König Lear
von William Shakespearevon William Shakespeare
Inhalt
Der Münchner Publikumsliebling und Ausnahmeschauspieler Manfred Zapatka in einer der ganz großen Titelfiguren William Shakespeares: König Lear. Es ist die Charakterstudie eines alternden, unberechenbaren Patriarchen und Tyrannen.
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Der launische Herrscher beschließt in einem Akt von Willkür, von heute auf morgen als König abzudanken und sein Erbe stattdessen an die nächste Generation weiterzugeben. Dafür will er das Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen. Einzige Bedingung: Sie sollen öffentlich ihre bedingungslose Liebe zu ihm beteuern. Es entbrennt ein Wettbewerb der Schmeicheleien, dem sich die Jüngste, Cordelia, verweigert. Von seiner Lieblingstochter enttäuscht, verbannt Lear Cordelia und übergibt sein Reich an die beiden älteren, Goneril und Regan. Parallel dazu spiegelt sich Lears Schicksal im Hause Glosters: Dort spinnt Glosters unehelicher Sohn Edmund eine perfide Intrige gegen seinen rechtmäßigen Bruder Edgar, um sich das Erbe des Vaters zu sichern. Was in beiden Familien zunächst als Streit um die Nachfolge beginnt, entfaltet sich zu einer Tragödie von sprachlicher wie szenischer Wucht, die im Gesamtwerk Shakespeares ihresgleichen sucht. Als ein König ohne Macht und Land, verstoßen von den eigenen Kindern, bleibt Lear nur mehr die Flucht in den Wahnsinn und die Dunkelheit eines aufziehenden Unwetters – Mensch und Natur werden eins, der Sturm wird zum Spiegel von Lears innerem Leid und ist zugleich Vorbote dessen, was Lear und der Welt bei Shakespeare noch bevorsteht.
»das ist die krankheit unserer zeit, dass verrückte blinde führen.«
Nach »Romeo und Julia« inszeniert Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach ein weiteres großes Shakespeare-Drama – ein schonungsloser Generationenkonflikt, ausgetragen auf höchster politischer Ebene und auf dem Rücken Unschuldiger.