Max Rothbart

Geboren 1990 in Berlin, studierte Max Rothbart an der Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» Leipzig. Von 2013 bis 2015 spielte er noch während des Studiums am Staatsschauspiel Dresden. Sein Erstengagement führte ihn 2015 an das Theater Basel und durch Koproduktionen an das Schauspiel Köln und das Burgtheater Wien, wo er u. a. mit den Regisseur*innen Simon Stone, Claudia Bauer, Martin Laberenz, Schorsch Kamerun, Nora Schlocker, Ulrich Rasche und Stefan Bachmann arbeitete. 2019 folgte er Andreas Beck ans Residenztheater.

2022 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Darstellende Kunst und den Förderpreis des Kurt-Meisel-Preises der Freunde des Residenztheaters für seine besonderen schauspielerischen Leistungen.

Wie spielst du das, Max Rothbart

Im Gespräch mit Intendant Andreas Beck über aktuelle Premieren und Rollen, aber auch über Werdegang, Eigenarten und persönliche Erfahrungen.

Zu sehen in

Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken. 

Automatenbüfett
Marstall, 19.00 Uhr
Fr 16 Okt

Unter dem gleichgültigen Mond von Soho versucht Londons Unterwelt Mackie Messer dingfest zu machen; mit Songs und Texten, so geschliffen scharf wie Macs Messer. Brecht, Hauptmann und Weill erschufen mit »Die Dreigroschenoper« (uraufgeführt 1928) eine völlig neue Form des Musiktheaters. Ein Stück über eine Gesellschaft, in der alles auf seinen Geldwert reduziert wird und Räuber*innen Bürger*innen sind – und umgekehrt.

Die Dreigroschenoper
Premiere
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 27 Sept
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 30 Sept
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 2 Okt
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 4 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 6 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 13 Okt
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 25 Okt

»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust« – Goethes Faust beschreibt damit nicht nur ein persönliches Drama, sondern eine Erfahrung moderner Subjektivität: Das Ich erscheint als Gefüge widersprüchlicher Kräfte. Goethes Drama zeigt den modernen Menschen als Getriebenen einer Logik permanenter Steigerung – zwischen Selbstkontrolle, Konsum und Zerstörung. Ulrich Rasche zeigt dieses Geschehen als inneres Kammerspiel. Die Figuren verkörpern Kräfte eines zerrissenen Bewusstseins; Mephisto wird zu einem dunklen Schatten des Subjekts selbst.

Faust I
Münchner Premiere
Residenztheater, 19.00 Uhr
Fr 6 Nov

Das Oktoberfest ist auch zur Zeit der Weltwirtschaftskrise ein Ort des Amüsements und der willkommenen Ablenkung. Die Liebe von Kasimir, einem entlassenen Chauffeur, und Karoline, einer Büroangestellten, wird hier jedoch auf die Probe gestellt. Im Milieu der Kleinbürger*innen sucht man mit fortschreitender Stunde Trost im Alkoholexzess und blickt in zwischenmenschliche Abgründe. Horváths Figurenkaleidoskop, dessen Ungeheuerlichkeit im Banalen liegt, zeigt Menschen ihrer Zeit und ihrer ökonomischen Bedingtheiten.

Kasimir und Karoline

Für das Talent und die Träume der heranwachsenden Tove ist im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er-Jahre kein Platz. Mit vierzehn Jahren muss sie die Schule verlassen und gegen ihren Willen als Hausmädchen, später als Bürogehilfin arbeiten. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, publiziert anfänglich Gedichte und Erzählungen und sucht ihre Befreiung unbeirrt im eigenen Schreiben. Tove Ditlevsen erzählt in der «Kopenhagen-Trilogie» immer entlang der eigenen Biografie von der Flucht aus einem komplizierten Alltag in die Narration und webt dabei Realität und Fiktion raffiniert ineinander. Ihre gleichnamige Ich-Erzählerin berichtet ebenso humorvoll wie lakonisch von Privatem, das nichtsdestotrotz politisch ist.

Die Kopenhagen-Trilogie

Zwei Hausfrauen aus der Provinz verabreden sich an einer Autobahnraststätte mit zwei Männern in Tierkostümen zu anonymem Sex auf der Damentoilette, um endlich das Animalische in sich freizulegen. Ihre Ehemänner bekommen davon Wind, stülpen sich die Kostüme über, und den Frauen bleibt statt »tierisch gutem Sex« nur die Erkenntnis, anstelle eines Seitensprungs wieder nur monogamen Sex erlebt zu haben. Elfriede Jelinek verfasste mit ihrer Komödie eine feministische Travestie auf Mozarts »Così van tutte« und variiert die klassischen Topoi Natur und Kultur. 

Raststätte oder Sie machens alle
Premiere
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 22 Jan

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