Simon Zagermann

Geboren 1981 in München, studierte Simon Zagermann an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. Er gastierte am Nationaltheater Mannheim, am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Theater Berlin, bevor er 2008 Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater in Weimar wurde. 2011 führte es ihn als regelmäßigen Gast an das Schauspielhaus Graz sowie von 2013 bis 2015 als Ensemblemitglied an das Schauspielhaus Wien. 2015 wurde Simon Zagermann Mitglied im Ensemble am Theater Basel und war dort u. a. in Inszenierungen von Regisseur*innen wie Nora Schlocker, Simon Stone, Thom Luz, Nuran David Calis und Mateja Koležnik.

Zu sehen in

Marivaux' Komödie «Der Streit» und Calderón de la Barcas Versdrama «Das Leben ein Traum» erzählen von in sozialer Isolation aufgezogenen Kindern, die als Erwachsene wieder in die Gesellschaft eingeführt werden. Sie sind die Objekte eines Experiments, in dem die Macht von Identität, gesellschaftlicher Prägung, Schicksal, Charakter und freiem Willen exemplarisch durchgespielt wird. Simon Stone greift Motive dieser beiden Dramen auf und untersucht die Identität des Menschen im Zeitalter sozialer Netzwerke.

Wir sind hier aufgewacht

Der Autor und Regisseur Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst, subtilen Charakterstudien und der daraus sich zuverlässig ergebenden Ambivalenz der Figuren thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern
Premiere
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 30 Okt