Naffie Janha

Naffie Janha wurde im Ruhrgebiet geboren und sammelte im Jugendclub des Stadttheaters Duisburg erste Erfahrungen auf der Bühne. 2018 begann sie ein Studium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Es folgte 2021 ein Gastengagement am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. In der Spielzeit 2021/2022 trat sie ihr erstes Festengagement am Staatstheater Darmstadt an. Hier wurde sie mit Produktionen zur Woche junger Schauspieler*innen in Bensheim und dem Heidelberger Stückemarkt eingeladen und gewann bei den Hessischen Theatertagen. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist sie festes Ensemblemitglied am Residenztheater und hat mit verschiedenen Regisseur*innen zusammengearbeitet, darunter Claus Peymann, Miloš Lolić und Anna Karasińska. 

In Luise Voigts Inszenierung «Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei» ist sie zum ersten Mal auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen.

Wie spielst du das, Naffie Janha?

Im Gespräch mit Intendant Andreas Beck über aktuelle Premieren und Rollen, aber auch über Werdegang, Eigenarten und persönliche Erfahrungen.

Zu sehen in

«Nach Mitternacht» erzählt von zwei Tagen im Jahr 1936. Die neunzehnjährige Sanna flieht zu ihrem Bruder Algin, einem mit Schreibverbot belegten Autor. Zwischen Feiern, Cafés und Kneipen erkennt sie die wachsende ideologische Vereinnahmung ihres direkten Umfelds. Keuns Exilroman schildert den faschistischen Alltag eindringlich – ihr zweiter internationaler Erfolg nach «Das kunstseidene Mädchen».

Nach Mitternacht
Marstall, 20.00 Uhr
Mi 28 Okt

Das Rehkitz Bambi ist keineswegs eine Schöpfung von Walt Disney, sondern die des Wiener Schriftstellers Felix Salten. Als passionierter Jäger schildert er in seiner »Lebensgeschichte aus dem Walde« von 1922 den rauen Kreislauf des Lebens von Bambis Geburt bis ins hohe Alter. Wie jeder neue Tag im Wald eine existenzielle Challenge für die Tierwelt bereithält, erzählt der Musiker und Regisseur Schorsch Kamerun mit seinem Ensemble in einer bunten und gefährlichen Revue.

Bambi
Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 21 Nov

Für ihre erste Inszenierung am Residenztheater hat die Regisseurin Rieke Süßkow, die mit ihren ästhetisch durchkomponierten Arbeiten bekannt wurde, das letzte Drama des großen spanischen Dichters Federico García Lorca gewählt. Seine Protagonistin Bernarda Alba ist eine Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes acht Jahre Trauer ausruft, aus ihrem Haus eine Art Gefängnis für ihre fünf erwachsenen Töchter macht und damit das patriarchale System der spanischen Provinz unhinterfragt übernimmt.

 

 

Bernarda Albas Haus
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Do 15 Okt
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Fr 16 Okt

Vladimir Nabokovs Roman »Lolita« aus dem Jahr 1955 wurde ein Bestseller, wenn auch ein umstrittener. Kontroversielle Diskussionen um Pornografieverdacht und Publikationsverbot auf der einen und Faszination für die literarische Finesse auf der anderen Seite begleiten ihn seit dem Erscheinen. Auf seine zum zweifelhaften Mythos gewordene Titelfigur blickte der Autor durch die Augen ihres Stiefvaters. Lea Ruckpaul lässt in ihrem erfolgreichen Debütroman Dolores Haze überleben und erzählt die Geschichte des jahrelangen Missbrauchs rückblickend mit der Analysefähigkeit der erwachsenen Frau, die nicht einseitig als Opfer verstanden werden möchte.

Bye Bye Lolita
Premiere
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Do 1 Okt
Publikumsgespräch im Anschluss
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Sa 3 Okt
Publikumsgespräch im Anschluss
Cuvilliéstheater, 20.00 Uhr
So 18 Okt

Asiimwe Deborah Kawe erzählt in ihrem Schauspiel von der Lebensleistung einer nicht-dokumentierten Einwanderin. Wie so viele andere trägt die Krankenpflegerin Achen, Hauptfigur der Autorin, mit ihrer Arbeitskraft und als Steuerzahlerin zur Prosperität eines Landes bei, das sich über Nacht entschloßen hat, sie daraus zu vertreiben.

Das Gelobte Land
19.30 Uhr Einführung
Marstall, 20.00 Uhr
Mo 5 Okt
WITH ENGLISH SURTITLES
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Marstall, 20.00 Uhr
Mo 19 Okt
WITH ENGLISH SURTITLES
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Brechts kurzes Stück kreist um die erschreckend aktuelle Frage, ob es angesichts eines gewaltsamen Angriffs die Möglichkeit neutraler Enthaltung gibt. «Würgendes Blei», der zweite Teil der Inszenierung, schreibt die Geschichte der Frau Carrar bis in die Gegenwart weiter, sucht nach einer Sprache für den Schrecken von Krieg und Zerstörung und erhebt Anklage gegen die Gewalt und ihre Werkzeuge.

Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei
Marstall, 20.00 Uhr
Do 29 Okt

Für das Talent und die Träume der heranwachsenden Tove ist im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er-Jahre kein Platz. Mit vierzehn Jahren muss sie die Schule verlassen und gegen ihren Willen als Hausmädchen, später als Bürogehilfin arbeiten. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, publiziert anfänglich Gedichte und Erzählungen und sucht ihre Befreiung unbeirrt im eigenen Schreiben. Tove Ditlevsen erzählt in der «Kopenhagen-Trilogie» immer entlang der eigenen Biografie von der Flucht aus einem komplizierten Alltag in die Narration und webt dabei Realität und Fiktion raffiniert ineinander. Ihre gleichnamige Ich-Erzählerin berichtet ebenso humorvoll wie lakonisch von Privatem, das nichtsdestotrotz politisch ist.

Die Kopenhagen-Trilogie

Nach vielen Jahren kehrt Gregers in seine Heimat zurück. Sein Vater, ein erfolgreicher Unternehmer, bietet ihm an, in die Firmenleitung einzusteigen, aus der er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen muss. Gregers lehnt ab und erfährt gleichzeitig, dass sein Vater die Familie seines alten Freundes Hjalmar Ekdal, die in bescheidendsten Verhältnissen lebt, heimlich finanziell unterstützt und wird hellhörig. Warum zeigt sich der Kapitalist auf einmal als Menschenfreund? Henrik Ibsen zeigt in seiner Tragödie, wie das kapitalistische System direkt in das Private hineinwirkt und den Zusammenhalt in der Gesellschaft aushöhlt. Der Norweger Johannes Holmen Dahl, in Skandinavien einer der gefragtesten Regisseure, inszeniert nun mit einem Hauptwerk seines berühmten Landsmanns sein Deutschlanddebüt.

Die Wildente

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