Hans Könnecke

Stücke

Die Gastautorinnen der Welt/Bühne dieser Spielzeit, Birutė Kapustinskaitė aus Vilnius (Litauen), Asiimwe Deborah Kawe aus Kampala (Uganda) und Noa Lazar-Keinan aus Tel Aviv (Israel) stellen sich in Gesprächen vor. Sie haben Texte von sich im Gepäck, die in Auszügen von Ensembleschauspieler*innen gelesen und von Malena Große (Theaterakademie August Everding) eingerichtet werden.

Ihre Gesprächspartner*innen sind Dramaturg*innen des Residenztheaters. Die Gespräche finden auf Englisch statt.

Auftakt Welt/Bühne 2021/22

«Dantons Tod» basiert auf historischen Quellen der Französischen Revolution, deren Maxime der «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» unser Verständnis moderner europäischer Demokratien geformt hat. Büchner erzählt aber nicht vom triumphalen Anfang, als der Kampf dem Volk galt, sondern fokussiert auf das Ende der sogenannten Schreckensherrschaft der Jakobiner 1794, als die Revolution nur noch Terror der Guillotine bedeutet.

Dantons Tod

Georg Büchner erzählt von einer geschundenen Kreatur, finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht und dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. Ulrich Rasche untersucht die Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die «außer uns liegen», nach individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Woyzeck