Gott

Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 02 Nov
Residenztheater, 18.30 Uhr
So 14 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 16 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 17 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 20 Nov
Residenztheater, 20.00 Uhr
Mi 01 Dez
Karten ab 30.10.2021
Residenztheater, 20.00 Uhr
Fr 17 Dez
Karten ab 30.10.2021
Residenztheater, 20.00 Uhr
Mo 20 Dez
Karten ab 30.10.2021
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 23 Dez
Karten ab 30.10.2021
GOTT
von Ferdinand von Schirach
Residenztheater
1 Stunde 45 Minuten
Keine Pause
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Elisabeth Gärtner, pensionierte Architektin, hat nur noch einen Wunsch: Sie will sterben. Ihr geliebter Ehemann ist vor drei Jahren an Krebs gestorben und ohneihn macht für sie das Leben keinen Sinn mehr. Ein Medikament, das ihr erlaubt, selbstbestimmt in den Tod zu gehen, wird ihr verweigert. Jetzt soll vor dem Ethikrat grundsätzlich über ihren Fall entschieden werden. Juristische, medizinische und theologische Sachverständige streiten leidenschaftlich über die Frage: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Und wem gehört eigentlich unser Leben? Uns? Dem Staat? Gott?

 

In seinem hochaktuellen neuen Stück «Gott» setzt sich der Autor und Jurist Ferdinand von Schirach mit dem kontrovers diskutierten Thema der Sterbehilfe auseinander. Wie schon in seinem Erfolgsstück «Terror» spielt auch in «Gott» das Publikum wieder eine zentrale Rolle. Denn am Ende der fiktiven Sitzung des Ethikrates entscheiden Sie, ob dem Wunsch von Frau Gärtner entsprochen werden soll oder nicht.

Trailer

Zum Autor Ferdinand von Schirach

Ferdinand von Schirach wird 1964 in München geboren und wächst in einem großbürgerlichen Haushalt auf. Im Alter von zehn Jahren wird er auf das Jesuiten-Kolleg St. Blasien geschickt, das 2010 wegen seiner Missbrauchsfälle in die Schlagzeilen gerät. In seinem Buch «Kaffee und Zigaretten» (2019) verarbeitet er sein von Depressionen geprägtes Leben als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener. Nach seinem Jurastudium in Bonn und seinem Referendariat in Köln lässt er sich 1994 in Berlin als Rechtsanwalt nieder, spezialisiert auf Strafrecht. Schnell erlangt er großes Renommee als ausgezeichneter Prominentenanwalt. Als er mit dem Schreiben anfängt, ist er bereits 45 Jahre alt. Sein erstes Buch «Verbrechen» (2009) wird ein internationaler Bestseller. Der Erzählband mit Kurzgeschichten, der auf Fällen seiner Kanzlei basiert, wird in über 30 Ländern verkauft und hält sich 61 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Einen ähnlichen Erfolg feiert auch der Nachfolgeband «Schuld» von 2010. Die Erzählungen aus dem Alltag eines Anwalts wurden auch verfilmt. Im Jahr 2011 folgt der viel beachtete und ebenfalls verfilmte Roman «Der Fall Collini», der sich mit der deutschen NS-Justiz und der Nachkriegsjustiz in der BRD auseinandersetzt. Der Roman wird zum auslösenden Aspekt bei der Einsetzung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit im deutschen Justizministerium. 2014 folgt die Essaysammlung «Die Würde ist unantastbar» und 2017 «Die Herzlichkeit der Vernunft» mit Protokollen von Gesprächen mit Alexander Kluge. Im Jahr 2015 feiert von Schirach mit «Terror» sein Debüt als Theaterautor, das zum meistgespielten Theaterstück der folgenden beiden Spielzeiten wird.

Künstlerische Leitung

Inszenierung Max Färberböck
Bühne Volker Thiele
Kostüme Lili Wanner
So und Michael Gumpinger
Licht Monika Pangerl
Dramaturgie Michael Billenkamp