Michael Wächter

Geboren 1986 in Leipzig, studierte Michael Wächter an der Roosevelt High School of the Performing Arts in Kalifornien und an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» Berlin. Von 2010 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar und leitete dort u. a. seine Late-Night-Show «Wächters Freunde». Danach wechselte Michael Wächter in das Ensemble des Theaters Basel, wo er wiederholt mit Simon Stone, Antonio Latella, Miloš Lolić und Nora Schlocker zusammenarbeitete. Beim Berliner Theatertreffen 2017 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis für seine herausragende Leistung in Simon Stones Inszenierung «Drei Schwestern» ausgezeichnet. Im selben Jahr wählte ihn die Kritikerumfrage der Zeitschrift «theater heute» zum Nachwuchsschauspieler des Jahres.

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Die für 18. Oktober 2019 geplante Premiere von Simon Stones «Wir sind hier aufgewacht» muss leider verschoben werden.
Ein seit über drei Jahre geplantes Filmprojekt von Simon Stone hat diesen Sommer wider allen Erwartens die erforderliche finanzielle Zusicherung erfahren. Wir bedauern zutiefst, dass die für das Cuvilliéstheater zum Auftakt der Spielzeit geplante Uraufführung daher leider verschoben werden muss, aber wir konnten Simon Stone, der dem neuen Ensemble und Andreas Beck seit fünf Jahren und durch viele ausgezeichnete Inszenierungen sehr verbunden ist, sein ihm so wichtiges Projekt nicht verwehren. Auch Simon Stone bedauert es von Herzen, aber der Startschuss zu diesem lange von ihm entwickelten Filmprojekt musste nun erfolgen. Da Simon Stone seine Theatertexte während der Proben gemeinsam mit dem Ensemble entwickelt, kann niemand anderer zum aktuellen Stand der Produktion an seiner statt die Regie übernehmen. Simon Stone bittet alle Beteiligten des Residenztheaters wie auch die Zuschauer*innen um Entschuldigung und Verständnis.

Wir sind hier aufgewacht

Die drei Musketiere, die eigentlich vier sind, treten auf und denken über ihr Alleinsein nach. Kann man die berühmte Formel «Einer für alle, alle für einen» mathematisch erklären? Wer ist eigentlich «der eine»? Und wer sind überhaupt «alle»? In seinem 1844 veröffentlichten Abenteuerroman konfrontiert uns Alexandre Dumas mit einigen literarischen Unstimmigkeiten, die der italienische Regisseur Antonio Latella zum Anlass nimmt, ein Duell mit dem Stoff auszutragen.

Die drei Musketiere
Premiere
Cuvilliéstheater, 18.30 Uhr
So 20 Okt
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Sa 26 Okt
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mo 28 Okt
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Di 12 Nov
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mi 13 Nov
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Di 26 Nov

Der Autor und Regisseur Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst, subtilen Charakterstudien und der daraus sich zuverlässig ergebenden Ambivalenz der Figuren thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern
Premiere
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 30 Okt
Residenztheater, 15.00 Uhr
So 03 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mo 11 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 14 Nov

Gerhart Hauptmann erzählt von einer schnell zu Wohlstand gekommenen Bauernfamilie, deren sozialer Aufstieg mit innerer Verhärtung einhergeht und ebnet dem Naturalismus den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen. Ewald Palmetshofer übernimmt Struktur und Figurenkonstellation des Hauptmann'schen Frühwerks, löst dieses aber aus der gesellschaftspolitischen Realität des späten 19. Jahrhunderts und bettet seine Mittelstandsfamilie in die triste Gegenwart eines urbanen Ballungsraums.

Vor Sonnenaufgang
Premiere
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 29 Nov