Das Wald Madl

von Karl Schönherr

I mag nit in der Stubn bleibn,
In Wald sein grüene Bam,
Und den Kaffee kennts selber reibn,
I bleib enk nit derham.
I will enk woll auf d‘Alm giahn
Und hüet enk obn ‘s Viech.
Fürs Hosnflickn dank i schian,
I woaß schon meine Schlich.
Aber Almspeik und Edlweiß,
Sell will i gern brockn,
Und wenn i Strumpf und Schuech derreiß,
I strick und flick koan Sockn.
I lieb an‘ finstern Wildschütz,
An‘ springlebendign Kampl,
Sei fuxwilds Gschau, dös sagt mier zue,
I mag koan Osterlampl.

Karl Schönherr: Gesamtausgabe, Bd. 2, Lyrik und Prosa. Hg. v. Fritz Hadamowsky. Kremayr & Scheriau, Wien 1979.

Der Weibsteufel

Der Weibsteufel

von Karl Schönherr

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DER WEIBSTEUFEL (FOTOGALERIE)