Jonas Alsleben

Jonas Alsleben ist Filmemacher und freier Videokünstler, er lebt in München und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main im Studiengang Regie den Umgang mit Medien im Theater. Jonas Alsleben hat an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und an der Universität der Künste in Berlin studiert. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Bremen, im ZKM in Karlsruhe und im Kunstmuseum Basel gezeigt. In den letzten Jahren war er für diverse Theaterproduktionen als Videokünstler engagiert und hat am Schauspiel Stuttgart, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Hannover, am Theater Basel, auf Kampnagel Hamburg, am Theater Bremen und am Schauspielhaus Graz gearbeitet. Er hat u.a. mit den Regisseur*innen Thom Luz, Lydia Steier, Oliver Reese, Martin G. Berger, Juliane Kann, Hans Ulrich Becker und Hanna Müller zusammengearbeitet. Die Produktionen, an denen Jonas Alsleben beteiligt war, wurden zu zahlreichen Gastspielen und Festivals, u.a. Radikal jung im Münchner Volkstheater, Heidelberger Stückemarkt, Ruhrfestspiele Recklinghausen) eingeladen.

Stücke

In das triste Idyll des Friedhofsgärtnerpaars Hilde und Otto bricht Hildes Bruder Fritz, der wegen Exhibitionismus im Gefängnis saß – und entfesselt ungeahnte sexuelle Energien in seiner Umgebung. Ist es die Lust am Verbotenen, die Neugier aufs Anderssein, oder sind es schlicht Vorurteile, die einerseits faszinieren und andererseits Abwehr hervorrufen? Hassen und lieben, Opfer wie Täter*in sein, ist dieser allgemeine Drang die (un-)heilige Ambivalenz der Gerechten?

Der Drang
Marstall, 20.00 Uhr
Di 25 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Do 03 Nov
Marstall, 20.00 Uhr
Di 22 Nov

Der australische Autor und Regisseur Simon Stone, dessen aufsehenerregende zeitgenössische Interpretationen klassischer Dramen international für Furore sorgen, greift Erzählstränge und Motive aus Horváths Œuvre auf und katapultiert diese in unsere Gegenwart. Dabei gelingt ihm in einer Poesie der Alltagssprache eine hochaktuelle Hommage an den Horváth'schen Kosmos der Glücksuchenden und Gestrandeten, der Auf- und Aussteiger*innen, der Tag- und Albträumer*innen – und eine theatrale Analyse unserer Gegenwart.

Unsere Zeit

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Was der Butler sah

Die vierfach zum Theatertreffen eingeladene und für ihre rasanten, irrwitzigen Inszenierungen samt spielwütigen Schauspielensembles bekannte Regisseurin Claudia Bauer widmet sich in ihrer neuen Arbeit einem Münchner Original, dem genialen Komiker Karl Valentin. In ihrer gewohnt opulenten Bühnensprache entwickelt sie eine Hommage an den bayerischen Sprachanarchisten, dessen tragikomische Kunst und «dialektische Sprachspielerei» bis heute in keine gängige Schublade passen.

Valentiniade. Sportliches Singspiel mit allen Mitteln
Premiere
Residenztheater
Fr 16 Dez