klammert und jede Veränderung kategorisch ablehnt.

Götz von Berlichingen
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Do 23 Apr
18/12 Euro auf allen PlätzenTheatertag
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
So 26 Apr
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Do 4 Juni

Heinrich Manns 1914 erschienener hellsichtiger Bildungsroman «Der Untertan» porträtiert mit bitterbösem Humor das Wilhelminische Kaiserreich und sein sich selbst feierndes und von nationalistischen Großmachtfantasien träumendes Bürgertum. Manns Protagonist Diederich Heßling ist ein Opportunist ohne Rückgrat und Zivilcourage. Nur am Stammtisch vergisst er seine Unsicherheit und schwingt sich zu nationalen Reden auf. Doch Mann zeichnet Heßling nicht als Witzfigur, sondern als eine komplexe, von blindem Autoritätsglauben geprägte und am Ende deformierte Persönlichkeit.

Der Untertan
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Mi 29 Apr
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Sa 16 Mai
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
Sa 30 Mai

Ensemble entdecken