Michael Wächter

Geboren 1986 in Leipzig, studierte Michael Wächter an der Roosevelt High School of the Performing Arts in Kalifornien und an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» Berlin. Von 2010 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar und leitete dort u. a. seine Late-Night-Show «Wächters Freunde». Danach wechselte Michael Wächter in das Ensemble des Theaters Basel, wo er wiederholt mit Simon Stone, Antonio Latella, Miloš Lolić und Nora Schlocker zusammenarbeitete. Beim Berliner Theatertreffen 2017 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis für seine herausragende Leistung in Simon Stones Inszenierung «Drei Schwestern» ausgezeichnet. Im selben Jahr wählte ihn die Kritikerumfrage der Zeitschrift «theater heute» zum Nachwuchsschauspieler des Jahres.

Zu sehen in

Die drei Musketiere, die eigentlich vier sind, treten auf und denken über ihr Alleinsein nach. Kann man die berühmte Formel «Einer für alle, alle für einen» mathematisch erklären? Wer ist eigentlich «der eine»? Und wer sind überhaupt «alle»?

Die drei Musketiere
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mo 24 Feb
Cuvilliéstheater, 18.30 Uhr
So 01 Mär

Georg Büchner erzählt von einer geschundenen Kreatur, finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht und dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. Ulrich Rasche untersucht am «Subjekt Woyzeck» die Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die «außer uns liegen», nach individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Woyzeck
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 25 Feb
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 26 Feb

Gerhart Hauptmann erzählt von einer schnell zu Wohlstand gekommenen Bauernfamilie, deren sozialer Aufstieg mit innerer Verhärtung einhergeht und ebnet dem Naturalismus den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen. Ewald Palmetshofer übernimmt Struktur und Figurenkonstellation des Hauptmann'schen Frühwerks, löst dieses aber aus der gesellschaftspolitischen Realität des späten 19. Jahrhunderts und bettet seine Mittelstandsfamilie in die triste Gegenwart eines urbanen Ballungsraums.

Vor Sonnenaufgang
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 27 Feb
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 06 Mär
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 10 Mär

Der Autor und Regisseur Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst, subtilen Charakterstudien und der daraus sich zuverlässig ergebenden Ambivalenz der Figuren thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 28 Feb
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 04 Mär
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 21 Mär

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert Mitte der 1980er-Jahre New York. Tony Kushners von Fantasie überbordendes Theaterepos stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, der Reagan-Ära. Der australische Regisseur Simon Stone liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in dem der neoliberale Geist sich unwidersprochen in allen Lebensbereichen eingenistet hat.

Engel in Amerika
Premiere
Residenztheater, 17.00 Uhr
Fr 27 Mär

Der Dramatiker Thiemo Strutzenberger zeichnet ein Panorama von ökonomischen und erotischen Begegnungen zwischen verarmtem Adel und der Dienerschaft zur Zeit der napoleonischen Kriege. Seine Figuren scheitern im Versuch der Kontaktaufnahme, letztlich aber an einem System, in dem der Mensch zur Ware und die Liebe zum Pfand wird. Die Spuren der Wertelogik, die Menschenleben in Zahlen rechnet, verfolgt Strutzenberger bis in unsere Gegenwart.

Der Preis des Menschen
Premiere
Marstall
Fr 24 Apr