Moritz von Treuenfels

Geboren 1988 in Eutin, absolvierte Moritz von Treuenfels seine Schauspielausbildung von 2010 bis 2014 an der Otto-Falckenberg Schule in München. Erste Engagements während des Studiums führten ihn an die Münchner Kammerspiele. 2015 wurde er Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus und erhielt dort 2016 den Publikumspreis «Gustaf» als bester Schauspieler. Zwischen 2016 und 2019 spielte er als Teil des Ensembles im Hans Otto Theater in Potsdam bis er dann für die Spielzeit 2019/2020 an das Theater Basel wechselte. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Moritz von Treuenfels festes Ensemblemitglied am Residenztheater. Er ist in «Graf Öderland» in der Inszenierung von Stefan Bachmann zu sehen, eine Koproduktion von Residenztheater und Theater Basel sowie in «Marienplatz» und «Herz aus Glas».

 

Zu sehen in

Der Kassierer einer Bank greift zur Axt und mordet. Die Tat ohne klar ersichtlichen Beweggrund erschüttert Staatsanwalt Martin: Im Mörder sieht er sein eigenes Gefangensein in einer von Pflicht, Gesetz und Ordnung dominierten bürgerlichen Existenz gespiegelt. Unter dem Namen des mythischen Alter Egos Graf Öderland beginnt Martin mit der Axt in der Hand einen blutigen Feldzug. Vor dem Hintergrund sich neu formierender Protestbewegungen lädt sich die Figur des Grafen neu auf. Stefan Bachmann hat «Graf Öderland» – eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2021 – als bildgewaltigen, albtraumartigen Trip inszeniert.

Graf Öderland
Premiere
Residenztheater
Fr 22 Okt

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Herz aus Glas
Marstall, 19.00 Uhr
So 25 Jul
Marstall, 20.00 Uhr
Do 29 Jul

Beniamin Bukowskis «Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben.

Marienplatz
Premiere
Marstall
Sa 27 Nov

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Mehr Schwarz als Lila
Marstall, 20.00 Uhr
Di 27 Jul