Linda Blümchen

Geboren 1994 in Berlin, absolvierte Linda Blümchen 2016 bis 2020 an der Universität der Künste Berlin ihr Schauspielstudium und wurde Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. In der Spielzeit 2018/2019 gehörte sie zum Ensemble des Theater Basel, arbeitete dort u. a. mit Robert Icke und Philipp Stölzl und wurde mit «Graf Öderland» (Regie: Stefan Bachmann) zum Berliner Theatertreffen 2021 eingeladen. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist sie festes Ensemblemitglied am Residenztheater und erhielt dort von den Freunden des Residenztheaters den «RESI SENDET-Digitalpreis». Hier arbeitet sie u. a. gemeinsam mit Karin Henkel, Mateja Koležnik, Thom Luz, Stefan Kimmig, Robert Borgmann, Philip J Morris und Elsa-Sophie Jach.

Zu sehen in

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Medea
ZUM LETZTEN MAL!
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 06 Jun

An einem stürmischen Abend im Jahr 1836 erscheint Hans Christian Andersen uneingeladen im Haus seines Jugendfreundes Edvard Collin, der am nächsten Tag seine Verlobte Henriette heiraten wird. Andersen ist durch Wind und Wetter gereist, um Edvard erneut seine Liebe zu gestehen. Der Empfang der Familie ist frostig, der Bräutigam selbst außer Haus beim Junggesellenabschied. Einzig Henriette fühlt sich von dem außergewöhnlichen Charme des Gasts angezogen, der stets umgeben von seinen eigenen Märchenfiguren in einer Fantasiewelt lebt. Er verzaubert das nüchterne Zimmer in eine schillernde Unterwasserlandschaft und in überirdisch schöne Schlösser. Und er beginnt, der Braut des Freundes das Märchen der kleinen Meerjungfrau zu erzählen: Entflammt von der Liebe zu einem Prinzen möchte sie ein Mensch werden und ist bereit, dafür ihre Stimme und ihre Heimat zu opfern – und so ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Andersens Erzählungen
RESI INKLUSIV: MIT GEBÄRDENSPRACHE
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 30 Jun
WITH ENGLISH SURTITLES
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Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik kombiniert Sophokles’ antikes Drama «Antigone», in dem Staatsgewalt gegen religiöse Sitte und strikter rationaler Befehl gegen aufbegehrendes Gefühl stehen, mit einer Bearbeitung des Philosophen Slavoj Žižek und interpretiert den Mythos um die thebanische Königsfamilie neu für unsere Zeit, in der persönliches und gesellschaftliches Wohl aufs Neue hart gegeneinander abgewogen werden.

Antigone
18 Uhr Einführung | WITH ENGLISH SURTITLES
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 23 Jun

In seinem schon zu Lebzeiten erfolgreichsten Stück verbindet Heinrich von Kleist die Romantik des Märchens mit der Tragik des Schauspiels. Es gibt ein Femegericht, ein brennendes Schloss, einen Cherub, dazu Intrigen und einen Giftanschlag. Doch Kleists Käthchen lässt sich von all dem nicht beirren. Zielstrebig geht sie ihren Weg und weicht dem Grafen Wetter vom Strahl nicht von der Seite, weil er ihr im Traum als die große Liebe offenbart wurde. Kleists Käthchen ist wie sein Alter Ego, eine Kämpferin des Worts und der Poesie, eine Verbündete auf der Suche nach einem Gegenüber, mit dem es sich zu leben lohnt.

Das Käthchen von Heilbronn
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mi 22 Mai
ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mo 17 Jun

Nach Ibsens Peer Gynt ergreift in der zweiten Spielzeithälfte ein anderer Meister der Fabulierkunst das Wort. Ein Erzähler, der seine Zuhörer*innen auffordert, ihn Ismael zu nennen, entert mit seinem Seemannsgarn die Bühne des Residenztheaters. Was folgt, ist ein wahres Ungetüm an Erzählung: Ismael heuert auf der «Pequod», einem alten Walfänger an und sticht auf dieser schwimmenden Fabrik der Trangewinnung in See.

Moby Dick
WITH ENGLISH SURTITLES
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 02 Jun
18 Uhr Einführung
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Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 11 Jun
WITH ENGLISH SURTITLES
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 26 Jun

Eines Abends betritt ein Unbekannter namens K. ein Dorfgasthaus. Wie ihm mitgeteilt wird, darf sich vor Ort aber niemand ohne Bewilligung der dem Dorf vorstehenden Schlossbehörden aufhalten. K. weist sich daraufhin als ein vom Schloss bestellter Landvermesser aus und wird nach drei Tagen darüber in Kenntnis gesetzt, dass man keinen Landvermesser brauche, ja nicht einmal sicher sei, ob je nach einem verlangt wurde. Aus ungeklärten Motiven und gegen seinen Wunsch ernennt man K. stattdessen zum Schuldiener, attestiert ihm in einem Schreiben aus dem Schloss aber, dass man mit seiner Tätigkeit als Landvermesser durchaus zufrieden sei. So dubios der Verwaltungsapparat des Schlosses agiert und so intransparent und willkürlich die Entscheidungen der Beamten scheinen, sosehr muss auch der Wahrheitsgehalt der inkohärenten Aussagen von K. angezweifelt werden.

Das Schloss
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 04 Jun
ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 05 Jun

Hausregisseur Thom Luz übersetzt das Dasein des typisch tschechowschen Personals aus ergebenem Bediensteten, verarmten Gutbesitzerinnen, vergeblich Liebenden und verhinderten Revolutionären in klingende Bilder, Gesänge von Gestern und Heute und poetische Choreografien. Er zeichnet eine Gesellschaft, die sich in ihrem Hamsterrad bequem eingerichtet hat und genauso hoffnungsvoll wie tatenlos auf bessere Zeiten wartet.

Warten auf Platonow
19 Uhr Einführung
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Fr 07 Jun
ZUM LETZTEN MAL IN MÜNCHEN
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BAYERISCHE THEATERTAGE INGOLSTADT
Gastspiel, 19.30 Uhr
Fr 14 Jun

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