BIBIANA BEGLAU IST "SCHAUSPIELERIN DES JAHRES"

Kritikerumfrage kürt die Höhepunkte der Theatersaison

Resi-Ensemblemitglied Bibiana Beglau wurde in der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Theater heute" zur "Schauspielerin des Jahres" gekürt für ihre Rolle des Bardamu in Frank Castorfs Inszenierung von "Reise ans Ende der Nacht", wie das Magazin heute bekannt gab. Für das Bühnenbild dieser Inszenierung, die bereits zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen war, wurde zudem Aleksandar Denic zum "Bühnenbildner des Jahres" gewählt. Daneben erhielt das Residenztheater mehrere Nennungen in der Umfrage, u.a. wurden Franz Pätzold und Britta Hammelstein mehrmals als "Nachwuchsschauspieler des Jahres" genannt und landeten jeweils auf dem zweiten Platz.

Reise ans Ende der NachtReise ans Ende der NachtBibiana Beglau wird in der kommenden Spielzeit in Martin Kušejs Inszenierung von Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" die Rolle der Martha übernehmen. Premiere ist am 18. September 2014 zur Eröffnung der neuen Spielzeit, die Proben laufen bereits. Außerdem ist sie aktuell neben "Reise ans Ende der Nacht" auch in Martin Kušejs "Faust"-Version als Mephisto am Residenztheater zu erleben sowie in Dimiter Gotscheffs "Zement"-Inszenierung und in Martin Kušejs "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" im Marstall. 

Intendant Martin Kušej gratuliert Bibiana Beglau zu dieser Auszeichnung. Martin Kušej über Bibiana Beglau: "Das erste, was man wahrnimmt, wenn man Bibiana Beglau spielen sieht, ist die außergewöhnliche Körperlichkeit, in der diese Klugheit und Sensibilität steckt, und aus der die Unruhe ständig herauszubrechen, sich herauszuwinden scheint. Der schnelle Wechsel der Geschlechter, das Nichtfestlegbare, das Spiel mit den Grenzen, das liegt ihr. Daneben ist Bibiana Beglau dem Regisseur immer eine Mitstreiterin in der Auseinandersetzung mit dem Stoff. Ihre zuverlässige Klugheit, die Kompromisslosigkeit, das Unverbogene, Lautere, manchmal auch Laute, jedenfalls nie Unbestimmte ihres Wesens, ihre Unabhängigkeit bei absoluter Loyalität gegenüber der gemeinsamen Sache machen das Arbeiten mit ihr immer zu einem abenteuerlichen Vergnügen."

Bibiana Beglau erhielt ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Sie spielte u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Wiener Burgtheater. Seit 2011 ist sie Ensemblemitglied am Residenztheater. Außerhalb des Theaters ist sie auch in zahlreichen Produktionen für Film und Fernsehen zu sehen. Für Ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden, darunter mit dem Grimme Preis und dem Silbernen Bären der Berlinale. Sie arbeitete u.a. mit Christoph Schlingensief, Einar Schleef, Falk Richter, Thomas Ostermeier, Frank Castorf, Dimiter Gotscheff und Sebastian Nübling.

Aleksandar Denic, der für Frank Castorfs Bühnenversion von Célines "Reise ans Ende der Nacht" eine außergewöhnliche Drehbühne entworfen hat und von dem auch die Ausstattung für Castorfs Bayreuther "Ring"-Inszenierung stammt, hat zuletzt auch das Bühnenbild für Kušejs vielbeachtete "Faust"-Inszenierung geschaffen. In der neuen Spielzeit wird er zusammen mit Frank Castorf Bertolt Brechts "Baal" erarbeiten und die Bühne gestalten. Premiere ist am 15. Januar im Residenztheater.

Reise ans Ende der NachtReise ans Ende der Nacht

Das Spiel des Scheiterns

Bibiana Beglau in einem sehr persönlichen Interview

Bibiana Beglau gab mona lisa ein sehr persönliches Interview. Im Video spricht sie über die Tücken ihres Berufs, schauspielerische Inspirationen, ihre Kindheit und auch heute noch allgegenwärtige Ängste: "Warum gibt es so viele Heldenfiguren? Weil wir sie so gerne stürzen sehen.", so Beglau.

Das Spiel des Scheiterns
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

von Edward Albee

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Resi mit zwei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen 2014

"Eine starke Auszeichnung für unser Ensemble"

Am 3. Februar gab die Jury des Berliner Theatertreffens die Auswahl des diesjährigen Festivals bekannt. Das Residenztheater ist gleich mit zwei Produktionen unter den "zehn bemerkenswertesten Inszenierungen" des Jahres: Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement" und Frank Castorfs Inszenierung von "Reise ans Ende der Nacht" nach Louis-Ferdinand Céline! Intendant Martin Kušej freut sich über die beiden Einladungen: "Ich freue mich besonders mit den Schauspielern, weil diese Einladung eine starke Auszeichnung für unser Ensemble ist, und mit den technischen Abteilungen, die an beiden Abenden einen riesigen Anteil haben. Und natürlich denke ich in diesem Moment intensiv an Dimiter Gotscheff und bin froh und dankbar, dass wir diese Arbeit noch miteinander machen durften."

Resi mit zwei Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen 2014
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Reise ans Ende der Nacht Programmheft (PDF)

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REISE ANS ENDE DER NACHT (FOTOGALERIE)

Zement

Zement

von Heiner Müller

Zement
Faust

Faust

von Johann Wolfgang Goethe

Faust
Reise ans Ende der Nacht

Reise ans Ende der Nacht

nach Louis-Ferdinand Céline

Reise ans Ende der Nacht
Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Die bitteren Tränen der Petra von Kant

von Rainer Werner Fassbinder

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