Kurt-Meisel-Preis 2018 an Franz Pätzold

Förderpreise gehen an Mathilde Bundschuh + Philip Dechamps. Alfred Kleinheinz erhält einen besonderen Freundschaftspreis

Resi-Schauspieler Franz Pätzold, der bereits seit 2011 dem Ensemble des Residenztheaters angehört, erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen mit dem Preis Franz Pätzolds herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an die Schauspielerin Mathilde Bundschuh und den Schauspieler Philip Dechamps. Ein besonderer Freundschaftspreis geht 2018 an Alfred Kleinheinz für seine Verdienste um den Verein der Freunde des Residenztheaters.

Bereits zum 21. Mal vergibt der Verein der Freunde des Residenztheaters den Kurt-Meisel-Preis an ein Ensemblemitglied des Residenztheaters, darunter in den vergangenen Jahren Bibiana Beglau, Sibylle Canonica, Cornelia Froboess, Birgit Minichmayr, Oliver Nägele und Thomas Loibl. Die Förderpreise des Vereins der Freunde des Residenztheaters werden seit 1983, der Kurt-Meisel-Preis seit 1997 verliehen. Bereits zum sechsten Mal wurden die Preisträger in einer Abstimmung auch mit den Stimmen der Abonnentinnen und Abonnenten des Residenztheaters ermittelt.

Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee am Sonntag, den 8. Juli um 11.00 Uhr im Residenztheater statt. Der Eintritt beträgt 6,– Euro zugunsten der KlassenKasse. So wird mit jeder gekaufte Matineekarte der Theaterbesuch eines Kindes aus finanziell benachteiligten Familien finanziert.

Franz Pätzold wurde 1989 in Dresden geboren. Von 2007 bis 2011 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy und stand im Rahmen der Ausbildung bereits auf der Bühne des neuen Theater Halle. Für seine Rolle des John Tate/Adam in "DNA" wurde er mit dem Solopreis des 21. Bundeswettbewerbs zur Förderung des Schauspielnachwuchses ausgezeichnet. Am Residenztheater hat er 2011 sein erstes Engagement angetreten. 2012 erhielt Franz Pätzold zusammen mit Friederike Ott bereits den Förderpreis des Vereins der Freunde des Residenztheaters für seine Rolle als Anton in "Pünktchen und Anton". 2014 wurde er für seine Arbeit am Residenztheater mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.

Derzeit ist er zu erleben als Abel Rosenberg in "Das Schlangenei" (Regie Anne Lenk), als Karl Moor in "Die Räuber" (Regie Ulrich Rasche), als Marquis von Posa in "Don Karlos" (Regie Martin Kušej), als Edmund Tyrone in "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (Regie Thomas Dannemann), in "Mauser" (Regie Oliver Frljić) sowie in "Don Juan" (Regie Frank Castorf).

Mathilde Bundschuh wurde 1994 in Plauen geboren, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und war am Volkstheater Rostock bereits als Studierende zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Ensemblemitglied am Residenztheater. Aktuell spielt sie in den Inszenierungen "Der Balkon" (Regie Ivica Buljan), "Der Streit" (Regie Nikolaus Habjan), "Für immer schön" (Regie Katrin Plötner), "In einem Jahr mit 13 Monden" (Regie Aureliusz Šmigiel), "Macbeth" (Regie Andreas Kriegenburg) sowie "White Elephants" (Regie Britta Ender).

Philip Dechamps, geboren 1989 in München, absolvierte sein Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst in Baden-Württemberg. 2013 bekam er mit dem Ensemble von "Desirevolution" (Regie Christiane Pohle) den Günther-Rühle-Preis bei der "Woche junge Schauspieler". Seit der Spielzeit 2014/2015 gehört er zum Ensemble des Residenztheaters. Philip Dechamps wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2017 ausgezeichnet. Er ist im Moment zu sehen in den Inszenierungen "Der Balkon" (Regie Ivica Buljan), "Die schmutzigen Hände" (Regie Martin Kušej), "In einem Jahr mit 13 Monden" (Regie Aureliusz Šmigiel), "Junk" (Regie Tina Lanik), "Lehman Brothers. Aufstieg und Fall einer Dynastie" (Regie Marius von Mayenburg), "Richard III" (Regie Michael Thalheimer) sowie "Tartuffe" (Regie Mateja Koležnik).

Alfred Kleinheinz wurde 1950 in Innsbruck geboren. Mit 24 zog es ihn ans Laientheater, wo er 15 Jahre lang neben seinem Beruf als Stuckateur auf den Brettern stand. Als er 1988 mit einer Kollegin nach Wien fuhr, um dieser bei einem Vorsprechen als Partner beizustehen, entschied man sich für ihn. Am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover debütierte er 1989 in Tschechows "Die Möwe". Nach vier Jahren in Hannover nahm ihn Intendant Eberhart Witt mit ans Residenztheater. Er spielt aktuell in in "Mauser" (Regie Oliver Frljić), "Playing :: Karlstadt" (RAUM + ZEIT) und "Macbeth" (Regie Andreas Kriegenburg)

Kurt-Meisel-Preis-Verleihung 2018

Kurt-Meisel-Preis + Förderpreise 2018

Kurt-Meisel-Preis + Förderpreise 2018

Preisverleihung durch den Verein der Freunde des Residenztheaters

Kurt-Meisel-Preis-Verleihung 2016
Don Juan

Don Juan

von Molière

Don Juan
Don Karlos

Don Karlos

von Friedrich Schiller

Don Karlos
Das Schlangenei

Das Schlangenei

von Ingmar Bergman

Das Schlangenei
Mauser

Mauser

von Heiner Müller

Mauser
Eines langen Tages Reise in die Nacht

Eines langen Tages Reise in die Nacht

von Eugene O´Neill

Eines langen Tages Reise in die Nacht
Die Räuber

Die Räuber

von Friedrich Schiller

Die Räuber

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