Samuel Wootton

Samuel Wootton (1988, Deutschland) ist Komponist, Produzent sowie Jazz- und klassischer Percussionist. Als vielseitiger Musiker bewegt er sich selbstverständlich zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik, Pop und experimentellen Klangformen. Sein besonderes Profil liegt in der Entwicklung atmosphärisch dichter, erzählender Musik für den Theaterraum.

Als Komponist und musikalischer Leiter arbeitet Samuel Wootton wiederholt am Residenztheater München, u. a. in enger Zusammenarbeit mit der Regisseurin Elsa Jach. Dort prägt er mit seiner Musik zahlreiche Inszenierungen und entwickelt eigenständige Klangkonzepte, die dramaturgische Prozesse unterstützen und emotionale Räume öffnen. Seine Theatermusik verbindet rhythmische Präzision mit feinen texturalen Ebenen und zeichnet sich durch eine große stilistische Offenheit aus.

Neben seiner Arbeit fürs Theater ist Wootton international als Live- und Studiomusiker tätig. Er arbeitete u. a. mit der NDR Bigband, der HR Bigband, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Gärtnerplatztheater sowie Künstlern wie Trilok Gurtu, Tim Hagans, Nicola Conte, Peter Sadlo, Fiva und Fünf Sterne Deluxe. Er ist kreativer Kopf der Band TOYTOY, Percussionist bei SLATEC, der Jazzrausch Bigband sowie beim Musical Der König der Löwen.

Als Filmkomponist zeichnete Samuel Wootton zudem für den Soundtrack zum Kinofilm «Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde» verantwortlich. Auch hier verbindet er hybride Klangwelten, erzählerische Klarheit und emotionale Direktheit – Qualitäten, die seine Arbeit für Bühne und Leinwand gleichermaßen prägen.

Mit seinem eigenen Projekt «Samuel Wootton’s Allsorts» präsentiert er Musik von großer Tiefe, erzählerischer Kraft und instrumentaler Vielfalt – geprägt von pulsierenden Rhythmen, feinem Humor und intimen Melodien. Konzerttourneen führten ihn u. a. nach Kenia, Nepal, USA, Serbien, China, Malta, Ägypten und Oman.

Samuel Wootton ist Preisträger des Kulturkreis Gasteig Musikpreises und des «Krach und Getöse Musikpreises». Er war Stipendiat der Andechser Orff-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung sowie des Förderprogramms «Junge Kunst und neue Wege» des Freistaats Bayern.

Stücke

Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken. 

Automatenbüfett
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 21 Feb
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Marstall, 20.00 Uhr
Fr 13 März
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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Marstall, 20.00 Uhr
Di 24 März
ggf. Restkarten an der Abendkasse
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In seinem erfolgreichsten Stück verbindet Heinrich von Kleist die Romantik des Märchens mit der Tragik des Schauspiels. Es gibt ein Femegericht, ein brennendes Schloss, einen Cherub, dazu Intrigen und einen Giftanschlag. Doch Kleists Käthchen geht zielstrebig ihren Weg und weicht dem Grafen Wetter vom Strahl nicht von der Seite, weil er ihr im Traum als die große Liebe offenbart wurde.

Das Käthchen von Heilbronn

Für das Talent und die Träume der heranwachsenden Tove ist im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er-Jahre kein Platz. Mit vierzehn Jahren muss sie die Schule verlassen und gegen ihren Willen als Hausmädchen, später als Bürogehilfin arbeiten. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, publiziert anfänglich Gedichte und Erzählungen und sucht ihre Befreiung unbeirrt im eigenen Schreiben. Tove Ditlevsen erzählt in der «Kopenhagen-Trilogie» immer entlang der eigenen Biografie von der Flucht aus einem komplizierten Alltag in die Narration und webt dabei Realität und Fiktion raffiniert ineinander. Ihre gleichnamige Ich-Erzählerin berichtet ebenso humorvoll wie lakonisch von Privatem, das nichtsdestotrotz politisch ist.

Die Kopenhagen-Trilogie
Marstall, 19.00 Uhr
Do 26 Feb

Romeo und Julia setzen die Sprache der Liebe gegen den Krieg ihrer Verwandten, die Sprache des Dolchs. Schaffen sie es, ein Beispiel zu setzen gegen die unversöhnliche Feindschaft, die in Verona herrscht? Die Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach inszeniert die berühmteste Liebesgeschichte der Welt und den Tanz auf dem Vulkan, der ihre Hauptfiguren mitreißt, mit viel Musik und heißen Herzen neu.

Romeo und Julia
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 28 Feb
WITH ENGLISH SURTITLES
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Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 5 März
WITH ENGLISH SURTITLES
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Residenztheater, 18.30 Uhr
So 15 März

Gustl Gillich, Tabakwarenhändler und lokaler Schwimmstar, verliebt sich in Frieda Geier, Vertreterin für Mehl. Als er jedoch in der Liebe ein Geschäftsmodell und in Frieda eine Billigarbeitskraft entdeckt, wird er von ihr verlassen und findet Trost in Frauenhass und Männerbündelei. Elfriede Jelinek bezeichnete Fleißer, deren einzigen Roman Elsa-Sophie Jach für die Bühne bearbeitet, als die «größte Dramatikerin des 20. Jahrhunderts».

Eine Zierde für den Verein
Marstall, 20.00 Uhr
Heute