Florian Jahr

Geboren 1983 in Ostberlin, studierte Florian Jahr von 2003 bis 2007 an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. Er war am Deutschen Theater und am Maxim Gorki Theater in Berlin engagiert, bevor er von 2008 bis 2011 sein erstes Festengagement am Deutschen Nationaltheater in Weimar antrat. Anschließend gehörte er zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses. Hier arbeitete er u. a. mit Kevin Rittberger, Dušan David Pařízek, Nora Schlocker, Martin Laberenz und Staffan Valdemar Holm. 2015 wechselte er an das Theater Basel, wo er z.B. mit Simon Stone, Dani Levy und Nuran David Calis arbeitete.

Zu sehen in

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert Mitte der 1980er-Jahre New York. Tony Kushners von Fantasie überbordendes Theaterepos stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, der Reagan-Ära. Der australische Regisseur Simon Stone liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in dem der neoliberale Geist sich unwidersprochen in allen Lebensbereichen eingenistet hat.

Engel in Amerika

Die antiken Figuren Kassandra und Prometheus sind in Rittbergers Doppelstück die Sehenden in der aktuellen Flüchtlingstragödie. «Kassandra» erzählt von der humanitären Katastrophe in Form eines Lehrstücks und aus menschlicher Perspektive, in «Prometheus» wird die menschliche Ordnung aus göttlicher Perspektive befragt.

Kassandra/Prometheus. Recht auf Welt

Während wir voll Freude die ersten Vorstellungen, die Sie bald wieder auf der Bühne erwarten werden, vorbereiten, möchten wir Sie zu einem ersten Schnupperblick ins Residenztheater einladen: Und zwar – ganz wie im Museum – in Form eines Rundgangs, auf dem bestens vertraute Orte in ein theatrales Licht getaucht werden und sich manche Tür öffnet, die für das Publikum sonst verschlossen bleibt. In Miniaturszenen testen wir, wie sich Momente aus unserem Repertoire in der neuen Lebenssituation anhören,  womöglich ganze neue Resonanzen erleben und wie Schauspieler*innen und Zuschauer*innen sich wieder begegnen können – mit dem gebotenen Sicherheitsabstand, aber auch mit aller Direktheit, die dem Theater eigen ist und die uns in der derzeitigen Vereinzelung so fehlt.

Theaterparcours
16.00 Uhr
So 05 Jul
16.00 Uhr
So 12 Jul